Beschlüsse der 6. Sitzung der Kammerversammlung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt

VII. Wahlperiode (2016-2021) am 7. April 2018 in Freyburg

  • Beschluss über den Tätigkeitsbericht 2017 der Ärztekammer Sachsen-Anhalt (Veröffentlichung auf der Website der Ärztekammer Sachsen-Anhalt)
  • Beschluss über die Verlegung des Termins der Herbst-Kammerversammlung; neuer Termin: 3. November 2018
  • Beschluss über zwei Entschließungsanträge „Keine Heilbehandlung ohne medizinischen Sachverstand“ und „Die zukünftige Versorgung mit Grippeimpfstoffen darf nicht vom ärztlichen Sachverstand entkoppelt werden“

Keine Heilbehandlung ohne medizinischen Sachverstand

Entschließung der Kammerversammlung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt

Im Sinne der Patientensicherheit sollten die Patienten darauf vertrauen können, dass ihnen ein gut aus-, weiter- und fortgebildeter Heilberufler gegenüber sitzt, der eine wissenschaftlich fundierte Behandlung durchführt.

Derzeit haben Patienten bei alternativen Heilbehandlungen, Naturheilverfahren und Homöopathie die Wahl zwischen Ärzten und Heilpraktikern. Sie müssen davon ausgehen können (die meisten tun das automatisch), dass diese Therapien unter vergleichbaren Qualitätskriterien erfolgen und dass zu jeder Zeit ihre Sicherheit gewährleistet ist. Kann man davon unter den derzeit geltenden Bedingungen ausgehen?

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Die zukünftige Versorgung mit Grippeimpfstoffen darf nicht vom ärztlichen Sachverstand entkoppelt werden

Entschließung der Kammerversammlung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt

Die heftigste Grippeepidemie seit 17 Jahren geht mit hohen Erkrankungszahlen, einer erheblichen Übersterblichkeit, einer influenzaassoziierten Zunahme der Herzinfarktrate um mehr als 25 %, einem historisch hohen Krankenstand und einem hohen volkswirtschaftlichen Schaden einher. Das unter Ökonomisierungszwängen leidende Gesundheitswesen ist dabei mancherorts bis an die Belastungsgrenze gefordert. Die Aufnahmekapazitäten der Krankenhäuser, einschließlich der Universitätskliniken, waren zeitweise erschöpft. Geplante Eingriffe mussten verschoben werden. Auch die ambulante Versorgung gestaltete sich äußerst problematisch.

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Laudatio anlässlich der Verleihung des Ehrenzeichens der Ärztekammer Sachsen-Anhalt an Herrn Prof. Dr. Dr. med. habil. Alfons J. Erle

Prof. Dr. Dr. med. habil. Alfons J. Erle
Prof. Dr. Dr. med. habil. Alfons J. Erle und Laudatorin Dr. med. Simone Heinemann-Meerz

Was haben reponierte Jochbeine, Geschichten über Magdeburger Straßennamen bedeutender Mediziner, Festreden und unzählige Buchrezensionen gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht vieles, auf den zweiten Blick die Handschrift Professor Erles.

In der Nachkriegszeit fand er in Dingel-stedt am Huy eine neue Heimat. Von hier aus besuchte er die Halberstädter Dom- und Ratsschule. Von 1960-1965 studierte er in Halle Zahnheilkunde und im Anschluss Humanmedizin in Magdeburg. Er ist also einer der Wenigen unter uns, der nicht nur doppelt approbiert ist, sondern auch an beiden Fakultäten des Landes studiert hat. 1968 wurde er Fachzahnarzt „Allgemeine Stomatologie“ und 1975 Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie. Schlag auf Schlag ging es weiter mit Oberarzt-ernennungen (1974), dem Erwerb von Doktortiteln (1983 und 1985) und der Ernennung zum Professor im Jahr 1993.

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Laudatio anlässlich der Verleihung des Ehrenzeichens der Ärztekammer Sachsen-Anhalt an Dr. med. Dietrich Stoevesandt

Dr. med. Dietrich Stoevesandt
Dr. med. Dietrich Stoevesandt und Laudatorin Dr. med. Simone Heinemann-Meerz

Dr. med. Dietrich Stoevesandt wurde am 16.12.1976 in Rinteln (Niedersachsen) geboren. Nach Besuch von Grundschule und Gymnasium zog es ihn in der 11. Klasse in die USA, wo er 1994 in Nebraska den High School-Abschluss machen konnte.

Nach dem Abitur 1996, dem Zivildienst mit Ausbildung zum Rettungssanitäter studierte er an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg von 1997 bis 2004 Medizin. Von Anfang an zog es ihn in die Radiologie, als AIP und dann als Weiterbildungsassistent. Nach dem Staatsexamen und der Approbation 2004 wurde ihm der Titel Dr. med. verliehen. Das Thema der Dissertation lautete: „Prognostische Wertigkeit inflammatorischer Marker und natriuretischer Peptide bei Patienten mit akutem Myokardinfarkt“. Die Facharztanerkennung „Diagnostische Radiologie“ erfolgte 2010.

Seit Oktober 2012 bekleidet Dr. Stoevesandt die Funktion des Oberarztes in der Universitätsklinik und Poliklinik für Radiologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Was macht den Kollegen Stoevesandt für unsere Ärztekammer interessant und vor allem wichtig? Zum einen ist es natürlich soziales Engagement. In diesem Zusammenhang möchte ich nur die von 1998 bis 2002 ehrenamtliche Tätigkeit im stationären Hospiz in Halle nennen.

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