Die durch die Bundesärztekammer verabschiedete strukturierte curriculare Fortbildung „Krankenhaushygiene“
(www.arzt.de/downloads/Strukturierte-curriculare-Fortbildung_Krankenhaushygiene_18.11.2011_final.pdf) gliedert sich in 6 Module und hat einen Umfang von 200 Stunden.

Teilnahmevoraussetzung

- Abgeschlossene Weiterbildung zum Facharzt (diese Qualifikation muss einen Patientenbezug haben) oder eine abgeschlossene Weiterbildung zum Facharzt für Öffentliches Gesundheitswesen

Einstieg

- Absolvieren des Moduls I (40 Stunden – Hygienebeauftragter Arzt)
Die Qualifikation „Hygienebeauftragter Arzt“ kann bereits im Rahmen der Weiterbildungszeit erworben werden.
Der nächste Kurs des Moduls I in Sachsen-Anhalt ist vom
25.-29.11.2013 in Magdeburg geplant.

Kursangebot

Modul I
Bedingt durch die teilweisen Unterschiede der Hygieneverordnungen wird das Modul I von den kooperierenden Landesärztekammern ausschließlich regional angeboten.

Module II bis VI
Die Module II bis VI werden in Kooperation der Landesärztekammern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Berlin vorrangig für die Teilnehmer der genannten Länder wie folgt angeboten:

  • Modul II wird von der Landesärztekammer Sachsen vom 17. - 20. Juni 2013 in Dresden angeboten
    (www.slaek.de),
  • Modul III wird von der Landesärztekammer Thüringen vom 27. – 30. Januar 2014 in Jena angeboten
    (www.laek-thueringen.de),
  • Modul IV wird von der Ärztekammer Sachsen-Anhalt vom 23. – 26. Juni 2014 in Magdeburg angeboten
    (www.aeksa.de),
  • Modul V wird von der Landesärztekammer Sachsen vom 08. – 12. September in Dresden vorbereitet und
  • Modul VI wird von der Ärztekammer Berlin für das VI. Quartal 2014 in Berlin vorbereitet
    (www.aerztekammer-berlin.de).

Anmeldeformulare, Programme etc. sind auf den Homepages der durchführenden Ärztekammern bzw. direkt bei den genannten Auskunftspartnern der Ärztekammern erhältlich. Beachten Sie bitte, dass die Teilnehmerzahlen pro Kurs begrenzt sind. Die Anmeldung ist direkt bei der durchführenden Ärztekammer einzureichen.

Weitere Termine: In Abhängigkeit vom Bedarf werden die Module durch die jeweils veranstaltende Landesärztekam-mer erneut angeboten.

Verlauf

  • Nach Absolvierung des Moduls I besuchen die Teilnehmer die weiteren 5 Kursmodule. Hierfür ist ein Zeitraum von 24 Monaten vorgesehen.
  • Während dieser Zeit übernehmen die Teilnehmer die Tätigkeit als Hygienebeauftragter Arzt (mindestens 50 % einer Vollzeitstelle) und erledigen die dort anfallenden Arbeiten.
  • Die Teilnehmer müssen sich einen durch die Landesärztekammer anerkannten Supervisor suchen.
  • Praktische Erfahrung muss durch die Teilnehmer durch den Nachweis von Fallkonferenzen nachgewiesen werden – in 24 Monaten sind mindestens 20 Fallkonferenzen abzuhalten.
  • Regelmäßig sollte im Rahmen der Fallkonferenz ein Treffen mit dem Supervisor stattfinden (vorzugsweise persönlich, in Ausnahmefällen auch virtuell).

Inhalt der Treffen: praktische Fälle und Aufgaben der Krankenhaushygiene werden erarbeitet, besprochen und schriftlich dokumentiert.

Die Dokumentation muss vom Supervisor und dem Fortzubildenden abgezeichnet werden. Während der 24 Monate sind folgende Hospitationen zu absolvieren:

  • im Bereich Krankenhaushygienisches Labor (1 Woche)
  • im Bereich Öffentliches Gesundheitswesen (2 Wochen)
  • in der Klinikhygiene mit Begehung, Prozessbeobachtung und krankenhaushygienischen-infektologischen Visite


Inhalte der Hospitationen werden durch die entwickelten Lernziele definiert.

Abschluss:

  • Der Supervisor stellt dem fortzubildenden Arzt ein Zeugnis aus. Dieses Zeugnis bewertet die qualitativen Leistungen im Rahmen der Fallkonferenzen.
  • Der Arbeitgeber bescheinigt dem Fortzubildenden eine mindestens 50%ige Tätigkeit als Hygienebeauftragter Arzt in den 24 Monaten der strukturierten curricularen Fortbildung.
  • Der Fortzubildende reicht Nachweise der durchgeführten Hospitationen (einschließlich der Beschreibung der Inhalte) ein.
  • Der Fortzubildende reicht die vom Supervisor bestätigten Protokolle der Fallkonferenzen ein.

Alle genannten Nachweise/Bescheinigungen reicht der Fortzubildende bei der zuständigen Ärztekammer zur Prüfung ein.
Die Teilnahme und der erfolgreiche Abschluss an der strukturierten curricularen Fortbildung einschließlich aller geforderten Praxisteile und einer eventuellen mündlichen Abschlussprüfung werden durch die Ärztekammer Sachsen-Anhalt für ihre Mitglieder durch einen Qualifikationsnachweis bestätigt.
Danach ist es dem Fortgebildeten möglich, die in der KRINKO beschriebenen Aufgaben eines Krankenhaushygienikers zu übernehmen.

P. Jonzeck