Seit dem 01.01.2018 wird das Klinische Krebsregister Sachsen-Anhalt gemäß § 65c SGB V durch die Klinische Krebsregister Sachsen-Anhalt gGmbH umgesetzt. Zu den wichtigsten Neuerungen wurde bereits in Ausgabe 10/2017 des Ärzteblattes Sachsen-Anhalt umfänglich informiert. Wie bereits berichtet, bleibt das Krebsregister regional verwurzelt. Die bestehenden Beziehungen der Melder zu den Regionalstellen werden übernommen und sollen intensiviert werden.

Die Website des Klinischen Krebsregisters wird zukünftig zu einer Informationsplattform rund um Fragen der Krebsregistrierung und damit verwandter Themen ausgebaut und wird Patienten, Fachleuten und interessierten Laien Informationen bereitstellen. Neben verschiedenen Dokumentenmustern (Tumormeldebögen, Patienteninformationen usw.) werden hier z. B. Ansprechpartner für verschiedene Themen vorgestellt und Veranstaltungen angekündigt. Die Regionalstellen werden zukünftig in neuen Räumen an den Standorten Magdeburg, Halle und Dessau beheimatet sein. Die genauen Postanschriften und Telefonnummern sind auf der Website des Registers (www.kkr-lsa.de) veröffentlicht.

Am Standort Magdeburg (Doctor-Eisenbart-Ring 2, 39120 Magdeburg) befinden sich neben der Regionalstelle die Geschäftsführung und die Koordinierungsstelle des Registers. Sie steuert die datenschutzkonforme Annahme, Übermittlung und Verarbeitung der Daten und organisiert die internen Abläufe im gesamten Register. Die im KRG LSA benannte Widerspruchsstelle ist ebenfalls in Magdeburg angesiedelt. Patienten können hier der Speicherung ihrer Daten im Klinischen Krebsregister schriftlich oder auf elektronischem Wege widersprechen. Für einen Übergangszeitraum besteht die Möglichkeit der postalischen Meldung in der bisherigen Form fort, mittelfristig wird eine Umstellung auf ein elektronisches Meldeverfahren erfolgen. Sobald die vollständigen Vorgaben auf der Bundesebene verabschiedet und die technische Umsetzung im Klinischen Register Sachsen-Anhalt erfolgt sind, werden die Melder informiert.

Eine der wichtigsten Neuerungen im Meldeverfahren ist die Patienteninformation. Der Patient muss nicht wie früher eine Einwilligungserklärung zur Übermittlung seiner Daten unterzeichnen, er ist ab 01.01.2018 in entsprechendem Umfang über die Meldung seiner Daten und deren Zweck sowie auf sein Widerspruchsrecht zur Meldung in das Klinische Krebsregister durch den Melder hinzuweisen. Die Information ist aktenkundig nachzuweisen. Ein Vordruck steht auf der Website des Landeskrebsregisters www.kkr-lsa.de zum Download bereit. Zusätzlich stehen hier ausführliche Informationen zum Meldeverfahren und damit verbundenen zukünftigen Schritten bereit.

Mit der zukünftigen Arbeit des Klinischen Krebsregisters Sachsen-Anhalt sind viele Fragen verbunden. „Ab Januar 2018 informieren wir aktiv unsere Melder und besuchen Kliniken und Schwerpunktpraxen auch vor Ort“, erklärt Herr Prof. Strauch, Geschäftsführer der Klinische Krebsregister gGmbH Sachsen-Anhalt. „Es ist uns jedoch nicht möglich, alle Melder sofort aufzusuchen, daher wenden Sie sich bei Fragen gern direkt an uns.“ Bitte senden Sie Ihre Fragen an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bzw. besuchen Sie unsere Website www.kkr-lsa.de.

Kontakt:
Klinische Krebsregister Sachsen-Anhalt gGmbH
Doctor-Eisenbart-Ring 2
39120 Magdeburg
Geschäftsführer: Prof. Dr. Edgar Strauch
Pressekontakt: Susanne Seidler
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