Umsetzung der Richtlinie Hämotherapie in Sachsen-Anhalt

Durch die „Richtlinie zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Richtlinie Hämotherapie) der Bundesärztekammer, Gesamtnovelle 2017“, sind die Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Transfusionsmedizin festgelegt.

Entsprechend Punkt 6.4.1.1 der Richtlinie Hämotherapie sind Einrichtungen der Krankenversorgung durch § 15 Transfusionsgesetz gesetzlich zur Einrichtung eines Qualitätssicherungssystems (QS-System) für die Anwendung von Blutprodukten verpflichtet. In Einrichtungen, in denen Blutprodukte bzw. Plasmaderivate für die Behandlung von Hämostasestörungen (außer Fibrinkleber) angewendet werden, unterliegt das QS-System der Überwachung durch die Ärzteschaft. In diesem Fall muss pro Einrichtung ein Qualitätsbeauftragter Arzt im Benehmen mit der zuständigen Ärztekammer benannt werden. Dieser sendet jährlich bis zum 1. März einen Bericht über die Ergebnisse seiner Überprüfungen (6.4.2.3 der Richtlinie) für das Vorjahr gleichzeitig an die zuständige Ärztekammer und die Leitung der Einrichtung.

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30 Jahre Ethikkommission der Ärztekammer Sachsen-Anhalt

 
Die Berufsordnung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt sieht seit ihrer ersten Fassung vom 29./30. Juni 1991 die Beratung von Forschungsvorhaben zu den damit verbundenen berufsrechtlichen und berufsethischen Fragen durch eine von der Ärztekammer oder eine sonstige nach Landesrecht gebildete Ethikkommission vor.

Bereits in der zweiten Kammerversammlung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt am 23. November 1991 in Magdeburg wurde die Gründung der Ethikkommission der Ärztekammer Sachsen-Anhalt beschlossen. Am 18. März 1992 fand unter Leitung von Herrn Dr. med. Fukala die konstituierende Sitzung der von der Kammerversammlung gewählten Ethikkommission statt. Neben der Beratung von Forschungsvorhaben erarbeitete die Kommission in der Folgezeit Entwürfe für eine Satzung und die Gebührenordnung als Rechtsgrundlage für ihre Tätigkeit.

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Ambulante Ethikberatung bei der Ärztekammer Sachsen-Anhalt

Ethische Fallberatung kann bei schwierigen Entscheidungssituationen in der gesundheitlichen Versorgung Unterstützung leisten. In solchen Fällen lässt sich das weitere Vorgehen meist nicht durch medizinische oder pflegerische Kenntnisse allein bestimmen, sondern bedarf ethischer Kompetenz.

Vor gut 20 Jahren wurde das in den USA entwickelte Konzept der klinischen Ethikberatung in Deutschland aufgegriffen und zunächst von kirchlichen Krankenhausträgern propagiert. Breiteren Einzug in die Praxis erlebte die klinische Ethikberatung jedoch erst durch die entsprechende Stellungnahme der Zentralen Ethikkommission der Bundesärztekammer (ZEKO) im Jahr 2006 und durch die Krankenhauszertifizierung, welche einen qualifizierten Umgang mit ethischen Fragen forderte (ZEKO 2006; Simon 2020).

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Aktuelle Meldung zu Sterbefällen durch vermehrte Gruppe-A-Streptokokken-Infektionen (z. B. Scharlach) in Sachsen-Anhalt

Aus gegebenem Anlass wurde die Ärztekammer Sachsen-Anhalt vom zuständigen Ministerium darum gebeten, die nachfolgenden Hinweise zur Sensibilisierung der Ärzteschaft zu veröffentlichen. Eine Veröffentlichung der Informationen erfolgt darüber hinaus auch im kommenden Influenza-Wochenbericht des RKI.

3 Sterbefälle durch invasive bakterielle Infektionen bei Kindern und Jugendlichen mit Influenza-A-Virusnachweis in Sachsen-Anhalt

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Ärzteversorgung Sachsen-Anhalt

Beschlüsse der Kammerversammlung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt vom 19.11.2022

Am 19.11.2022 fand die Kammerversammlung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt statt. Wir informieren zusammengefasst über die Ergebnisse zum Tagesordnungspunkt „Ärzteversorgung Sachsen-Anhalt“.

1. Geschäftsbericht 2021

Nach den Bestimmungen des Versicherungsaufsichtsgesetzes werden nachstehend die wesentlichen Daten des Geschäftsberichtes 2021 veröffentlicht. Der Jahresabschluss des Versorgungswerkes zum 31.12.2021 ist von der Kammerversammlung bestätigt worden.

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