Am 28. Juni 2016 hatte die Mindestlohnkommission beschlossen, den gesetzlichen Mindestlohn ab 1. Januar 2017 von 8,50 Euro auf 8,84 Euro pro Stunde anzuheben. Seit Einführung des bundesweiten Mindestlohnes 2015 handelt es sich hierbei um die erste Anpassung, deren Höhe voraussichtlich von nun an alle zwei Jahre neu festgelegt wird. Bei der Entscheidungsfindung wird sich dann nachlaufend an der Tarifentwicklung orientiert.

Das Gesetz gilt für Arbeitnehmer und Praktikanten. Das Gesetz sieht jedoch weiterhin Ausnahmen vor. Ausgenommen sind beispielsweise Langzeitarbeitslose in den ersten sechs Monaten nach Wiederaufnahme einer Arbeitsstelle, Auszubildende und Pflichtpraktikanten im Rahmen einer Ausbildung oder eines Studiums, sowie Teilnehmer an freiwilligen Orientierungspraktika mit einer Dauer von weniger als 3 Monaten.

Arbeitgeber sollten die neue Regelung bei den Angestellten in ihrer Praxis beachten. Vor allem müssen die Verträge der sogenannten Mini-Jobber überprüft werden, denn durch die Mindestlohnanhebung stehen künftig jeden Monat etwa zwei Arbeitsstunden weniger zur Verfügung, bis die Einkommens-Obergrenze von 450 Euro erreicht ist. Die monatliche Arbeitszeit müsste dann gegebenenfalls den Veränderungen angepasst werden.