„Blaue Hand“: Neues Logo kennzeichnet Schulungsmaterial

Gemeinsame Pressemitteilung Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte und Paul-Ehrlich-Institut

Ein neues Logo kennzeichnet künftig sogenanntes angeordnetes und behördlich genehmigtes Schulungsmaterial. Darüber informieren das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sowie das Paul-Ehrlich-Institut (PEI). Mit solchem Schulungsmaterial werden Arzneimittel versehen, bei denen die Informationen in der Packungsbeilage allein nicht ausreichen, um das Risiko bei der Anwendung zu minimieren. Das neue Logo zeigt eine stilisierte „Blaue Hand“ und ist dem Logo der „Roten Hand“ nachempfunden, mit dem sicherheitsrelevante Informationen zu Arzneimitteln gekennzeichnet werden. Es ist außerdem mit der Aufschrift „behördlich genehmigtes Schulungsmaterial“ versehen und wird auf das Schulungsmaterial selbst aufgedruckt.
Das angeordnete und behördlich genehmigte Schulungsmaterial wird u. a. auf den Internetseiten von BfArM und PEI bereitgestellt:

www.bfarm.de/schulungsmaterial
www.pei.de/schulungsmaterial

Weiterlesen ...

OPS 2017: DIMDI veröffentlicht endgültige Fassung

Logo DIMDIDas DIMDI hat die endgültige Fassung der Version 2017 des Operationen- und Prozedurenschlüssels (OPS) veröffentlicht. Eingeflossen sind 362 Vorschläge und zusätzliche Anforderungen aus der Weiterentwicklung der Entgeltsysteme für Krankenhausleistungen. Vorschläge kamen dabei zumeist von den Fachgesellschaften sowie von Fachleuten aus Ärzteschaft, Krankenkassen und Kliniken. Viele Prozeduren können mit der neuen Version präziser und differenzierter verschlüsselt werden.

Der OPS ist eine Grundlage für das pauschalierende Vergütungssystem G-DRG (German Diagnosis Related Groups) und für das PEPP-Entgeltsystem (Pauschalierte Entgelte in Psychiatrie und Psychosomatik). Das DIMDI gibt ihn jährlich neu heraus. Operationen und Prozeduren müssen im ambulanten und stationären Bereich nach dem OPS verschlüsselt werden.

In der vertragsärztlichen Versorgung sind ausschließlich die im Anhang 2 des einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM) aufgeführten Kodes zu verwenden. Ärzte und Dokumentare in den Krankenhäusern sind verpflichtet, Operationen und Prozeduren nach den Deutschen Kodierrichtlinien (DKR) zu kodieren; in psychiatrischen und psychosomatischen Einrichtungen sind die Deutschen Kodierrichtlinien für die Psychiatrie/Psychosomatik (DKR-Psych) heranzuziehen. Die Kodierrichtlinien werden von den Selbstverwaltungspartnern gemeinsam vereinbart.
Die Kodierung erfolgt auf Basis des Systematischen Verzeichnisses des OPS. Das zugehörige Alphabetische Verzeichnis erleichtert die Arbeit mit dem OPS in der Praxis.

Weiterlesen ...

MedGuide – Medizinischer Sprachführer

Deutsch/Arabisch/Farsi

Über diesen Sprachführer
Dieser medizinische Sprachführer erleichtert die Kommunikation mit arabisch- oder farsi/persisch-sprechenden Patienten. So können Sie auch ohne Dolmetscher eine ausführliche Anamnese und einen klinischen Befund erheben und dem Patienten bestimmte Behandlungsschritte wesentlich leichter erläutern.

Auf 100 Seiten finden sich zahlreiche Anleitungen mit aussagekräftigen Illustrationen, die typisch sind für die Hausarzt-Praxis, für Fachärzte der Inneren Medizin und in der Klinik/Notaufnahme. Ein Werk mit dieser Detailtiefe ist in Deutschland erstmals verfügbar.

Der Inhalt ist unterteilt in:

  • Beschwerden
  • Vorgeschichte
  • Körperliche Untersuchungen
  • Therapie und Operation


Aspekte wie Patienteninformationen, Verhaltensregeln im Krankenhaus allgemein oder bei Infektion und weiteres mehr runden den MedGuide ab.

Weiterlesen ...

BÄK veröffentlicht Leitfaden für Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen

Logo BundesärztekammerDie Bundesärztekammer (BÄK) unterstützt Krankenhäuser mit einem Leitfaden bei der Implementierung und Durchführung von Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen (M & MK). Dazu erklärt Dr. Günther Jonitz, Vorstandsmitglied und Vorsitzender der Qualitätssicherungsgremien der BÄK: „Morbiditäts- und Mortalitätskonferenzen sind ein Instrument des Risiko- und Qualitätsmanagements, mit dem besondere Behandlungsverläufe wie unerwünschte Ereignisse oder Todesfälle systematisch aufgearbeitet werden können. Solche Konferenzen zielen darauf ab, insbesondere in klinischen Prozessen Verbesserungspotentiale zu erkennen und umzusetzen.“
Mit der Veröffentlichung des Leitfadens steht nach den Curricula für „Ärztliches Qualitätsmanagement“ und „Ärztliche Führung“ sowie dem Curriculum und dem Leitfaden „Ärztliches Peer Review“ ein weiterer Baustein zur Unterstützung der Qualitätsentwicklung in der Patientenversorgung bereit.

Gerade im englischsprachigen Raum haben M & MK im Rahmen der ärztlichen Weiterbildung eine lange Tradition. In Deutschland wird das Instrument, das aus den klinischen Fallkonferenzen in Krankenhäusern hervorgegangen ist, seit einigen Jahren wiederentdeckt. Jonitz: „Diesen Trend gilt es zu befördern. Der klinische Alltag steht mehr und mehr im Zeichen von Arbeitsverdichtung. Gleichzeitig for-dern Politik und Gesellschaft eine immer leistungsfähigere und perfektere Medizin. Ebenso allgegenwärtig sind die Rufe nach mehr Transparenz, Partizipation, Qualitätsorientierung und effektivem Risikomanagement. Und die Fortschritte sind hier unverkennbar. Das notwendige Bewusstsein für eine patientenorientierte Sicherheitskultur kann aber weder angeordnet noch von heute auf morgen flächendeckend implementiert werden. Ein solcher Kulturwandel vollzieht sich schrittweise. Die Einführung von M & MK ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung.“
Der Leitfaden steht auf der Internetseite der Bundesärztekammer als kostenloser Download bereit: www.t1p.de/Leitfaden-MMK

Medizinische Fachbegriffe verständlich erklärt – Neues Wörterbuch auf Patienten-Information.de

Logo Ärztliches Zentrum für Qualität in der MedizinUm das Arzt-Patienten-Gespräch zu erleichtern, hat das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) sein Angebot auf dem Patientenportal „Patienten-Information.de“ erweitert.

Neu hinzugekommen ist ein Wörterbuch, das Fachbegriffe und gängige Abkürzungen zu häufigen Erkrankungen wie koronare Herzkrankheit oder Diabetes allgemeinverständlich erklärt. Interessierte erfahren dort zum Beispiel, was ein Antidiabetikum ist und was bei einer Myokardszintigraphie gemacht wird. Das Wörterbuch enthält derzeit über 650 Fachbegriffe und wird laufend ergänzt. Als Grundlage dienen Patientenleitlinien aus dem Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien.

Außerdem wurde das onkologische Fachwortlexikon auf dem Portal überarbeitet und ergänzt. Das Angebot richtet sich speziell an Krebskranke und deren Angehörige, die Erläuterungen zu häufig verwendeten Begriffen aus dem Bereich der Krebsdiagnostik und -therapie suchen.

Weiterlesen ...