Konstituierung der Kammerversammlung der I. Wahlperiode

Von rechts: Prof. Dr. med. habil. Walter Brandstädter und Dr. med. Henning Friebel während der konstituierenden Kammerversammlung der I. Wahlperiode
Prof. Dr. med. habil. Walter Brandstädter und Dr. med. Henning Friebel (v. r.) auf der konstituierenden Kammerversammlung

Vom 29. Juni bis 30. Juni 1991 findet die konstituierende Sitzung der Kammerversammlung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt statt. Es erfolgt die Berichterstattung der Vorsitzenden der Ausschüsse, die in der Interimszeit die Vorbereitungen für die Satzungen und Ordnungen der Kammer übernommen hatten. Die neu gewählten Mitglieder der Kammerversammlung fassen zunächst die Beschlüsse über die Satzung und die Geschäftsordnung der Ärztekammer.

Nach der Wahl des Präsidenten, der Vizepräsidenten und der weiteren Mitglieder des Vorstandes für die I. Wahlperiode (1991-1995) werden die weiteren Grundlagen für die Arbeit der Selbstverwaltungsorgane und der Geschäftsstelle der Ärztekammer geschaffen. Die Kammerversammlung verabschiedet die Meldeordnung, die Kostenordnung, die Reisekostenordnung, die Regelung über die Zahlung von Aufwandsentschädigungen und wählt die Mitglieder für die Ausschüsse der Kammerversammlung und der Ärzteversorgung. Zudem wird die Berufsordnung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt diskutiert und beschlossen.


Prof. Dr. med. habil. Walter Brandstädter Auszeichnung mit der Paracelsus-Medaille im Jahr 2001
Prof. Dr. med. habil. Walter Brandstädter Auszeichnung mit der Paracelsus-Medaille im Jahr 2001


Gründungspräsident Prof. Dr. med. habil. Walter Brandstädter

Bereits 1990 engagiert sich Prof. Dr. med. habil. Walter Brandstädter für den Aufbau der ärztlichen Selbstverwaltung und wird auf dem 1. Ärztetag Sachsen-Anhalts mit großer Mehrheit als Gründungspräsident gewählt. Bis zur ordentlichen Wahl der ersten Kammerversammlung bereitet er mit hohem Engagement die für die Funktion der Selbstverwaltung erforderlichen Satzungen und Ordnungen sowie den Aufbau der hierfür erforderlichen Verwaltungsstrukturen der Ärztekammer Sachsen-Anhalt vor.

In der konstituierenden Sitzung der ersten Kammerversammlung wird er einstimmig zum ersten Präsidenten der Ärztekammer Sachsen-Anhalt gewählt. Auf dem 94. Deutschen Ärztetag in Hamburg beeindruckt Prof. Dr. med. habil. Walter Brandstädter die Delegierten mit einer Grundsatzrede. Mit dieser Rede und seinem umfangreichen weiteren Engagement im Interesse der Ärzteschaft legt er den Grundstein für seine Wahl zum Vizepräsidenten der Bundesärztekammer auf dem 98. Deutschen Ärztetag 1995 in Stuttgart.

Seine Verdienste für die ärztliche Selbstverwaltung werden auf dem 104. Deutschen Ärztetag in Ludwigshafen im Jahr 2001 mit der Verleihung der Paracelsus-Medaille der Deutschen Ärzteschaft gewürdigt.

Richtkranz im Oktober 1994
Richtkranz im Oktober 1994

Neubau des Verwaltungszentrums der Heilberufe

Die Entwicklung der Ärztekammer und die zunehmenden Aufgaben ließ die ersten angemieteten Räumlichkeiten bald zu eng werden. Bereits 1992 beschließt die Kammversammlung der Ärztekammer, mit der Kassenärztlichen Vereinigung, der Apothekerkammer, dem Landesapothekerverband und der Deutschen Apotheker- und Ärztebank e. G. ein neues gemeinsames Verwaltungsgebäude zu errichten.

Der erste Spatenstich erfolgt 1993. Das Richtfest gut ein Jahr später, im Oktober 1994.

Mit dem Einzug in das neue Gebäude im Juni 1995 werden die Facharztprüfungen, welche bisher dezentral stattfanden, sukzessive zentralisiert und in die neu eingerichteten Prüfungsräume der Abteilung Weiterbildung in Magdeburg konzentriert. Auch für die Gremiensitzungen und Fortbildungsveranstaltungen für die Mitglieder werden optimale räumliche Bedingungen geschaffen.

109. DÄT in Magdeburg: Vorstand der Bundesärztekammer mit Blick ins Plenum
109. DÄT in Magdeburg: Vorstand der Bundesärztekammer mit Blick ins Plenum

109. Deutscher Ärztetag in Magdeburg

Vom 23. bis 26. Mai 2006 ist die Ärztekammer Sachsen-Anhalt Gastgeberin des 109. Deutschen Ärztetages (DÄT) in Magdeburg.

Wichtige Themen dieses Ärztetages sind: Patientenversorgung in Deutschland – Rahmenbedingungen ärztlicher Berufsausübung, Behandlung von Menschen mit psychischen und psychosomatischen Erkrankungen, Gesundheitsversorgung in Europa sowie die (Muster-)Weiterbildungsordnung.

Vor der Stadthalle in Magdeburg, in welcher die Eröffnungsveranstaltung stattfindet, treffen sich zahlreiche Ärztinnen und Ärzte aus ganz Deutschland, um gegen die Gesundheitspolitik von Ulla Schmidt (damalige Bundesgesundheitsministerin) und den sich abzeichnenden Ärztemangel zu protestieren.


Ärztliche Fortbildung

Im Jahr 2001 erfolgt die Anpassung des bereits 1997 eingeführten freiwilligen Fortbildungsdiploms der Ärztekammer an die Vorgaben der Bundesärztekammer sowie die Umbenennung in Fortbildungszertifikat. Die zu dokumentierenden Fortbildungspunkte werden von 120 Punkte auf 150 Punkte erweitert. 2003 wird die Fortbildungsordnung der Ärztekammer erlassen, welche 2013 Bestandteil der Berufsordnung der Ärztekammer wird. 2004 wird die Fortbildungsverpflichtung erstmals im SGB V für Vertragsärzte verankert. Später auch für Fachärzte im Krankenhaus. Für den Nachweis der nun erforderlichen 250 Punkte in fünf Jahren bietet die Ärztekammer ihren Mitgliedern ein elektronisches Punktekonto an.


Änderung der Wahlordnung zur Kammerversammlung

Die Wahlen zur Kammerversammlung sind in der Wahlordnung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt geregelt. Nach Inkrafttreten der Kreisgebietsreform am 1. Juli 2007 werden alle Bezüge zwischen Regierungsbezirken und Landkreisen aufgelöst, die für die Bildung der Wahlkreise nach der bisherigen Wahlordnung ausschlaggebend waren. Mit der Reform entstehen elf neue Landkreise. Zur Vermeidung einer Unterrepräsentanz von Ärztinnen und Ärzte aus den ländlichen Gebieten Sachsen-Anhalts beschließt die Kammerversammlung am 8. November 2008 die Änderung der Wahlordnung mit der Bildung von sechs Wahlkreisen (Wahlkreis Nord, Ost, West, Süd sowie die kreisfreien Städte Halle (Saale) und Magdeburg). Die Neuordnung ermöglicht nun eine flächendeckende Repräsentanz der gewählten Ärzteschaft in der Kammerversammlung.


Gründung der KOSTA

Aufgrund des absehbaren hohen Nachbesetzungsbedarfes im hausärztlichen Bereich wird im Jahr 2007 durch die Ärztekammer ein erstes Konzept erstellt, mit dem Ziel, die Weiterbildung in der Allgemeinmedizin attraktiver zu gestalten und mehr junge Mediziner für die hausärztliche Tätigkeit zu gewinnen.

Das Maßnahmenkonzept wird vom Vorstand am 5. März 2008 beschlossen und mündet in der Gründung einer gemeinsamen Koordinierungsstelle für die Weiterbildung in der Allgemeinmedizin mit der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt am 29. September 2011. Die Geschäftsstelle wird an der Ärztekammer Sachsen-Anhalt angesiedelt. Seitdem informiert die KOSTA Studenten und Absolventen der Universitäten Halle und Magdeburg über die Möglichkeit und Inhalte einer Weiterbildung im Fachgebiet Allgemeinmedizin und erfasst die landesweit vorhandenen ambulanten und stationären Weiterbildungsangebote. Zudem fördert sie die Bildung von Weiterbildungsverbünden, berät Ärztinnen und Ärzte bei der Planung und Durchführung ihrer Weiterbildung, erstellt individuelle Weiterbildungspläne, vermittelt Tutoren für die Weiterbildung und unterstützt bei der Beantragung von Fördermitteln. Am 28. Januar 2015 wird die KOSTA – bislang eine gemeinsame Einrichtung von Ärztekammer und Kassenärztlicher Vereinigung – um die Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt (KGSAN) erweitert.

Dr. med. Simone Heinemann-Meerz, Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, wirbt beim 121. DÄT 2018 in Erfurt für die Staatsprüfung für Ärzte aus Drittstaaten
Dr. med. Simone Heinemann-Meerz wirbt beim 121. DÄT 2018 in Erfurt für die Staatsprüfung für Ärzte aus Drittstaaten

Integration von Ärztinnen und Ärzten aus Drittstaaten

Das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration beauftragt die Ärztekammer mit der Durchführung eines Deutsch-Sprachtests für ausländische Berufsangehörige ab dem 1. Januar 2015. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Dorothea Erxleben Lernzentrum Halle. Dort wird seit 2014 die Kenntnisprüfung für Ärztinnen und Ärzte aus Nicht-EU-Staaten durchgeführt, die eine Approbation in Sachsen-Anhalt anstreben, da jeder Antragsteller aus einem Drittstaat (Nicht-EU-Staat) eine Kenntnisprüfung ablegen muss, wenn signifikante Unterschiede zwischen der Ausbildung im Herkunftsland und der ärztlichen Ausbildung in Deutschland bestehen. Im Rahmen des 121. DÄT 2018 und des 122. DÄT 2019 werden die Entschließungsanträge der Ärztekammer zur Etablierung eines bundesweiten Registers von Ärzten mit nichtbestandenen Kenntnisprüfungen aus Nicht-EU-Staaten angenommen.

Dr. Simone Heinemann-Meerz (4. v. links) und die Delegierten der Ärztekammer Sachsen-Anhalt auf dem 122. Deutschen Ärztetag in Münster
Die Delegierten der Ärztekammer Sachsen-Anhalt auf dem 122. Deutschen Ärztetag in Münster

Die Ärztekammer setzt sich für ein einheitliches Prüfungsverfahren zur fachlichen Eignung ausländischer Ärzte aus Drittstaaten ein. Dieses Anliegen vertritt die Präsidentin der Ärztekammer, Frau Dr. Heinemann-Meerz, am 12. Februar 2020 vor dem Ausschuss für Gesundheit des Deutschen Bundestages.


Medizin und Asyl in Sachsen-Anhalt

Angesichts der zunehmenden Probleme bei der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen findet am 5. November 2015 auf Einladung der Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt eine Beratung und ein Austausch aller für die Versorgung Verantwortlichen und an der Versorgung Beteiligten zur Klärung der vielfältigen ungelösten Fragen statt.

Im Ergebnis dieser Veranstaltung entsteht ein Gesundheitsheft für Flüchtlinge in den Sprachen Deutsch-Arabisch und Deutsch-Dari. Ende 2015 bzw. Anfang 2016 führt die Ärztekammer zusammen mit der Kassenärztlichen Vereinigung drei Veranstaltungen für Ärztinnen und Ärzte zum Thema „Medizinische Behandlung von Asylsuchenden und Flüchtlingen“ durch. Schwerpunkte sind die kulturellen Besonderheiten und Vorschriften in der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen.

Professor Dr. med. habil. Uwe Ebmeyer, Vizepräsident der Ärztekammer, führt das Gespräch mit den Universitätsklinika und den Parlamentariern (1. von links).


Universitätsmedizin Sachsen-Anhalt


Am 21. November 2016 richtet die Ärztekammer einen parlamentarischen Abend aus, zu dem über die finanziellen Erfordernisse der Universitätsmedizin Sachsen-Anhalt diskutiert wird. Professor Dr. med. habil. Uwe Ebmeyer, Vizepräsident der Ärztekammer, führt das Gespräch mit den Universitätsklinika und den Parlamentariern (1. von links).

Gründung der Arbeitsgruppe „Junge Ärzte“

„Dialog mit jungen Ärztinnen und Ärzten“ am 27. Mai 2019 in Münster: Dr. med. Till Leber und Martin Lohrengel als Vertreter der AG „Junge Ärzte“ gemeinsam mit dem damaligen Präsidenten der Bundesärztekammer, Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery (von links)
„Dialog mit jungen Ärztinnen und Ärzten“ am 27. Mai 2019 in Münster: Dr. med. Till Leber und Martin Lohrengel als Vertreter der AG „Junge Ärzte“ gemeinsam mit dem damaligen Präsidenten der Bundesärztekammer, Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery (von links)

Bundesweit nehmen die Bestrebungen zu, junge Ärztinnen und Ärzte an die berufspolitische Arbeit heranzuführen. So hat sich bereits seit Juni 2017 eine kleine Gruppe von interessierten jungen Ärzten zu Gesprächsrunden zusammengefunden, um die alltäglichen Probleme junger Ärzte/innen zu thematisieren.

Zwei Vertreter dieser Runde nehmen erstmals an dem im Vorfeld des 121. Deutschen Ärztetages 2018 in Erfurt durchgeführten „Dialog mit jungen Ärztinnen und Ärzten“ zur „Berufszufriedenheit junger Ärztinnen und Ärzte“ teil.

Am 20. Juni 2018 stimmt der Vorstand der Gründung einer Arbeitsgruppe in der Ärztekammer Sachsen-Anhalt zu. Auch 2019 werden zwei Mitglieder der Arbeitsgruppe als Vertreter der Ärztekammer Sachsen-Anhalt zum 122. Deutschen Ärztetag nach Münster delegiert und nehmen dort am Dialog mit dem Titel „Die Versorgung von morgen – wie wollen die nächsten Generationen die Patientenversorgung sicherstellen?“ teil.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe beteiligen sich u. a. an der Vorbereitung zur Evaluation der Weiterbildungsbefugten, der Gestaltung des Informationsmaterials der Ärztekammer sowie an der Intensivierung der Kontakte zu den Medizinstudierenden Sachsen-Anhalts, durch Präsentation der Ärztekammer auf Informationsveranstaltungen.

Die Ärztekammer beteiligt sich beim gemeinsamen „Wandern mit Herzblut“ am  6. September 2019 in Halle
Die Ärztekammer beteiligt sich beim gemeinsamen „Wandern mit Herzblut“ am 6. September 2019 in Halle

Initiativen gegen Herzerkrankungen in Sachsen-Anhalt

Als Reaktion auf die Meldungen, dass in Sachsen-Anhalt im Bundesvergleich die meisten Menschen an Herzerkrankungen sterben, wird 2017 der Verein „Herzblut für Sachsen-Anhalt e. V.“ unter Beteiligung der Ärztekammer ins Leben gerufen.

Schirmherr des Projektes ist Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, zur Herzgesundheit durch Sensibilisierung, Aufklärung und Beratung beizutragen.

Mit der jährlichen Aktion „Wandern mit Herzblut“, welche unter Beteiligung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt stattfindet, wird auf Herzkreislauferkrankungen und deren Risikofaktoren aufmerksam gemacht und gezeigt, dass man mit körperlicher Aktivität seine Gesundheit aktiv stärken kann.

Titelseite der Online-Sonderausgabe  der neuen WBO 2020
Titelseite der Online-Sonderausgabe der neuen WBO 2020

Neue Weiterbildungsordnung tritt in Kraft

Zum 1. Juli 2020 tritt eine neue kompetenzbasierte WBO der Ärztekammer in Kraft. Kern der Neuregelungen sind die mit der Weiterbildung künftig verbundenen fachlichen Anforderungen und die didaktische Ausrichtung der neuen WBO. Die zu erwerbenden Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten werden künftig aufgeteilt in „Kognitive und Methodenkompetenzen“ (Kenntnisse) und in „Handlungskompetenzen“ (Erfahrungen und Fertigkeiten).

Zeitgleich erfolgt die Etablierung des elektronischen Logbuchs zur Dokumentation der ärztlichen Weiterbildung.

 

 

 

30 Jahre Ärztekammer Sachsen-Anhalt –
Wichtige Ereignisse von 1990 bis 2020


erste Ausgabe des Ärzteblattes Sachsen-Anhalt als offizielles Mitteilungsblatt der Ärztekammer Sachsen-Anhalt1990

15. Februar: Gründung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt als eingetragener Verein

7. Juli: 1. Ärztetag Sachsen-Anhalt in Halle – Beratung der Ordnungen und Satzungen der ärztlichen Selbstverwaltung

15. August: Ärztekammer erhält den Status als Körperschaft des öffentlichen Rechts

8. Oktober: Veröffentlichung der ersten Ausgabe des Ärzteblattes Sachsen-Anhalt als offizielles Mitteilungsblatt der Ärztekammer Sachsen-Anhalt

15. Oktober: Die Ärztekammer beantragt den Beitritt zur Bundesärztekammer. Prof. Dr. med. habil. Walter Brandstädter wird am 26. Mai 1995 zum Vizepräsidenten der Bundesärztekammer gewählt.

Prof. Dr. med. habil. Walter Brandstädter, erster Präsident der Ärztekammer Sachsen-Anhalt (1991-1999)
Prof. Dr. med. habil. Walter Brandstädter, erster Präsident der Ärztekammer Sachsen-Anhalt (1991-1999)

1991

20. April: Gründung des Altersversorgungswerkes Sachsen-Anhalt

29. Juni: Die Kammerversammlung der I. Wahlperiode (1991-1995) wählt Prof. Dr. med. habil. Walter Brandstädter zum Präsidenten und Dr. med. Henning Friebel sowie Dr. med. Gerlinde Weise zu Vizepräsidenten.

1. Juli: Inkrafttreten der ersten Weiterbildungsordnung (WBO) der Ärztekammer Sachsen-Anhalt


1993

1. März: Etablierung der Projektgeschäftsstelle für die freiwillige externe Qualitätssicherung ausgewählter Krankenhausleistungen in der Ärztekammer Sachsen-Anhalt


1995

Juni: Einzug in das neue Verwaltungsgebäude im Doctor-Eisenbart-Ring in Magdeburg

17. Juni: Die Kammerversammlung der II. Wahlperiode (1995-1999) wählt Prof. Dr. med. habil. Walter Brandstädter zum Präsidenten und Dr. med. Henning Friebel zum Vizepräsidenten.


1996

1. Januar: Die Akademie für medizinische Fort- und Weiterbildung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt nimmt ihre Tätigkeit auf.

2. August: Erstmalige Durchführung einer zentralen Freisprechung in der Ärztekammer Sachsen-Anhalt für Arzthelfer/innen, die die Abschlussprüfung erfolgreich bestanden haben


1997

8. November: Beschluss über die Einführung eines freiwilligen Fortbildungsdiploms als Nachweis der persönlichen Fortbildungsaktivitäten der Ärzte

Dr. med. Henning Friebel, Präsident der Ärztekammer Sachsen-Anhalt (1999-2011)
Dr. med. Henning Friebel, Präsident der Ärztekammer Sachsen-Anhalt (1999-2011)

1999

26. Juni: Die Kammerversammlung der III. Wahlperiode (1999-2003) wählt Dr. med. Henning Friebel zum Präsidenten und Dr. med. Friedrich-Wilhelm Onnasch zum Vizepräsidenten.


2000

18. Oktober: Verleihung der ersten Ehrennadeln der Ärztekammer Sachsen-Anhalt anlässlich des 10-jährigen Bestehens an Prof. Dr. med. habil. Walter Brandstädter, Dr. med. Walter Kudernatsch, Prof. Dr. med. Gustav Osterwald und Dr. med. Klaus Penndorf (†)


2001

10. Januar: Das erste Fortbildungsdiplom der Ärztekammer Sachsen-Anhalt wird überreicht.

10. November: Neufassung der Prüfungsordnung für die Durchführung von Abschlussprüfungen für Arzthelfer/innen


2003

Mai: Die Ärztekammer führt erstmals ausbildungsbegleitende praktische Übungen für Auszubildende und Umschüler im Rahmen ihrer Berufsausbildung zur Arzthelferin/zum Arzthelfer durch.

21. Juni: Die Kammerversammlung der IV. Wahlperiode (2003-2007) wählt Dr. med. Henning Friebel zum Präsidenten und Dr. med. Friedrich-Wilhelm Onnasch zum Vizepräsidenten.


2005

Etablierung der Ärztlichen Stellen nach der Strahlenschutzverordnung für Nuklearmedizin und für Strahlentherapie an der Ärztekammer Sachsen-Anhalt

16. April: Beschluss einer neuen WBO und Einführung neuer Facharztbezeichnungen („Orthopädie und Unfallchirurgie“, „Innere Medizin und Geriatrie“) sowie einer neuen Zusatzbezeichnung („Kardiale Magnetresonanztomografie“) mit  Prüfungspflicht für alle ärztlichen Anerkennungen nach der WBO

Der Präsident der Ärztekammer, Dr. med. Henning Friebel, eröffnet 2006 den  109. Deutschen Ärztetag in Magdeburg
Der Präsident der Ärztekammer, Dr. med. Henning Friebel, eröffnet 2006 den 109. Deutschen Ärztetag in Magdeburg

2006

23. bis 26. Mai: Die Ärztekammer Sachsen-Anhalt ist Gastgeber für den 109. Deutschen Ärztetag in Magdeburg.

1. August: Die Verordnung über die Berufsausbildung zur/zum Medizinischen Fachangestellten tritt in Kraft.


2007

23. Juni: Die Kammerversammlung der V. Wahlperiode (2007-2011) wählt Dr. med. Henning Friebel zum Präsidenten und Dr. med. Simone Heinemann zur Vizepräsidentin.


2008

5. März: Der Vorstand beschließt die Errichtung einer Koordinierungsstelle für die Weiterbildung zum Facharzt in der Allgemeinmedizin (KOSTA).

8. November: Nach Inkrafttreten der Kreisgebietsreform ändert die Ärztekammer ihre Wahlordnung. Es werden sechs Wahlkreise gebildet.


2009

Die Ärztekammer startet gemeinsam mit der AOK Sachsen-Anhalt das Projekt „Gesund macht Schule“, mit dem Ziel der Gesundheitsförderung und Gesundheitserziehung in Grundschulen.

Dr. med. Simone Heinemann-Meerz, Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt (seit Juni 2011)
Dr. med. Simone Heinemann-Meerz, Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt (seit Juni 2011)

2011

18. Januar: Gründung einer gemeinsamen Koordinierungsstelle für die Weiterbildung in der Allgemeinmedizin mit der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA)

25. Juni: Die Kammerversammlung der VI. Wahlperiode (2011-2016) wählt Dr. med. Simone Heinemann-Meerz zur Präsidentin und Dr. med. Lutz Lindemann-Sperfeld zum Vizepräsidenten.

9. November: Durchführung der ersten Pressekonferenz zum Ärztemangel


2012

Ärztekammer und KVSA vereinbaren ein Fortbildungskonzept für gemeinsame interdisziplinäre Fortbildungsveranstaltungen für Ärzte.

Die Ärztekammer beschließt den Quereinstieg in die Allgemeinmedizin.

Die Ärztekammer bildet einen Ausschuss Transplantation und Organspende.


Das Ärzteblatt Sachsen-Anhalt erscheint in einem neuen Layout.2013

1. Januar: Das Ärzteblatt Sachsen-Anhalt erscheint in einem neuen Layout.

30. Juli: Die Ärztekammer wird beauftragt, die Zulassung niedergelassener Ärzte und medizinische Einrichtungen als Gelbfieberimpfstelle zu erteilen und zu überwachen.

9. November: Beschluss einer Amtszeitbegrenzung des Präsidenten bzw. der Präsidentin von grundsätzlich zwei Legislaturperioden – ein Novum unter den Ärztekammern; Beschluss der Fortbildungsordnung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt als Bestandteil der Berufsordnung


2014

Einführung der Fobi@pp für die Fortbildungssuche über das Smartphone.


Herausgabe einer Kammer-Chronik anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Ärztekammer 2015

1. Januar: Etablierung eines Deutsch-Sprachtests  für ausländische Berufsangehörige in Zusammenarbeit mit dem Dorothea-Erxleben-Lernzentrum an der MLU in Halle

1. Februar: Das Portal für die elektronische Kommunikation mit den Mitgliedern der Ärztekammer geht online.

2. September: Herausgabe einer Kammer-Chronik anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Ärztekammer

13. November: Durchführung der ersten Lecture zu Ehren von Dorothea Christiane Erxleben anlässlich ihres 300. Geburtstages, die von der Medizinischen Fakultät der Universität Halle-Wittenberg und der Ärztekammer organisiert wird.

2016

1. Mai: Einführung der Zusatzweiterbildung Transplantationsmedizin als erste Ärztekammer in Deutschland

Die Kammerversammlung der aktuellen VII. Wahlperiode (2016-2021) wählt Dr. med. Simone Heinemann-Meerz zur Präsidentin und PD Dr. med. habil. Uwe Ebmeyer zum Vizepräsidenten.25. Juni: Die Kammerversammlung der aktuellen VII. Wahlperiode (2016-2021) wählt Dr. med. Simone Heinemann-Meerz zur Präsidentin und PD Dr. med. habil. Uwe Ebmeyer zum Vizepräsidenten.

26. September: Die Ärztekammer stellt den ersten elektronischen Arztausweis aus.


2017

17. Juni: Gründung der Klinische Krebsregister Sachsen-Anhalt GmbH in Trägerschaft der Ärztekammer Sachsen-Anhalt

28. November: Der Verein „Herzblut für Sachsen-Anhalt e. V.“ wird unter Beteiligung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt ins Leben gerufen.


2018

1. November: Start einer kontinuierlichen Evaluation der Weiterbildungsbefugten und der Weiterbildungsstätten durch Ärzte in Weiterbildung. Initiator ist die Arbeitsgruppe „Junge Ärzte“.

3. November: Eröffnung der Möglichkeit zur Fernbehandlung durch Änderung der Berufsordnung zum 01.01.2019.


2019

13. April: Etablierung des Ausschusses „Medizinische Fachberufe im Gesundheitswesen“

1. Mai: Ansiedlung und Inbetriebnahme der Geschäftsstelle der Landesarbeitsgemeinschaft für die sektorenübergreifende externe Qualitätssicherung an der Ärztekammer

14. Mai: Aufnahme der Ärztekammer Sachsen-Anhalt im Krankenhausplanungsausschuss


2020

1. Juli: Inkrafttreten einer neuen kompetenzbasierten Weiterbildungsordnung und Etablierung des elektronischen Logbuchs