Ärzteblatt Sachsen-Anhalt 08/2013

Priv.-Doz. Dr. med. Uwe EbmeyerLiebe Kolleginnen und Kollegen!

Diskussionen um und über das Thema Ärztliche Weiterbildung sind keine Erfindung des letzten Ärztetages. Die unlängst in Hannover teilweise heftig geführten Debatten haben jedoch gezeigt, wie sehr dieses Thema unsere tägliche Berufsausübung beeinflusst. Frei nach Schwier gilt wohl: „Die (Weiter-)Bildungspolitik ist ein Teil von einer Kraft, die stets das Gute will und oft Probleme schafft“.

Da ist zum einen eine neue Generation an Weiterbildungsassistenten. Unsere in den 80er und 90er Jahren geborenen Kollegen haben klare Vorstellungen von der Art und Weise, wie ihre Weiterbildung ablaufen sollte, wie sich diese Weiterbildung mit ihrem Privatleben vereinbaren kann und welche Positionen sie in der traditionell eher hierarchischen Welt der Medizin einnehmen wollen. Können diese Komponenten nicht ausreichend in Einklang gebracht werden, so ist die Bereitschaft, in alternative Tätigkeitsfelder zu wechseln, relativ hoch. Die häufig auch als Generation Y Bezeichneten „wissen die Macht der Demographie hinter sich“ – wie es kürzlich in einem Beitrag des Ärzteblattes hieß. Diese durchaus berechtigten Erwartungen an eine moderne Weiterbildung in die Tat umzusetzen, wird in der Realität zunehmend schwieriger. Die ärztliche Weiterbildung – ein Gordischer Knoten? Die Legende vom Gordischen Knoten und dessen Lösung ist ja bekannt. Den Knoten zu lösen bedurfte es eines dramatischen, im wahrsten Sinne des Wortes einschneidenden Mittels, nämlich das des Schwertes. Die Diskussionen in der letzten Zeit lassen befürchten, dass sich die verschiedenen Aspekte der ärztlichen Weiterbildung nunmehr zu einem Gordischen Knoten entwickeln. Wer aber hält das Schwert in der Hand, diesen Knoten noch rechtzeitig zu lösen? Wer wird dieses „Schwert“ finanzieren?

Auf dem 116. Deutschen Ärztetag wurde das Thema ambulante ärztliche (Pflicht-) Weiterbildung und deren Finanzierung fast zu einer Zerreißprobe in der deutschen Ärzteschaft. Unstrittig ist, dass bestimmte Krankheitsbilder heute quasi nur noch im ambulanten Bereich gesehen, behandelt und eben auch nur dort den in Weiterbildung befindlichen Mitarbeitern vermittelt werden können. Eigentlich besteht bei nüchterner Betrachtung in diesem Punkt weitgehende Einigkeit. Nun aber kommt, wie es so oft in der Medizin der Fall ist, das Geld ins Spiel. Zu Recht wurde im wichtigsten Gremium der Deutschen Ärzteschaft die Frage nach der Finanzierung der ärztlichen Weiterbildung im ambulanten Sektor thematisiert und intensiv diskutiert. Es ist wohl klar, dass mit einer maximal zulässigen weiterbildungsbezogenen Leistungssteigerung von 3 % de facto in keiner Praxis die Finanzierung von Weiterbildungsassistenten – noch dazu unter Berücksichtigung tarifgerechter Bezahlung – erwirtschaftet werden kann. Die Forderung unserer niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen, die für die ärztliche Weiterbildung im ambulanten Sektor notwendigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, ist uneingeschränkt berechtigt und unterstützungswürdig. Gleichermaßen berechtigt wird aber auch von den an der Weiterbildung teilnehmenden Krankenhäusern (von denen es auch immer weniger gibt!) angemahnt, dass es auch für diese Form der Weiterbildung keine eigene, geschweige ausreichend gesicherte Finanzierung gibt. Ob der Facharzt im Krankenhaus selbst oder aber der in Weiterbildung befindliche Assistenzarzt unter fachärztlicher Aufsicht eine Prozedur durchführt, auf die Abrechnung im DRG-System hat dies bislang keine Auswirkung.

Gerät unter den gegebenen, zunehmend unter wirtschaftlichem Druck stehenden, Bedingungen die ärztliche Weiterbildung in Deutschland in Gefahr? Wie gehen WIR Ärzte mit dieser Situation um? Welch eine Überraschung: Wieder einmal haben die unterschiedlichen Bereiche der Ärzteschaft im Kern dasselbe Problem. Wieder einmal gibt es einen Punkt, an dem nur DIE ÄRZTESCHAFT geschlossen ihre berechtigten Forderungen gegenüber der Politik und der Gesellschaft artikulieren und durchsetzen kann. Wann lernen wir, dass das „teile-und-herrsche-Prinzip“, in welches sich die Ärzteschaft in der Vergangenheit nur allzu bereitwillig hat verwickeln lassen, in der Endkonsequenz immer nur zum Nachteil für den ganzen Berufsstand geführt hat? Zum Glück hat es der 116. Deutsche Ärztetag 2013 geschafft, in dieser wichtigen Frage der ärztlichen Selbstverwaltung einen für alle Beteiligten tragbaren Konsens herzustellen. Alles andere wäre eine Katastrophe mit verheerender Signalwirkung gewesen! Wie so oft ist nun die Politik am Zuge! Wird die ärztliche Weiterbildung nicht bald auf gesicherte finanzielle Beine gestellt, so wird es in naher Zukunft schwer werden, eine qualitativ hochwertige Weiterbildung unserer Assistenzärzte zu gewährleisten, egal ob in der niedergelassenen Praxis, dem Krankenhaus oder der Hochschulambulanz. Wir brauchen dringend eine neue Form der Finanzierung der ärztlichen Weiterbildung. Die Politik sollte begreifen, es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Weiter-Bildung, keine Weiter-Bildung (nach John F. Kennedy).

Priv.-Doz. Dr. med. Uwe Ebmeyer

Universitätsmedizin darf nicht in Frage stehen

Logo der Ärztekammer Sachsen-AnhaltDie Ärztekammer Sachsen-Anhalt warnt vor überzogenen Sparbemühungen oder gar Schließungsplänen an den medizinischen Universitätsstandorten Halle und Magdeburg.
„Der Wegfall eines der medizinischen Hochschulstandorte wäre fatal für die ärztliche Versorgung im Land. Wer über eine Schließung ernsthaft nachdenkt, ignoriert die Probleme im Land.“ wird die Kammerpräsidentin, Frau Dr. Simone Heinemann-Meerz, in der Pressemitteilung der Ärztekammer vom 23.04.2013 zitiert.
Im Vorfeld wurden Überlegungen der Landesregierung bekannt, neben erheblichen Sparmaßnahmen die Schließung eines medizinischen Hochschulstandortes samt Universitätsklinik zu forcieren.
Beide Universitätskliniken sind jedoch für die Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses wichtig und ein wesentliches Fundament für eine zukunftsorientierte medizinische Versorgung im ganzen Land. In Ergänzung ist die Hochleistungsmedizin eine zentrale Säule für die Behandlung von Patienten mit schweren oder seltenen Erkrankungen. Diese können meist nur von Universitätskliniken behandelt werden, da dort das notwendige Wissen vorhanden und gebündelt ist. Ebenso finden sich die Spezialisten dort, da Forschung und Lehre eng verzahnt sind, was Patienten mit nicht alltäglichen Erkrankungen hilft.

Die Argumentation, dass zwei Fakultäten nicht erforderlich sind, ist kurzsichtig. Über Jahre haben beide Fakultäten Schwerpunkte entwickelt. Ausbildung, Lehre und Forschung wurden auf zwei Standorte mit unterschiedlichen Forschungsinhalten abgestellt. „Genau dies hat vor 20 Jahren mit Weitsicht eine CDU-Vorgängerregierung beschlossen. Kurzsichtig wäre es, dies jetzt rückgängig zu machen. Kurzsichtig umso mehr vor dem Hintergrund, dass 60 Prozent der Mediziner im Land 50 Jahre und älter sind und medizinischer Nachwuchs dringend benötigt wird. Zumal die Schließung eines Standortes Restrukturierungskosten am anderen Standort in ungeahnter Höhe zur Folge hätte“, so die Präsidentin.
In der Pressemitteilung wurde zudem ein Gesprächsangebot an den neuen Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Hartmut Möllring gerichtet, welches zwischenzeitlich angenommen wurde. Auch über die hiesigen Medien wie Mitteldeutsche Zeitung und Mitteldeutscher Rundfunk warnte Frau Dr. Heinemann-Meerz vor übereilten Sparmaßnahmen der Landesregierung, welche die dringende notwendige Ausbildung des medizinischen Nachwuchses nicht aus den Augen verlieren darf.
Der Sparwille und die Diskussionen zur Einsparung eines Universitätsstandortes führten zu großen Protestaktionen. So versammelten sich am 30. April mehr als 7.000 Demonstranten in Halle. Auch die Online-Petition des Aktionsbündnisses „Halle bleibt“ erreichte in kurzer Zeit die erforderliche Anzahl von 50.000 Unterzeichnern. Einen Tag nach der Übergabe der Unterschriften, am 22.05.2013, erklärte Ministerpräsident Haseloff, dass beide Standorte erhalten bleiben können.

Die Ärztekammer Sachsen-Anhalt fordert weiter von der Politik, die Stimmen im Land nicht zu ignorieren und die hochschulmedizinische Ausbildung und Versorgung in Magdeburg und Halle zukunftssicher zu gestalten. Sie bietet sich gleichzeitig als Moderator für die drängenden Gespräche zwischen Politik und medizinischen Hochschulen an.


Ass. jur. Tobias Brehme
Pressesprecher

Sind die Universitäten noch zu retten?

Dr. Simone Heinemann-MeerzOder wird die Landesregierung den Rotstift ansetzen und auf Nachhaltigkeit verzichten?

So etwas hat es lange nicht gegeben. Studentinnen und Studenten, Hochschullehrer, der Rektor, der Dekan, Patientinnen und Patienten, Bürger von Halle haben gemeinsam mit Studenten aus Magdeburg und anderen Hochschulen aus Sachsen-Anhalt demonstriert. Mehr als 7.000 waren es auf dem halleschen Marktplatz - Gänsehaut.
Eine online-Petition „Halle bleibt“ brachte bis zum Redaktionsschluss mehr als 100.000 Unterstützer zusammen. Die Unterschriften wurden bereits dem Landtag übergeben.

Worum geht es? Sachsen-Anhalt ist hochverschuldet, der Landeshaushalt muss saniert werden, keine Frage.
Zwei Universitäten mit hohem Landesetat stehen auf dem Prüfstand. Hier möchte man das Einsparpotential heben. Schulden minus Einsparungen an den Universitäten gleich weniger Schulden - diese Rechnung geht jedoch nicht auf. Man kann ein Land nicht mit Exceltabellen regieren, sagte eine Rednerin auf der Demo. Sachsen-Anhalt vergreist, sagt Sozialminister Bischoff. Unsere Bevölkerung wird immer älter und die sie versorgenden Ärzte auch. Wir brauchen den Zuzug von jungen Leuten mit ihren Familien, die hier leben, die hier einkaufen, die Kulturlandschaft bereichern und damit dem Land ein Gesicht geben. Wenn in Halle 2.000 Studenten weniger durch die Stadt laufen und 1.300 in Magdeburg, dann ist das ein Gesichtsverlust für beide Städte.
Die Kosten pro Studienplatz und Jahr sollen offenbar ein Totschlagsargument sein. Auch das ist wenig schlüssig: Ein Medizinstudienplatz pro Jahr kostet z. B. in Halle ca. 26.000 € und im Bundesdurchschnitt ca. 29.000 €!
Von den Medizinabsolventen melden sich nach dem Studium knapp zwei Drittel bei der Ärztekammer Sachsen-Anhalt an. Das ist doch was! Warum möchte man hierauf verzichten? Der demographischen Entwicklung entgegenzutreten sollte oberste Priorität haben. Das ist nachhaltig, das ist strategisch klug, das ist eine Investition in die Zukunft.

Einsichtig mit Weitsicht handeln, damit die Aussichten gut werden - das ist das Erfordernis der Stunde.

Die Ärztekammer tritt für den Erhalt beider Standorte ein. Sicher können sich beide weiter profilieren und durch Spezialisierung noch effizienter werden. Jeder Standort muss nicht alles vorhalten. Die Ärztekammer bietet sich als Moderator an. Als Mitglied der Demographie-Allianz sollte das eine mögliche Handlungsoption sein.

Wir wollen auf unsere Universitäten nicht verzichten!

Dr. Simone Heinemann-Meerz
Präsidentin Ärztekammer Sachsen-Anhalt

Ärzteblatt Sachsen-Anhalt 05/2013

Dr. med. Petra BubelLiebe Kolleginnen und Kollegen,

„ vom Eise befreit ….“ - dabei sprach unser Dichterfürst vom Osterfest! Dennoch ist allenthalben die Freude groß, dass es doch noch Frühling geworden ist. Wir haben die berechtigte Hoffnung, dass einem grünen verregneten Weihnachtsfest, einem verschneiten Osterfest ein „liebliches“ Pfingstfest folgt.
Im Hinblick auf 500 Jahre Thesenanschlag Martin Luther im Jahr 2017 kam in der Lutherstadt Eisleben zum Jahresbeginn eine besondere Attraktion hinzu. Im letzten Jahr war es die restaurierte Taufkirche Martin Luthers mit dem gewaltigen Taufbecken und dieses Jahr eröffnete das restaurierte Sterbehaus Martin Luthers mit einem formidablen Museumsneubau. Beides ist ausgesprochen sehenswert! Da fügt es sich gut, dass wir durch eine Verordnung des bajuwarischen Bundesverkehrsministers nun wieder unser „altes“ Autokennzeichen – EIL – verwenden dürfen. – „Passt schon“ – wie man bei ihm zu Hause sagt.
All jene, die jetzt Arges vermuten, möchte ich umgehend beruhigen: Ich stehe nicht auf der Gehaltsliste des Tourismusvereins unserer Stadt, sondern ich mag sie einfach, meine Lutherstadt.

Apropos: Immer öfter, wenn ich morgens die Zeitung aufschlage, bekomme ich ein flaues Gefühl in der Magengegend, wenn ich lesen muss, was da alles über unseren Berufsstand geschrieben wird. Als Stichpunkte seien hier genannt der „Organtransplantationsskandal“, Korruption im Gesundheitswesen, unnötige Operationen, Kunstfehler, zu hohe Rechnungen etc. Es wird der Eindruck erweckt, als sei damit unser Berufsstand beschrieben, dabei geht es hier doch nur um wenige Ausnahmen. Wo bleibt eigentlich das Positive im Hinblick auf unsere verantwortungsvolle Tätigkeit zum Wohle unserer Patienten?
Pressefreiheit und Meinungsfreiheit sind ein hohes Gut, dennoch wünschte ich mir etwas mehr gründlichere Recher-che und weniger Meinungsmache!

Wer aus der Lutherstadt kommt, der weiß ein klares, ehrliches und vor allem offenes Wort immer zu schätzen. Lesen Sie Luthers Tischreden und Sie wissen, wovon ich rede.
Dr. Martin Luther: Bei ihm haben glücklicherweise alle passionierten Plagiatsjäger und Doktorarbeitsüberprüfer Sendepause – ihn können sie nicht zurücktreten – Halleluja!
Nun also auf ein herrliches Frühjahr, auf ein frohes Pfingstfest. Ich möchte endlich draußen sitzen können, ein Glas Wein trinken und warum nicht auch eine Pizza oder Lasagne essen? Diese allerdings nur frisch zubereitet z. B. bei meinem Lieblingsitaliener und nicht aus dem Tiefkühlfach. Schließlich erzählt man ja gern in froher Runde durchaus mal „vom Pferd“. Da will man schließlich nicht erleben, dass selbiges bereits vor einem auf dem Teller liegt.
Wie immer empfehle ich Ihnen nun die fachlich fundierten Artikel dieser Ausgabe unseres Ärzteblattes.
Es grüßt Sie herzlich

Ihre Petra Bubel

Kommunikation und kollegiale Zusammenarbeit

Dipl.-Med. H. ThurowIch finde es wichtig, im Bedarfsfall einen kompetenten Kollegen in der niedergelassenen Praxis oder im Kranken-haus ans Telefon zu bekommen, der mein Anliegen sofort versteht und gewillt ist, mir zu helfen, zum Beispiel bei Fragen zum Entlassungsbericht, Medikation, sozialer Nachsorge, Verordnung von Hilfsmitteln usw. Es geht einfach um notwendige Informationen und deren Übermittlung.
Im Idealfall funktioniert alles. Ich erreiche meinen Kollegen, habe alle gewünschten Informationen in kürzester Zeit vorliegen. Das bedeutet für mich wenig Zeitaufwand, keinen Frust und eine sichere Versorgung des Patienten, geringe Kosten, keine Doppeluntersuchungen. Damit kann ich gut arbeiten.
Wie sieht die Realität aus?
Im Krankenhaus nimmt ein Kollege einen Patienten stationär auf. Auf dem Einweisungsschein fehlen die bisherige Medikation, Allergiehinweise bzw. Unverträglichkeiten, wegweisende Laborbefunde – ganz einfach relevante krankheitsbezogene Informationen. Der stationär tätige Kollege versucht Rückfragen zu stellen – vergeblich:
niemand geht ans Telefon, ständig ist besetzt, außerhalb der Sprechzeiten ist niemand zu erreichen usw..
Im anderen Fall wird der Patient Freitagmittag entlassen mit Pflegebett und anderem Hilfsmittelbedarf sowie umfang-reicher, meist neuer Medikation. Der Hausarzt ist nicht mehr erreichbar. Das Dilemma ist vorausbestimmt, diesmal für den Patienten und dessen Angehörige. Umfangreiche und belastende Improvisationen sind die Folge.
Ein weiterer Casus soll hier beschrieben werden:
Ein Patient wird aus dem Krankenhaus entlassen. Da der Stationsarzt nicht zur Verfügung steht, muss ein Kollege, der den Patienten nicht kennt, die vorläufige Epikrise schreiben. In dieser finden sich Ungereimtheiten bezüglich der weiterführenden Therapie. Mittels Telefonat versucht nun der weiterbehandelnde Arzt, die offenen Fragen zu klären. Der Kollege, welcher die Entlassung vorgenommen hat, ist inzwischen in Folge dienstlicher Aktivitäten nicht erreichbar. Zum Leidwesen von Hausarzt und Patient ist es nur in sehr aufwendigen Schritten möglich, eine definitive Auskunft zu bekommen.
Aus den hier angeführten Beispielen ist zu erkennen, wie nützlich und wichtig eine gute Kommunikation und kollegiale Zusammenarbeit ist. Nur leider funktioniert sie in der Realität oft nicht.

Was können wir tun und was wären mögliche Ansatzpunkte, um dem gewünschten Ziel näher zu kommen?

-     gemeinsame Themenabende im kleinen Kreis (Krankenhäuser, niedergelassene Ärzte einer Region) mit Fehler-und Konfliktanalysen,
-      Suche nach Vernetzungsmöglichkeiten von stationärer und ambulanter Versorgung mit oder ohne Gesundheitskarte,
-     interdisziplinäre Stationsvisiten für niedergelassene Kollegen,
-     Abrechnungstechnische Anreize für bessere Kommunikation,
-     wiederkehrende Appelle für mehr kollegiale Achtung

Dies sind Vorschläge, die diskutiert werden sollten. Fest steht bei alledem jedoch, dass eine bessere Kommunikation und kollegiale Zusammenarbeit uns mehr Sicherheit, persönliche Zufriedenheit, weniger Zeitaufwand, geringeren finanziellen Aufwand, mehr Patientenzufriedenheit und weniger Konfliktpotential bringen.
Auf gute Zusammenarbeit!

Dipl.-Med. H. Thurow
Geschäftsstelle Dessau