Dr. Simone Heinemann-Meerz
Dr. Simone Heinemann-Meerz

Gemeinsam, gebiets- und sektorübergreifend für eine starke Selbstverwaltung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Wahl zur Kammerversammlung ist vollzogen. 11.946 Wahlberechtigte waren in Sachsen-Anhalt aufgefordert, in sechs Wahlkreisen ihre Standesvertreter zu wählen.
Entgegen dem bundesweiten Trend haben sich die Ärzte in Sachsen-Anhalt zahlreich an der Wahl zur Kammerversammlung beteiligt. Demnach haben 6.194 Ärzte von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Das sind fast 52 Prozent. Die aktuelle Wahlbeteiligung stellt damit die Höchste im bundesweiten Vergleich dar. Sie stärkt somit die Legitimation der Ärztekammer, die Belange und Interessen der Ärzte nach innen und außen zu vertreten. Das beutet einerseits eine hohe Verantwortung für alle gewählten Kollegen. Andererseits bedeutet dies aber auch, dass diese Ärzte das Vertrauen und die Mithilfe aller benötigen.

Die ärztliche Selbstverwaltung und die untrennbar damit verbundene Freiberuflichkeit sind ein hohes Gut. Das muss noch mehr in den Köpfen aller Kollegen verankert werden.Wir Ärzte haben aufgrund der besonderen beruflichen Qualifikation die Pflicht und die Freiheit, persönlich, eigenverantwortlich und fachlich unabhängig unsere Arbeit im Interesse des Gemeinwohls zu erbringen.
Das wird politisch nicht nur positiv gesehen. Zu gerne möchten einige Politiker uns dieser Möglichkeit berauben. Vielen ist noch die Äußerung von Ulla Schmidt 2003 auf einer Pressekonferenz der SPD bei der Vorstellung der Eckpunkte der Konsensverhandlungen zur Gesundheitsreform im Gedächtnis: „Man müsse endlich Schluss machen mit der Ideologie der Freiberuflichkeit.“

Wir – die Standesvertreter der Ärzte in diesem Land – werden alles tun, gemeinsam gebiets- und sektorübergreifend, damit genau das nicht passiert.
Viel zu oft hat der Staat schon in unsere Kompetenzen hineinreguliert. Durch immer neue Kostendämpfungsmaßnahmen, Verordnungen und Gesetze wird die Ärzteschaft gegängelt. Die Weiter- und Fortbildung, die Qualitätssicherung u. v. a. m. müssen in der Hand der Selbstverwaltung bleiben. Die ärztliche Therapiefreiheit gilt es zu schützen. Ärztliche Freiberuflichkeit bedeutet letztendlich ja auch Patientenschutz.
Das Subsidiaritätsprinzip muss der Staat ernst nehmen. In der Staatstheorie bedeutet dies, dass der Staat kein Selbstzweck ist, sondern DIENEN soll.

Wir werden ihn gemeinsam – wann immer nötig – daran erinnern!

Dr. Simone Heinemann-Meerz
Präsidentin

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