Prof. Dr. med. habil. Udo Rebmann (l.) erhält das Ehrenzeichen der Ärztekammer Sachsen-Anhalt vom Präsidenten der Ärztekammer, Prof. Dr. med. habil. Uwe Ebmeyer (Foto: ÄKSA)
Prof. Dr. med. habil. Udo Rebmann (l.) erhält das Ehrenzeichen der Ärztekammer Sachsen-Anhalt vom Präsidenten der Ärztekammer, Prof. Dr. med. habil. Uwe Ebmeyer (Foto: ÄKSA)

„… und wie wohl tut ein Wort zur rechten Zeit!“ postulierte König Salomo vor fast 3000 Jahren.


Liebe Kolleginnen und Kollegen, ein Wort des Dankes tut gut! Es freut mich sehr, heute und hier dieser Tradition folgen zu dürfen, um Herrn Prof. Dr. med. habil. Udo Rebmann zu ehren.

Udo Rebmann wurde 1951 in Oldisleben (Thüringen) geboren, ging dort und später in Roßleben zur Schule, machte sein Abitur – lernte gleichzeitig den Beruf des Schlossers und absolvierte im Anschluss sein Medizinstudium an der Martin-Luther-Universität in Halle. Nach kurzen beruflichen Abstechern nach Magdeburg, dort wurde ihm 1980 auch die Doktor-Würde verliehen, und Neubrandenburg, während dieser Zeit erwarb er die Facharztqualifikation als Urologe, arbeitete er 12 Jahre lang als Oberarzt an der Urologischen Klinik des Universitätsklinikums in Halle.

Sein wissenschaftliches Interesse fokussierte sich sehr schnell auf das noch junge Gebiet der Transplantationsmedizin; er beschäftige sich mit Fragen der Spenderkonditionierung und der Nierenkonservierung. Seine wissenschaftlichen Arbeiten erhielten ihre ersten großen Würdigungen mit seiner Habilitation 1987 und der Verleihung der Facultas Docendi zwei Jahre später. Die Transplantationsmedizin blieb für viele Jahre ein fester und sehr wichtiger Bestandteil seines beruflichen Schaffens. Die Medizinische Fakultät in Halle würdigte die Leistungen von Herrn Rebmann im Mai 1994 mit einer außerplanmäßigen Professur. 1994 war für Professor Rebmann gewiss ein ganz besonderes Jahr. Kaum ein halbes Jahr nach Verleihung der Professur verlegte er seinen beruflichen Mittelpunkt an die Anhaltinische Diakonissenanstalt Dessau, wo er fortan als Chefarzt die Verantwortung für die dortige Urologische Klinik übernahm. Wir alle wissen um den herausragenden Ruf, den Udo Rebmann und sein Team überregional bei Patienten und Kollegen hatten. Als Ärztlicher Direktor von 2001 bis 2019 gestaltete er über viele Jahre die medizinische Versorgung in seinem Haus mit. In Dessau verlagerte sich Professor Rebmanns klinisches und wissenschaftliches Interesse in Richtung Tumormedizin.

Eng verbunden mit seiner klinischen Tätigkeit in Dessau ist auch sein intensives Wirken als Vorstandsmitglied im Tumorzentrum Anhalt; einem der drei Zentren aus denen später das Klinische Krebsregister Sachsen-Anhalt hervorgegangen ist.

Professor Rebmann ist ein Arzt und Kollege, der sich stets über seine ärztlichen Verpflichtungen hinaus berufspolitisch eingebracht hat. Nicht zuletzt sein bis heute ungebrochenes Engagement und seine besonderen Leistungen sind Anlass, Herrn Professor Rebmann mit dem Ehrenzeichen der Ärztekammer Sachsen-Anhalt zu würdigen. Ein weiterer Grund betrifft die Ärztekammer Sachsen-Anhalt selbst. 1995 begann mit seiner Berufung zum Mitglied der Fach- und Prüfungskommission für das Gebiet der Urologie, die er seit 1997 auch als Vorsitzender vertrat; eine umfassende ehrenamtliche Tätigkeit für die ärztliche Selbstverwaltung in unserem Land.

Udo Rebmann war zehn Jahre ein von allen Kollegen sehr geschätztes Vorstandsmitglied der Ärztekammer Sachsen-Anhalt. In dieser Zeit vertrat er auch als Delegierter beim Deutschen Ärztetag die Interessen der Ärzteschaft unseres Landes. Insbesondere auf dem Gebiet der Weiterbildung hat Professor Rebmann sowohl in Sachsen-Anhalt im Ausschuss Weiterbildung als auch im Widerspruchsausschuss große „Fußabdrücke“ hinterlassen.

Als Vorsitzender im Ausschuss Ärztliche Weiterbildung wirkte er landes- und bundesweit in hohem Maße an der Gestaltung der neuen Weiterbildungsordnung mit. Ich weiß nicht, an wie vielen Sitzungen und Beratungen er dafür hat teilnehmen müssen; es müssen wohl hunderte gewesen sein.

Als Beauftragter des Vorstandes war Professor Rebmann insbesondere bei Weiterbildungsangelegenheiten ein zuverlässiges Bindeglied zwischen Haupt- und Ehrenamt. Dafür gebührt ihm unser aufrichtiger Dank und der eines jeden Weiterbildungsassistenten und eines jeden Weiterbildungsbefugten in unserem Land. 2017 wurde Professor Rebmann durch den Ministerpräsidenten Haselhoff für seine Verdienste für die Bürger unseres Landes das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Für sein herausragendes Engagement, verbunden mit seinem außergewöhnlichen persönlichen Einsatz, wird Herr Professor Udo Rebmann mit dem Ehrenzeichen der Ärztekammer Sachsen-Anhalt geehrt.

Prof. Dr. med. habil. Uwe Ebmeyer
Präsident der Ärztekammer Sachsen-Anhalt
Magdeburg, 6. November 2021