Referat „Ausbildung zur/zum Medizinischen Fachangestellten“ informiert
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Einstiegsqualifizierung für Jugendliche (EQ)

Die Einstiegsqualifizierung ist auf die Vermittlung und Vertiefung von Grundlagen für den Erwerb beruflicher Handlungsfähigkeit ausgerichtet. Die zu vermittelnden Kenntnisse und Fertigkeiten bereiten die Jugendlichen auf die Ausbildung zur/zum Medizinischen Fachangestellten vor. Die Förderung der Einstiegsqualifizierung wurde 2007 als Arbeitgeberleistung gesetzlich verankert. Soweit die Jugendlichen zu Beginn der Förderung das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, können folgende Interessenten gefördert werden:

  • Ausbildungsplatzbewerber, die nach den bundesweiten Nachvermittlungsaktionen keinen Ausbildungsplatz erhalten haben,
  • Jugendliche, die noch nicht in vollem Maße über die erforderliche Ausbildungsbefähigung verfügen.

Der Vertrag über die Einstiegsqualifizierung muss mindestens sechs Monate betragen und darf 12 Monate nicht überschreiten. Diese Qualifizierung sollte in einem regulären Ausbildungsvertrag münden. Eine Anrechnung auf die Dauer einer nachfolgenden Berufsausbildung zur/zum Medizinischen Fachangestellten kann nicht erfolgen.

Bei Interesse empfiehlt die Ärztekammer folgende Vorgehensweise:

  1. Vermittlungsauftrag bei der Agentur für Arbeit stellen
  2. Agentur für Arbeit vermittelt geeignete Praktikanten
  3. Abschluss des Vertrages „Einstiegsqualifizierung“
    Die Vertragsunterlagen erhalten Sie über die Ärztekammer Sachsen-Anhalt.
  4. Antrag auf Leistungen zur Förderung bei der Agentur für Arbeit stellen

 

Ausbildung zur/zum Medizinischen Fachangestellten (MFA) – Informationen für ausbildende Arztpraxen

Ausbildungsplan
Die Verordnung über die Berufsausbildung zum/zur Medizinischen Fachangestellten schreibt vor, welche Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten während der Berufsausbildung mindestens vermittelt werden müssen. Der Ausbildungsrahmenplan in sachlicher und zeitlicher Gliederung wird durch den betrieblichen Ausbildungsplan untersetzt und bildet die Grundlage für die Ausbildung in der Praxis.

Überbetriebliche Ausbildung
Alle Auszubildenden und Umschüler müssen während der Ausbildungs-/Umschulungszeit ein zweimonatiges Praktikum in einer medizinischen Einrichtung einer anderen Fachrichtung absolvieren. Ziel ist es, die praktische Ausbildung zu optimieren. Dieser Beschluss zur überbetrieblichen Ausbildung wurde in der Sitzung des Berufsbildungsausschusses der Ärztekammer Sachsen-Anhalt am 20.09.2017 gefasst und gilt ab dem Ausbildungs- bzw. Umschulungsjahr 2018. Der bisherige Beschluss vom 05.09.2007 wurde dahingehend aufgehoben.

Ausbildungsnachweis
Der Ausbildungsnachweis ist eine Zulassungsvoraussetzung für die Zwischen- und Abschlussprüfung. Dieser untergliedert sich in den Monats- und Fachbericht.
Monatsbericht: Auszubildende und Umschüler dokumentieren knapp und stichpunktartig die Tätigkeiten, die sie in der Praxis/im Klinikum ausgeführt haben, die Inhalte der Fortbildungen, Vorträge oder Unterweisungen und die Inhalte des Berufsschulunterrichts in den einzelnen Lernfeldern.
Fachbericht: Die Fachberichte sollen eine Verknüpfung zwischen den in der Berufsschule erworbenen theoretischen Kenntnissen und den Tätigkeiten in der Praxis herstellen. Sie unterteilen sich in Pflicht- und Wahlthemen. Die Auswahl über die Wahlthemen treffen die Auszubildenden und Umschüler gemeinsam mit ihrem Ausbilder. Die Fachberichte müssen durch die Auszubildenden und Umschüler selbst erstellt und können handschriftlich oder in elektronischer Form geführt werden. Im Ausnahmefall genutzte Quellen sind zwingend zu kennzeichnen. Darüber hinaus befinden sich im Ausbildungsnachweisheft die Fehlzeitenlisten für die einzelnen Ausbildungs- bzw. Umschulungsjahre. Fehlzeiten, die in der Berufsschule bzw. beim Bildungsträger und in der Ausbildungspraxis auftreten, sind monatlich einzutragen und vom Klassenlehrer und Ausbilder zu unterzeichnen.

Jugendarbeitsschutz
Ein Jugendlicher, der in das Berufsleben eintritt, darf nur beschäftigt werden (§ 32 JArbSchG), wenn

  • er innerhalb der letzten 14 Monate von einem Arzt untersucht worden ist (Erstuntersuchung),
  • dem Arbeitgeber eine von diesem Arzt ausgestellte Bescheinigung vorliegt.

Ein Jahr nach Aufnahme der Berufsausbildung hat sich der ausbildende Arzt die Bescheinigung eines Arztes über die erste Nachuntersuchung vorlegen zu lassen (§ 33 JArbSchG). Eine Kopie dieser Bescheinigung ist der Ärztekammer zu Beginn des zweiten Ausbildungsjahres zuzuleiten.


Abschlussprüfung Sommer 2018 – Freisprechung


Die diesjährige Freisprechung findet am Mittwoch, 11.07.2018, um 15.00 Uhr in der Ärztekammer Sachsen-Anhalt statt.
Die Einladung für die Freisprechung erhielten die Prüfungsteilnehmer und Lehrer am Tag der schriftlichen Abschlussprüfung und die Mitglieder der Prüfungsausschüsse erhalten sie am Tag der praktischen Abschlussprüfung.


PERSPEKTIVEN – die Messe für Bildung und Berufsorientierung


Die Ärztekammer Sachsen-Anhalt wird auf der Messe PERSPEKTIVEN 2018 vom 21.09.2018 bis 22.09.2018 in Magdeburg vertreten sein. Medizinische Fachangestellte/Medizinischer Fachangestellter (MFA) – ein passender Name für einen Beruf, der fundiertes medizinisches Fachwissen, organisatorisches Talent, Teamfähigkeit und einen feinfühligen Umgang mit Menschen erfordert, der Raum für eigene Ideen lässt und das Zeug hat, mehr als ein Job zu werden. Medizinische Fachangestellte sind die Schnittstelle zwischen Arzt und Patient, Technik und Mensch. Zukünftige Auszubildende und ausbildende Ärztinnen und Ärzte, Eltern und Interessenten können sich zum Beruf auf der Messe informieren bzw. beraten lassen. Wenn Sie als Arzt oder Ärztin ausbilden möchten und noch einen freien Ausbildungsplatz haben, können Sie uns gern kontaktieren. Bei Nachfragen von zukünftigen Auszubildenden auf der Messe würden wir Ihren Ausbildungsplatz anbieten. Auch freie Praktikumsplätze für Schüler leiten wir gern auf Anfrage weiter.    

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