an Herrn Dr. med. Jürgen Metker

Es ist eine gute Möglichkeit, Persönlichkeiten, die sich neben ihrer ärztlichen Tätigkeit Verdienste um die ärztliche Selbstverwaltung erworben haben, mit dem Ehrenzeichen der Ärztekammer Sachsen-Anhalt auszuzeichnen. Anlässlich der heutigen Kammerversammlung ehren wir Herrn Dr. med. Jürgen Metker, der in Wernigerode lebt und hier mehr als 35 Jahre ärztlich tätig war. Jürgen Metker wurde am 17. Dezember 1941 in Zerbst geboren. Dort besuchte er auch die Schule und legte 1960 im traditionsreichen Francisceum das Abitur ab. Im September 1962 nahm Jürgen Metker das Studium der Humanmedizin an der Medizinischen Akademie Magdeburg auf. Nach Absolvierung des Staatsexamens wurde ihm im September 1968 die Approbation erteilt. Zum Dr. med. wurde er im Dezember 1969 promoviert.

Nach einjähriger landärztlicher Tätigkeit begann Dr. Metker 1969 eine Facharztausbildung im Fach Urologie an der Urologischen Klinik des Bezirkskrankenhauses Magdeburg, dem Fachkrankenhaus Vogelsang. Die Anerkennung als Facharzt für Urologie erwarb er nach erfolgreich bestandener Prüfung im September 1974. Der Erwerb der Zusatzbezeichnung Andrologie erfolgte 2007. Nach Hospitation an der Kinderurologischen Abteilung der Klinik für Urologie der Medizinischen Akademie Magdeburg wechselte Dr. Jürgen Metker am 1. Juli 1975 an das Kreiskrankenhaus Wernigerode – zunächst als Stationsarzt der Chirurgischen Klinik – mit dem Ziel, im Rahmen des Aufbaus einer urologischen Abteilung die urologisch operative Versorgung in Wernigerode zu etablieren.

Am 1. April 1991 – man beachte das Datum, auf den Tag genau vor 26 Jahren – ließ sich Dr. Jürgen Metker in einer Gemeinschaftspraxis mit Belegbetten in Wernigerode nieder. Aber nicht nur beruflich brachte die sogenannte Wendezeit Veränderungen mit sich. Im Herbst 1989 begannen auch in Wernigerode die „Montagsdemonstrationen“ und bereits im Dezember gründete sich ein unabhängiger Ärzteverein, zu dessen Vorsitzenden Dr. Metker gewählt wurde. Das war gewissermaßen der Startschuss für weitere berufspolitische Aktivitäten.

Herr Kollege Metker beteiligte sich aktiv am Aufbau der ärztlichen Selbstverwaltung in Sachsen-Anhalt. So war er von der I. bis zur IV. Legislaturperiode, also bis 2007, Mitglied der Kammerversammlung und von 2003 bis 2007 Mitglied des Vorstandes der Ärztekammer Sachsen-Anhalt. Zudem arbeitete er in zahlreichen Gremien und Kommissionen der Ärztekammer mit. Zu nennen sind hier die Mitarbeit in der Fach- und Prüfungskommission Urologie, im Beirat der Akademie für medizinische Fort- und Weiterbildung, im Kuratorium des Sozialwerkes und im Ausschuss Koordinierung der ambulanten und stationären Versorgung. Er war einige Jahre Delegierter zum Deutschen Ärztetag und Stellvertretender Geschäftsstellenleiter der Bezirksstelle Magdeburg. Aber nicht nur in den Gremien der Ärztekammer fand Dr. Metker seine „berufspolitische Heimat“. Von 1990 bis 1994 war er Vorsitzender des Berufsverbandes der Urologen Sachsen-Anhalt und weitere 8 Jahre der Stellvertretende Vorsitzende.

Als Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Vereinigung engagierte er sich von 1998 bis 2002 und von 2007 bis 2011 als Mitglied der Vertreterversammlung – und ich befürchte, die Aufzählung ist nicht ganz vollständig. Zum 01.01.2012 wechselte Dr. Jürgen Metker nach mehr als 40 Berufsjahren in den aktiven Ruhestand. So ist er z. B. weiterhin im Schlichtungsausschuss der Ärztekammer tätig und auch seinen urologischen Kolleginnen und Kollegen steht er weiterhin als Moderator eines Qualitätszirkels zur Verfügung.

Herr Kollege Metker hat sich um das Ansehen der Ärzteschaft verdient gemacht. Für seine langjährige ärztliche Tätigkeit und sein berufspolitisches Engagement wird Herr Dr. med. Jürgen Metker mit dem Ehrenzeichen der Ärztekammer Sachsen-Anhalt ausgezeichnet. Wir wünschen Ihnen für die Zukunft gute Gesundheit, Glück und Gelassenheit sowie viel Freude im Kreise Ihrer Familie.

Die Laudatio hielt
Dr. Simone Heinemann-Meerz
Präsidentin