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Wer schützt Ärzte und Patienten?
Meyer, F. P., Groß Rodensleben
In einem lesenswerten Kommentar titelt Wehling "Wer schützt Ärzte und Patienten vor Leitlinien?" (1). An zwei Beispielen, dem Antiarrhythmikum Dronedaron und dem Blutplättchenhemmer Ticagrelor, wird davor gewarnt, Leitlinien unkritisch zu übernehmen und anzuwenden. Das gilt natürlich immer, da die individuellen Besonderheiten des Patienten zu berücksichtigen sind, die Abweichungen von Leitlinien durchaus rechtfertigen können. Das gilt umso mehr, wenn bei der Erstellung von Leitlinien Interessenkonflikte der Autoren zu problematischen Aussagen führen (2).
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Die Langzeitfolgen des Zweiten Weltkrieges in der deutschen Bevölkerung
Dr. H. Glaesmer
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Zusammenfassung
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40-50% der heutigen Älteren und damit der Generation, die bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges geboren wurde, berichten traumatische Erfahrungen – überwiegend aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Auch über 60 Jahre nach Kriegsende gehen diese traumatischen Erlebnisse mit Einschränkungen der psychischen und körperlichen Gesundheit einher und führen zu einer erhöhten medizinischen Inanspruchnahme. Dennoch finden die traumatischen Erfahrungen oft zu wenig Beachtung oder werden nicht im Zusammenhang mit aktuellen psychischen Beschwerden gesehen. Aus diesem Grund sollte der historisch-biographischen Perspektive und den Spezifika der posttraumatischen Beschwerden bei älteren Patienten mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Mit der Lebensrückblicktherapie und der Integrativen Testimonial Therapie stehen vielversprechende Behandlungsansätze speziell zur Behandlung der posttraumatischen Belastungsstörungen bei älteren Patienten zur Verfügung, wenngleich weitere Wirksamkeitsstudien benötigt werden.
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Die supracoeliacale (infradiaphragmatische) aortomesenteriale Revaskularisation bei chronischer Viszeralarterienischämie
Halloul, Z., Meyer, F., Lippert, H. Klinik für Allgemein-, Viszeral- & Gefäßchirurgie Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R.
Einleitung
Die Viszeralarterienischämie stellt eine außerordentliche Herausforderung im interdisziplinären Diagnostik- und Therapiemanagement dar, da sie neben dem versierten Viszeralmediziner den erfahrenen Gefäßinterventionalisten und –chirurgen erfordert mit hoher Expertise in Auswahl und Ausführung der befundgerecht angezeigten mesenterialen Rekonstruktion zur arteriosklerotisch okkludierten Revaskularisation.
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Köhler, N.1, Ehnert, Th.1, Markau, S.2, Girndt, M.2, Bushnaq, H.3, Silber, R.-E.3, Pilz, H.4, Abdulla, W.4, Buerke, M.1, Werdan, K.1, Ebelt, H.1 Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin II2 und III1 sowie Universitätsklinik für Herz-und Thoraxchirurgie3 des Universitätsklinikums Halle (Saale); Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin des Klinikums Bernburg4
Passagere extrakorporale Lungenunterstützung auf der Intensivstation
Kasuistik und Standortbestimmung
Kasuistik
Anamnese: Ein 39-jähriger Patient wurde am 01.07.2010 aufgrund einer progredienten Allgemeinzustandsverschlechterung mit Fieber bis 40°C, seit 14 Tagen bestehendem Husten und rezidivierender Epistaxis stationär eingewiesen. Eine Woche zuvor war eine ambulante Behandlung einer Otitis media erfolgt. Weitere Vorerkrankungen waren nicht bekannt. Zum Zeitpunkt der stationären Aufnahme war der Patient wach und kooperativ. Klinisch bestand eine ausgeprägte Dyspnoe, die transkutan gemessene Sauerstoffsättigung betrug 82%. Am 03.07.2010 kam es zu ausgeprägten Hämoptysen, der Patient wurde umgehend auf eine Intensivstation verlegt und musste nachfolgend intubiert und invasiv beatmet werden. Ein Thorax-CT ergab den Verdacht auf ein diffuses alveoläres Hämorrhagie-Syndrom. Am 04.07.2010 wurde der Patient bei zunehmend schwieriger Beatmungssituation auf die internistische Intensivstation des Universitätsklinikums Halle (Saale) verlegt.
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