Die „Plattform §65c“ ist die bundesweite Dachorganisation der klinischen Krebsregister der Bundesländer. Das Gremium stimmt fachliche Fragestellungen und Verfahrensabläufe zwi-schen den klinischen Krebsregistern in den einzelnen Bundesländern ab und erarbeitet einheitliche Empfehlungen. Ab sofort informiert die Plattform auf einer eigenen Website über ihre Aufgaben: www.plattform65c.de

Seit August 2018 beheimatet das Klinische Krebsregister Sachsen-Anhalt die Koordinierungsstelle der §65c-Plattform und stellt damit einen zentralen Knotenpunkt in der bundesweiten Kommunikation aller Register dar. Auch die nun entstandene Website wird vom Register in Sachsen-Anhalt betrieben sowie redaktionell in Zusammenarbeit mit allen Registern bearbeitet.

Der Name „Plattform §65c“ leitet sich aus dem entsprechenden Paragrafen des Krebsfrüherkennungs- und -registergesetzes (KFRG) des SGB V ab, das 2013 in Kraft trat. Das KFRG verpflichtet die Länder, flächendeckend klinische Krebsregister nach den Vorgaben des §65c SGB V zu errichten. Ziel der „Plattform §65c“ ist es, unter Beachtung der Bundes- und Landesregelungen, möglichst einheitliche Verfahren für die flächendeckende klinische Krebsregistrierung festzulegen. Zusätzlich bildet die Plattform das gemeinsame politische Sprachrohr der klinischen Register.

So bezieht die Dachorganisation der klinischen Krebsregister selbstverständlich auch Stellung zum erschienenen Referentenentwurf eines Gesetzes zur Zusammenführung von Krebsregisterdaten. Dieses verfolgt das Ziel, die bundesweite Verfügbarkeit und Zusammenführung der klinischen und epidemiologischen Daten von Patienten mit Krebserkrankungen zu verbessern. Dazu sollen die Daten der klinischen und epidemiologischen Krebsregister in einem zweistufigen Prozess zusammengeführt werden. Die „Plattform §65c“ hat zum Gesetzesentwurf Stellung genommen; darin heißt es unter anderem: „Die Plattform §65c begrüßt ausdrücklich das Vorhaben des Bundesministeriums für Gesundheit, die in den flächendeckenden klinischen Krebsregistern gesammelten Daten auch länderübergreifend zusammenzuführen, besser nutzbar zu machen und somit das Potenzial versorgungsnah erfasster Daten für die Darstellung und Verbesserung der Qualität der Versorgung von Krebspatientinnen/Krebspatienten und für die Forschung/Versorgungsforschung weiter auszuschöpfen.“

Alle ausführlichen Dokumente und Informationen finden Sie u. a. auf der Website des Klinischen Krebsregisters Sachsen-Anhalt www.kkr-lsa.de.

Kontakt:
Klinische Krebsregister Sachsen-Anhalt gGmbH
Doctor-Eisenbart-Ring 2
39120 Magdeburg

Geschäftsführer:
Prof. Dr. Edgar Strauch
Tel.: 0391 60745340
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Pressekontakt: Susanne Seidler
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