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Aktuelle Informationen

 

Pressemitteilung der Bundesärztekammer

Berlin, 23.06.2010

Rechte der Patienten umsetzen –ohne wenn und aber
Bundesärztekammer stellt Behandlungsfehler-Statistik 2009 vor

„Wir Ärztinnen und Ärzte reden nicht nur über Patientenrechte, wir verwirklichen sie auch. Wenn Patienten meinen, sie wären falsch behandelt worden, dann haben sie das Recht, das überprüfen zu lassen ohne wenn und aber“, sagte Dr. Andreas Crusius, Vorsitzender der Ständigen Konferenz der Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen, bei der Vorstellung der Behandlungsfehler-Statistik 2009 in Berlin. Die Zahlen belegten eindrucksvoll, dass die Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen bei der außergerichtlichen Streitschlichtung eine anerkannte Anlaufstelle für Patienten seien.

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TARIFVERTRAG: MARBURGER BUND UND KOMMUNALE KLINIKEN EINIGEN SICH AUF KOMPROMISS

Die Ärztinnen und Ärzte an den kommunalen Krankenhäusern erhalten rückwirkend zum 1. Mai 2010 zwei Prozent mehr Gehalt. Zusätzlich bekommen sie für die Monate Januar bis April eine Einmalzahlung in Höhe von 400 Euro. Nach monatelangen Tarifverhandlungen und einem dreiwöchigen bundesweiten Ärztestreik haben sich der Marburger Bund (MB) und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) vergangenen Mittwoch auf diesen Kompromiss geeinigt. Ursprünglich hatte der MB eine Erhöhung der Ärztegehälter um durchschnittlich fünf Prozent gefordert. Der nun ausgehandelte Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 20 Monaten und endet am 31. August 2011. „Ohne den Rückenwind durch die Streiks hätten wir dieses Ergebnis nicht erreicht", betonte der MB-Vorsitzende Rudolf Henke. Die durch den Tarifvertrag erzielten finanziellen und strukturellen Verbesserungen würden den Arbeitsplatz Krankenhaus künftig wieder attraktiver machen.

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STUDIE: KRANKENHAUSSTERBEN DURCH WIRTSCHAFTSKRISE

Die Zahl der Klinikschließungen, -fusionen und -verkäufe wird in den kommenden Jahren deutlich steigen. Das geht aus einer Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young hervor, die Mitte Mai in Berlin vorgestellt wurde. Insgesamt waren 300 Krankenhausmanager und 1500 Bürger zur wirtschaftlichen Situation der Kliniken, zum Wettbewerbsdruck und zu möglichen Verbesserungspotentialen befragt worden.

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PERSONALIE: ARZT WINDELER WIRD NEUER IQWIG-LEITER

Der Arzt Jürgen Windeler wird neuer Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). Der Vorstand des Instituts bestellte den 53-Jährigen zum Nachfolger des Ende August aus dem Amt scheidenden Gründungsdirektors Peter Sawicki. Die Entscheidung sei einstimmig gefallen, teilte der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen mit. Windeler sei ein anerkannter Fachmann, der geeignet sei, die hervorragende Arbeit des Instituts fortzusetzen, sagte Johann-Magnus von Stackelberg, Sprecher des Vorstandes der IQWiG-Stiftung und stellvertretender Chef des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung. Der Vorstand, in dem auch das Bundesgesundheitsministerium vertreten ist, folgte damit dem Vorschlag des Stiftungsrates.

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GFB fordert neue Versorgungsabläufe statt Honorarkürzungen

Pressemitteilung von: Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände (GFB) 
Statt das gesundheitspolitische Heil weiterhin in Rationierungsmaßnahmen zu suchen, empfiehlt die Gemeinschaft Fachärztlicher Berufsverbände (GFB)
den Abbau von Folgekosten durch die Stärkung der primären Versorgung. Dadurch werde die direkte Versorgungsqualität verbessert und Kostenverlagerungen in nachgeordnete Sozialsysteme wie Rente und Pflege verhindert. Rationierung und Honorarkürzungen der primären Versorgung würden eher das Gegenteil bewirken.

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