Dr. med. Peter EichelmannLiebe Kollegen und Kollegen, sehr geehrte Gäste,

gibt es einen besseren oder würdigeren Anlass, als einem langverdienten und gleichzeitig auch altvorderen Kollegen (Mitglied der Historienkommission) und „Langzeitfunktionär der ÄKSA“ im Kreise seiner Weggefährten zu ehren?
Ich möchte deshalb im Auftrag des Vorstandes heute Herrn Dr. Eichelmann das Ehrenzeichen der Ärztekammer Sachsen-Anhalt verleihen.

Peter Eichelmann wurde am 31.01.1943 in Magdeburg geboren, besuchte dort die Schule und legte 1961 das Abitur ab. Noch im gleichen Jahr, ab Oktober 1961, war er einer der Auserwählten, welche das Medizinstudium am Institut für Medizin und Pharmazie in Bukarest aufnehmen durften. Nach bestandenem Physikum kehrte er 1963 in die Heimat zurück, wo er dann sein Studium an der Medizinischen Akademie Magdeburg fortsetzen konnte.

Aus der Ehe mit seiner (viel zu früh verstorbenen) Frau Irene ging 1965 die Tochter Sibylle hervor, welche, wie könnte es anders sein, sich ebenso wie beide Elternteile, der Medizin verschrieb und heute als Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten mit ihrer Familie in Düsseldorf lebt.

Am 01.06.1966 legte Peter Eichelmann das Medizinische Staatsexamen ab und erhielt im gleichen Jahr die Approbation als Arzt. Im Anschluss begann er die Facharztausbildung für Chirurgie am Krankenhaus Altstadt Magdeburg, wo er bis zu seiner Pensionierung am 01.02.2006 über 40 Jahre tätig war. Wesentliche Etappen seiner beruflichen Karriere will ich kurz anreißen. Nach der Prüfung zum Facharzt für Chirurgie im September 1971 wurde ihm später die Verantwortung eines Oberarztes und noch etwas später die eines Abteilungsoberarztes für Allgemeinchirurgie übertragen.

Die Promotion zum „Dr. med.“ erfolgte Dezember 1978. Herr Eichelmann hat die ärztliche Weiterbildung dann zur Schwerpunktbezeichnung „Viszeralchirurgie“ (1995) und zur „Speziellen Chirurgischen Intensivmedizin“ durchlaufen. Zusätzlich erarbeitete er sich den Ruf eines Experten für die Schilddrüsenchirurgie. Dabei ist diese Aufzählung der beruflich-fachlichen Qualifikationen mit Sicherheit nicht vollständig.
Nach der politischen Wende in der DDR war Peter Eichelmann bei der Gründung und dem Aufbau der Ärztekammer Sachsen-Anhalt ein Mann der ersten Stunde. Herr Eichelmann hat sich immer mit persönlicher Bereitschaft und großen Engagement in der ärztlichen Selbstverwaltung eingebracht. „Der Kollege Eichelmann ist ein Fall von Ämterhäufung.“

Jahrelang hat er – bis heute – die Geschäftsstelle der Ärztekammer in Magdeburg geleitet.

  • Historienkommission der Ärztekammer Sachsen-Anhalt
  • Mitglied des Ausschusses Krankenhaus/Angelegenheiten der Krankenhausärzte der ÄKSA
  • Mitglied und Vorsitz des Ausschusses „Ärztliche Weiterbildung“ der ÄKSA
  • (somit auch STÄKO - WB bei der BÄK)
  • Mitglied des Ausschusses für „Berufsordnung und Satzungsfragen“,
  • Mitglied des Ausschusses für Notfall und Katastrophenmedizin,
  • Mitglied des Widerspruchsausschuss der ÄKSA
  • Fachbeirat der Region Ost der Deutschen Stiftung Organspende (DSO)
  • Mitglied des Schlichtungsausschusses
  • Aufsichtsausschuss der Ärzteversorgung
  • Mitglied der Ständigen Kommission „Gutachterkommissionen/Schlichtungsstellen“
  • Delegierter zahlreicher Deutscher Ärztetage


Das ehrenamtliche Haupttätigkeitsfeld von Herrn Eichelmann für die Ärztekammer Sachsen-Anhalt lag jedoch immer im Vorsitz der Geschäftsstelle Magdeburg, welchen er seit 1991 inne hat. Mit der erforderlichen Energie, aber auch dem Gefühl für die jeweilige Situation, sowie der nötigen Zielstrebigkeit eines Chirurgen leitet er die Geschäftsstelle nunmehr seit mehr als 20 Jahren sehr erfolgreich. Man kann sagen: Herr Eichelmann beherrscht das persönlich kollegiale Gespräch virtuos und war damit in Konfliktsituationen fast immer erfolgreich.

Der Name Eichelmann ist aber – last but not least – ebenso untrennbar mit der Vokabel Ärztliche Weiterbildung verbunden. Als Vorsitzender des Weiterbildungsausschusses hat er die Weiterbildungsordnung in Sachsen-Anhalt von Anfang an mitgestaltet und kann diese mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auswendig.
Nach all dem glaubt man kaum, dass Dr. Peter Eichelmann durchaus zu leben weiß und noch einer Vielzahl von Hobbys nachgeht. Intensive Skatrunden werden durch Spinning ausgeglichen. Für ausgiebige Reisen, insbesondere mit den Enkelkindern, bleibt auch noch Zeit. Abwechslung sucht er auch durch Einschreibungen an der Volkshochschule in Fächern wie Englisch, Italienisch und Schwedisch. Selbst am Institut für Geschichte der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ist der Name Peter Eichelmann in der Immatrikulationsliste zu finden.

Dr. Peter Eichelmann hat sich in herausragender Weise nicht nur für die medizinische Versorgung der Bevölkerung eingesetzt, sondern hat sich auch im Ehrenamt für die Ärztliche Selbstverwaltung in der Ärztekammer Sachsen-Anhalt engagiert und sich dadurch im Besonderen um das Ansehen des ärztlichen Berufes verdient gemacht.

Deshalb freue ich mich, dass ich ihm heute die Ehrennadel der Ärztekammer Sachsen-Anhalt überreichen darf

Die Laudatio hielt
Dr. med. Simone Heinemann-Meerz
Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt