Dr. Simone Heinemann-Meerz
Dr. Simone Heinemann-Meerz

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

als ich mich vor fünf Jahren darum bewarb, Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt zu werden, habe ich – frei nach Martin Luther – erklärt:

„hier stehe ich und kann nicht anders“

Vor der diesjährigen Wahl, habe ich gesagt:

„hier stehe ich und kann immer noch nicht anders“

Bei meiner Wiederwahl im Juni habe mich über die sehr große Zustimmung und das damit verbundene Vertrauen sehr gefreut. Dafür bedanke ich mich herzlich.

Zu Beginn meiner Präsidentschaft habe ich mich für eine Amtszeitbegrenzung ausgesprochen. Die entsprechende Regelung finden Sie heute in unserer Hauptsatzung. Ein Novum in Deutschland. In fünf Jahren wird es also einen Wechsel geben. Ein erstes Versprechen ist damit umgesetzt worden.

Auch andere Ziele wurden Realität. So kommt das Ärzteblatt mit neuer inhaltlicher Gestaltung und einem neuem Outfit daher. Mit unserem Facebook-Auftritt erreichen wir zahlreiche junge Kollegen sowie Studenten. Wir haben eine konstante Presse- und Öffentlichkeitsarbeit eingeführt. Dadurch haben wir der Ärztekammer Stimme und Gesicht gegeben. Wir konnten Botschaften transportieren, werden ernst genommen und wir werden gefragt!

Die Kammer hat sich eingemischt und oft auch durchgesetzt.
Unsere Kollegen arbeiten nun auch in Gremien der Bundesärztekammer mit und sind zugleich weniger „berlinhörig“. Dies spiegelt sich beispielsweise in den gerade eingeführten Zusatzweiterbildungen „Krankenhaushygiene“ und „Transplantationsmedizin“ wider. Auch hier sind wir Vorreiter in Deutschland. Durchgesetzt hat sich die Kammer zudem als Zulassungsstelle für Gelbfieberimpfstellen oder der seit 2015 übernommenen Aufgabe der Fachsprachenprüfungen für ausländische Kollegen im Land. Schon 2007 habe ich nachlesbar geäußert:
„Ich möchte mich nachdrücklich dafür einsetzen, ein möglichst großes Maß an Konsens zwischen Haus-, Fach- und Krankenhausärzten herzustellen bzw. zu fördern.“

Dafür habe ich mich damals wie heute als Präsidentin engagiert. Beispielhaft dafür steht die verbesserte Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung mit regelmäßigem Austausch und gemeinsam organisierten Fortbildungen. Aber auch die KOSTA konnte mit viel Überzeugungsarbeit durch die beigetretene Krankenhausgesellschaft komplettiert werden.

Nur als Einheit und nicht als differente Parteien bilden wir eine wirkungsvolle Stimme, egal ob wir die Themen der Niedergelassenen oder der Krankenhausärzte aufgreifen.

Zusammenkommen ist ein Beginn,
Zusammenbleiben ein Fortschritt,
Zusammenarbeiten ein Erfolg.

(Henri Ford 30.07.1863, † 07.04.1947)

In der Ärztekammer ist kein Platz für Gezänk jedweder Art. KV, Hausarztverband, Facharztverband und Krankenhausgesellschaft können sich einbringen. Bestehende Differenzen müssen untereinander ausgetragen werden. Gerne ist die Ärztekammer bei Bedarf auch Moderator.

In den letzten Jahren sind eine Vielzahl von Netzwerken entstanden und viele persönliche Kontakte erleichtern heute die Arbeit. Das möchte ich dann gerne – später – planmäßig und geordnet übergeben.

Der Verantwortung für meine Wiederwahl bin ich mir bewusst. Ich freue mich auf fünf spannende und produktive Jahre, in denen wir zusammen noch viel erreichen müssen. Wir stehen Ihren Vorschlägen und Kritiken gleichermaßen offen gegenüber. Bitte sprechen Sie mit uns. Wir freuen uns auf Sie.

Ihre
Dr. Simone Heinemann-Meerz
Präsidentin

(function(i,s,o,g,r,a,m){i['GoogleAnalyticsObject']=r;i[r]=i[r]||function(){ (i[r].q=i[r].q||[]).push(arguments)},i[r].l=1*new Date();a=s.createElement(o), m=s.getElementsByTagName(o)[0];a.async=1;a.src=g;m.parentNode.insertBefore(a,m) })(window,document,'script','//www.google-analytics.com/analytics.js','ga'); ga('create', 'UA-46536808-1', 'aerzteblatt-sachsen-anhalt.de'); ga('set', 'anonymizeIp', true); ga('send', 'pageview');