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Weiterbildungskurs Palliativmedizin erfolgreich beendet

Grund zur Freude hatten die 25 Teilnehmer und Teilnehmerinnen des dritten Blocks der Fallseminare im Rahmen des Weiterbildungskurses Palliativmedizin, die zum Abschluss ihren Nachweis über die Kursabsolvierung in Empfang nehmen durften. Sie haben erfolgreich das Kurssystem mit dem 40-stündigen Basiskurs und den Fallseminaren über 120 Stunden absolviert und erfüllen nun die Voraussetzungen, um die Abschlussprüfung zum Erwerb der Zusatzbezeichnung Palliativmedizin bei der Ärztekammer beantragen zu können.

In Sachsen-Anhalt konnten bereits 140 Ärztinnen und Ärzte diese Qualifikation erwerben und die Akademie für medizinische Fort- und Weiterbildung bietet die entsprechenden Kurse auch 2012 und 2013 weiter an.
Diese Kursweiterbildung führte in das ganzheitliche interdisziplinäre Betreuungskonzept der Palliativmedizin ein. In Vorträgen und Diskussionen wurden neben therapeutischen Möglichkeiten zur Kontrolle belastender Symptome psychosoziale Aspekte sowie ethische und rechtliche Fragestellungen behandelt.

Ausgesuchte Fallbeispiele und strukturierte Gespräche stellten Bezüge zur täglichen Praxis her. Sehr positiv wurde auch von den Teilnehmern der „Praxisbezug vor Ort“ in den Pfeifferschen Stiftungen und der Lungenklinik Lostau bewertet.

Inhaltliche Berücksichtigung fanden dabei neben der Vermittlung einer wertorientierten Grundhaltung und Erweiterung der ärztlichen Kompetenz innerhalb der Palliativmedizin und Hospizarbeit auch spezielle, kreative und individuelle Möglichkeiten einer symptomorientierten ganzheitlichen Therapie und Pflege. Ebenso Seminarinhalt war sowohl die Vermittlung von Kenntnissen der Symptomkontrolle und der Schmerztherapie, als auch psychische, soziale und spirituelle Aspekte. Modelle zur Kommunikation mit schwersterkrankten und sterbenden Menschen und deren Angehörigen aber auch die Kommunikation im interdisziplinären Team und Möglichkeiten der Bearbeitung ethischer Konfliktsituationen in der Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen wurden ausführlich bearbeitet. Zudem waren die Vernetzungsmöglichkeiten stationärer und ambulanter Unterstützungsmaßnahmen ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt.

Das nächste Kurssystem mit dem Basiskurs beginnt am 16. März 2012 in der Ärztekammer. Weitere Informationen hierzu, sowie ein Anmeldeformular finden sie auf unserer Homepage unter www.aeksa.de.

Peter Jonzeck
Ärztekammer Sachsen-Anhalt