Mit einem aufgeschlossenen Ansatz aus dem Corona-Lockdown – Nur zusammen!

Dr. Simone Heinemann-Meerz
Dr. Simone Heinemann-Meerz

Seit über einem Jahr befinden wir uns mehr oder weniger im Lockdown. Mit einem Wechsel zwischen Lockerung und Verschärfung oder Verlängerung fast identischer Maßnahmen. In dieser Zeit haben wir viel über das Virus gelernt, dennoch scheint der Politik der Blick über den Tellerrand nicht zu gelingen.

Ist das Ziel eine langfristige und wirkungsvolle Lockerungs- bzw. Öffnungsstrategie für den Ausstieg aus dem Corona-Lockdown zu entwickeln, kommt die Politik nicht umhin, auch den ärztlichen Sachverstand einzubeziehen – nicht nur den virologischen Tunnelblick. Nur mit durchdachten und fundierten Konzepten, die nicht stur einem Inzidenzwert folgen, ist der Weg aus den Beschränkungen möglich – ohne leichtsinnig zu werden (siehe auch S. 34).

Dabei ist der Schutz der Risikogruppen von zentraler Bedeutung sowie eine kluge und strukturierte Impfstrategie, um der Corona-Pandemie Herr zu werden. Ein wichtiger Schritt hin zur Normalität!

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Superwahljahr 2021

Dr. med. Uwe Rose
Dr. med. Uwe Rose

In diesem Jahr 2021 wählen in Deutschland insgesamt sechs Bundesländer ihre Landesparlamente. Im September wird dann auch die Bundestagswahl stattfinden. Ob und wie die Coronapandemie die geplanten Wahltermine beeinflussen wird, ist sicherlich zurzeit noch offen. Thüringen hat bereits die Wahl vom April in den September verschoben. Auch in unserem Bundesland Sachsen-Anhalt steht am 6. Juni die Landtagswahl an. Leider hat man den Eindruck, dass ein vorgezogener Wahlkampf der Parteien das Management der Coronakrise überschattet.

Speziell für die Ärzteschaft von Sachsen-Anhalt sollte 2021 ebenfalls ein Superwahljahr durch unsere Kammerwahl werden und dies ohne jegliche Wahlkampagnen von Parteien. Wie Sie wissen, endet im März 2021 mit der erneuten Wahl zur Kammerversammlung die 7. Wahlperiode des Ärzteparlaments von Sachsen-Anhalt.

In insgesamt sechs Wahlkreisen (Nord, Süd, Ost, West, Halle und Magdeburg) können 13.185 Mitglieder (Stand 31.12.2020) der Ärztekammer Sachsen-Anhalt (ÄKSA) ihre 37 Mitglieder in die Kammerversammlung wählen. Wir haben damit das Privileg, Ärztinnen und Ärzte aus allen Bereichen der Patientenversorgung, ob ambulant oder stationär, zu wählen. Es besteht für uns der Vorteil, das gesamte Spektrum der ärztlichen Erfahrung und Kompetenz in die Arbeit der Ärztekammer einzubringen.

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Licht am Ende des Tunnels

Dr. Simone Heinemann-Meerz
Dr. Simone Heinemann-Meerz

oder „Der nächste Urlaub kommt (hoffentlich) …“

„Wenn’s alte Jahr erfolgreich war, dann freue Dich auf’s Neue. Und war es schlecht, dann erst recht.“ (Söhler)

Das Jahr 2020 ist vorbei, es hat uns allen viel abverlangt. Hinter uns liegt ein Jahr im Ausnahmezustand, auch ein Jahr geprägt von Entsetzen, Ungläubigkeit und Empörung, ein Jahr mit sehr unterschiedlichen Sichtweisen auf die Realität. Ich bin sicher, alle freuen sich auf das Jahr 2021 mit hoffentlich besserer Aussicht, vermehrter Einsicht und gereifter Durchsicht. Über unsere freiheitlichen Grundrechte muss nicht diskutiert werden. Sie müssen erhalten bleiben. Die Beschränkung dieser Rechte obliegt dem Parlament. Das Gefühl, dass in einem abgeschlossenen Kreis das Schicksal des Landes detektiert wird, darf sich bei den Bürgern nicht festsetzen.

„Wer Recht erkennen will, muss zuvor in richtiger Weise gezweifelt haben.“ (Aristoteles)

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Weihnachtsgrüße

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Leserinnen und Leser,

wie jedes Jahr ist scheinbar auch dieses Jahr wie im Flug vergangen. Es war ein mehr als turbulentes Jahr, ein ungewöhnliches Jahr. Vielen von Ihnen wurde in diesem Jahr noch mehr abverlangt, als es unser Berufsstand ohnehin von uns fordert. Da die Weihnachtszeit auch die Zeit des Dankes ist, möchten wir Ihnen für Ihr Engagement unseren ausdrücklichen Dank aussprechen.

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Das Krankenhaus am Tropf der Politik

Prof. Dr. Uwe Ebmeyer Foto: Archiv
Prof. Dr. Uwe Ebmeyer
Foto: Archiv

Liebe Kolleginnen und Kollegen!

Wir alle wissen, dass viele unserer Krankenhäuser seit langem selbst krank sind; die meisten Behandlungsversuche der letzten Jahre haben eher zu einer „Verschlimmbesserung“ als zu einer Genesung beigetragen. Ein Grundleiden, das DRG Fallpauschalensystem, welches für verschiedene Fehlentwicklungen im Krankenhausbereich maßgeblich verantwortlich ist und die Arbeit zwischen den Sektoren eher behindert als unterstützt, wird in dieser Legislaturperiode wohl keinem Behandlungsversuch mehr unterzogen. Der Ruf nach einer Reform der Krankenhausfinanzierung erlag regelmäßig auch den Schuldzuweisungen und dem Kompetenzgerangel zwischen Bundes- und Länderpolitik. Und doch (und nicht zuletzt auch unter dem Eindruck der COVID-19 Pandemie) sind die Krankenhäuser nun verstärkt in den Fokus des Bundesministeriums für Gesundheit gerückt. Am 18. September 2020 hat der Deutsche Bundestag das Gesetz für ein Zukunftsprogramm Krankenhäuser (Krankenhauszukunftsgesetz – KHZG) beschlossen; der Bundesrat hat diesem am 9. Oktober zugestimmt. Hurra, hurra, naja. Erleben wir gerade die erste große Reform in der stationären Versorgung?

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