Am 14. Juni wurde eine kurzfristig einberufene Kammerversammlung abgehalten. Diese war geboten, da eine Änderung der Weiterbildungsordnung erforderlich wurde und ein Abwarten bis zur planmäßigen Kammerversammlung im November das Verwaltungshandeln ungerechtfertigt behindert hätte.

Zunächst informierte die Präsidentin, dass zwischenzeitig die „Klinische Krebsregister Sachsen-Anhalt GmbH“ gegründet wurde. Zudem stehe man in Vertragsverhandlungen mit dem zukünftigen Geschäftsführer der GmbH.

Frau Dr. Heinemann-Meerz berichtete zudem über die wesentlichen Inhalte und Beschlüsse des diesjährigen Deutschen Ärztetags in Freiburg. Hauptthema war dabei die Digitalisierung im Gesundheitswesen. „Bemerkenswert war der Paradigmenwechsel. Bedenken der zurückliegenden Jahren sind der Zustimmung und Bereitschaft zur notwendigen Mitgestaltung gewichen“, so die Kammerpräsidentin.

Wahlen der Ärzteversorgungsgremien

Auf Wunsch des Vorstandes der Ärztekammer konnte die turnusmäßige Wahl des Verwaltungsausschusses und des Aufsichtsausschusses der Ärzteversorgung auf diese Kammerversammlung vorverlegt werden.

Herr Dr. Kudernatsch gab zunächst einen kurzen Überblick über die vergangene und zukünftige Arbeit des Versorgungswerkes und des Verwaltungs- und Aufsichtsausschusses. Er führte aus, dass er seit Beginn des Versorgungswerkes im Jahr 1991 Vorsitzender des Verwaltungsausschusses ist. Für die kommende Legislaturperiode wolle er diese Aufgabe weiterreichen und somit nicht mehr als Vorsitzender kandidieren. Er stehe jedoch als Kandidat für einen Sitz im Verwaltungsausschuss weiterhin zur Verfügung.

Abschließend dankte Dr. Kudernatsch allen ehemaligen und amtierenden Mitgliedern von Verwaltungs- und Aufsichtsausschuss sowie der Geschäftsführung der Ärzteversorgung für ihr engagiertes Wirken und die gute Zusammenarbeit.

Herr Dr. Kuminek wurde als Nachfolger von Herrn Dr. Kudernatsch gewählt. Zum stellvertretenden Vorsitzenden des Verwaltungsausschusses wurde Herr Dr. Giesler gewählt.

Die zukünftige Zusammensetzung des Verwaltungs- und Aufsichtsausschusses können Sie in Gänze der nachfolgenden Beschlussübersicht entnehmen.

Weiterbildung

Aufgrund eines Urteils des Verwaltungsgerichts Halle hat die Aufsichtsbehörde, das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration, der Kammer aufgegeben, die Weiterbildungsordnung zeitnah zu ändern. Die Kammerversammlung hat die Änderungen entsprechend beschlossen. Nach Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde und Ausfertigung erfolgt die Veröffentlichung im kommenden Ärzteblatt.

Änderungsvorschlag im Gebiet Allgemeinmedizin

Im letzten Tagesordnungspunkt beriet die Kammerversammlung den von der Verbundweiterbildung Allgemeinmedizin Halle-Saalekreis erarbeiteten Änderungsvorschlag auf dem Gebiet der Allgemeinmedizin. Hierzu trug Frau Dr. Hintzsche vor, dass die Weiterbildungsordnung aus historischen Gründen erklärbar, aber für die heutige allgemeinmedizinische Weiterbildung nicht zutreffende Begrifflichkeiten enthalte. Daher sollen Begrifflichkeiten wie „Hausarzt“/„Hausärztin“ oder „hausärztlichen“ entfallen oder durch das Wort „allgemeinmedizinischen“ ersetzt werden.
Herr Prof. Dr. Rebmann verwies als Vorsitzender des Ausschusses Ärztliche Weiterbildung in seinem Statement auf mögliche (berufs-)politische Probleme. So warnte er etwa davor, dass die gewünschten Änderungen in der Konsequenz die bestehenden Weiterbildungsbefugnisse für hausärztlich tätige Internisten gefährden.

Im Ergebnis wurde der eingebrachte Änderungsvorschlag von einer deutlichen Mehrheit der Versammlungsmitglieder abgelehnt.

Die kommende Kammerversammlung wird am 4. November 2017 stattfinden.

Fotos: AEKSA