Bekanntmachung des Robert Koch-Instituts

Im Bundesgesundheitsblatt 60/2017:1274-1297 wurde eine Liste der vom Robert Koch-Institut geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren (Stand: 31. Oktober 2017 [17. Ausgabe]) veröffentlicht, die Sie hier abrufen können:
www.t1p.de/dim

Jahresbericht 2016/2017

der Prüfungskommission und der Überwachungskommission zur Prüfung der Herz-, Lungen-, Leber-, Nieren- und Pankreastransplantationsprogramme vorgelegt

Pressemitteilung der Prüfungskommission und der Überwachungskommission in gemeinsamer Trägerschaft von Bundesärztekammer, Deutscher Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband

Die für die Prüfung der Transplantationszentren zuständigen Kontrollgremien haben eine positive Zwischenbilanz ihrer zweiten Prüfperiode gezogen. Für die allermeisten Kliniken sei es selbstverständlich, sich an die Richtlinien für die Organvergabe zu halten, betonten die Vorsitzenden von Prüfungskommission und Überwachungskommission in gemeinsamer Trägerschaft von Bundesärztekammer, Deutscher Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband bei der Vorstellung ihres Jahresberichts 2016/2017 in Berlin. „Wir werden auch künftig jeder Unregelmäßigkeit nachgehen, um so das Vertrauen in die Organspende weiter zu stärken“, sagte Prof. Dr. med. habil. Dr. h. c. Hans Lippert, Vorsitzender der Überwachungskommission. Lippert dankte insbesondere den Landesministerien, die als Aufsicht der Transplantationszentren verbindlich in die Kontrollen einbezogen sind. „Wir arbeiten in der Regel eng mit den Ministerien zusammen, um einen schnellen und umfassenden Informationstransfer zu ermöglichen.“

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Repräsentativbefragung deutscher Krankenhäuser 2017

Krankenhäuser im Land sichern die Notfallversorgung trotz finanzieller Defizite

Die Krankenhäuser haben im Jahr 2016 bundesweit rund 11,9 Millionen ambulante Notfälle versorgt und dabei ein Minus von rund einer Milliarde Euro in Kauf nehmen müssen. Grund ist die anhaltende Unterfinanzierung der ambulanten Notfallleistungen. Zu diesem Ergebnis kamen die Autoren des „Krankenhaus Barometer 2017“ des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI). 96 Prozent der befragten Kliniken gaben an, dass die Versorgung nicht kostendeckend war.

„Wieder einmal zeigt sich, dass das Problem der Notfallversorgung dringend gelöst werden muss“, kommentierte Dr. Gösta Heelemann, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt, das Ergebnis. „Wir begrüßen, dass der Reformbedarf der Notfallversorgung von allen Parteien erkannt wurde und nun in den Koalitionssondierungen thematisiert wird. Zu einer solchen Reform gehört natürlich eine leistungsgerechte Finanzierung. Voraussetzung hierfür ist, dass die ambulanten Notdienstleistungen im Krankenhaus direkt zwischen Kliniken als Leistungserbringer und Krankenkassen abgerechnet werden und nicht, wie das derzeit der Fall ist, sektorengetrennt zwischen Krankenhaus und Kassenärztlicher Vereinigung.“

Das DKI erfragte auch die Verteilung der Notfälle über die Woche hinweg: 34 Prozent der Notfälle kommen am Wochenende und an Feiertagen, 14,5 Prozent an Mittwochnachmittagen, aber 36 Prozent kommen an den übrigen Werktagen. „Deutlich wird, dass auch eine KV-Notdienst-Praxis am oder in der Nähe eines Krankenhauses nicht die Lösung sein kann“, sagte der KGSAN-Geschäftsführer. Nur 14 - 15 Prozent dieser sog. Portalpraxen haben durchgehend am Wochenende, an den anderen Wochentagen außerhalb der normalen Öffnungszeiten bzw. nachts geöffnet. „Die große Mehrheit der kassenärztlichen Notdienst-Praxen hingegen, nämlich 85 Prozent, ist nur zwischen 19.00 und 22.00 Uhr besetzt. Die Zahlen verdeutlichen, dass von einer Sicherstellung durch den ambulanten Bereich in der Notdienstversorgung nicht die Rede sein kann“, so Heelemann.

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Neufassung des Genfer Gelöbnisses liegt jetzt auch auf Deutsch vor

Die überarbeitete Fassung des Genfer Gelöbnisses liegt nun auch in deutscher Übersetzung vor. Sie wurde zwischen den deutschsprachigen Mitgliedsverbänden und den Ethikexperten des Weltärztebundes (WMA) abgestimmt. Der WMA hatte im Oktober 2017 eine modernisierte Fassung des hippokratischen Eids für Ärzte verabschiedet.

Er verpflichtet die Ärzte nun, medizinisches Wissen zum Wohl der Patienten und zur Förderung der Gesundheitsversorgung mit ihren Kollegen zu teilen. Vor dem Hintergrund der steigenden Arbeitsbelastung appelliert das Gelöbnis aber auch an die Ärzte, sich um ihre eigene Gesundheit zu kümmern. Nur dann könnten sie eine gesundheitliche Versorgung auf höchstem Niveau leisten.

Auf der ganzen Welt berufen sich Ärzte auf das Genfer Gelöbnis. In vielen Ländern ist es Teil der ärztlichen Berufsordnung, in manchen hat es sogar Gesetzescharakter. Der WMA rechnet damit, dass die überarbeitete Fassung weltweit als ethischer Kodex für alle Ärzte anerkannt wird. Die Änderungen waren von einer internationalen Arbeitsgruppe unter Leitung der Bundesärztekammer über einen Zeitraum von zwei Jahren vorbereitet worden.

| Pi BÄK

 Genfer Gelöbnis hier abrufbar:
www.t1p.de/dvg

Weltkongress der Psychiatrie in Berlin

vom 08.10.2017 bis 12.10.2017

Der übliche Jahreskongress der DGPPN (Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde) fand in diesem Jahr deutlich früher und an anderen Wochentagen statt. In Zusammenarbeit mit der World Psychiatric Association (WPA), einem Zusammenschluss psychiatrischer Fachgesellschaften aus 118 Ländern, gelang es, 11.000 Teilnehmer in die Hauptstadt zu locken. Die deutsche Fachgesellschaft verfügt zurzeit über rund 9.000 Mitglieder. Durch die vielseitige Zusammenarbeit nationaler und internationaler Experten konnte ein breit aufgestelltes Programm angeboten werden.

Der WPA-Präsident, Prof. Dinesh Bhugra, London, wies bereits im Vorfeld auf der Bundespressekonferenz darauf hin, dass weltweit 300 Millionen Menschen an Depressionen leiden, 47 Millionen an einer Demenz erkrankt und 21 Millionen von Schizophrenie betroffen sind. Psychische Erkrankungen stellen heute eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen für die Gesellschaft dar.

50 % der Bevölkerung leiden im Laufe ihres Lebens an einer behandlungsbedürftigen psychischen Störung. Damit ist nicht nur ein großer Leidensdruck für die Betroffenen verbunden, die daraus resultierenden Kosten betragen allein in Europa 450 Milliarden Euro pro Jahr. Im Gegensatz zu Deutschland ist die Hälfte der Weltbevölkerung psychiatrisch weiter schlecht versorgt. Es werden pro 200.000 Einwohner häufig nur ein Psychiater und weniger vorgehalten. Zur Eröffnung wies er auf den kleinen blauen Anstecker in Form eines Schmetterlinges hin – der Schmetterling symbolisiert in vielen Kulturen die Psyche. Er steht für Veränderung, Wiedergeburt und Auferstehung während seines Lebenszyklus. Die blauen Exemplare hätten eine besondere Bedeutung, diese stehen für Glück und Wunder. Die künftige Präsidentin, Frau Prof. Helen Herrman, Melbourne, berichtete über die Facetten mentaler Gesundheit sowie von Krankheit über die Lebensspanne in unterschiedlichen Populationen sowie Lebensbedingungen.

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