Bundeseinheitlicher Medikationsplan nach § 31a SGB V

Logo der BundesärztekammerAutor: Dezernat Telemedizin und Telematik, Bundesärztekammer

Hintergrund
Das sogenannte eHealth-Gesetz1 legt im § 31a SGB V fest, dass Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen mit mindestens drei verordneten Arzneimitteln ab dem 01.10.2016 Anspruch auf einen Medikationsplan in Papierform (bundeseinheitlicher Medikationsplan – BMP) erhalten. Ärzte, die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen, werden im o. g. Paragraphen auch dazu verpflichtet, Versicherte bei der Verordnung von Arzneimitteln über diesen Anspruch zu informieren.

Der Gesetzgeber hat zu Inhalt und Struktur dieses BMP keine konkreten Vorgaben gemacht. Vielmehr wurden die Bundesärztekammer, der Deutsche Apothekerverband und die Kassenärztliche Bundesvereinigung aufgefordert, hierzu eine Vereinbarung zu treffen – ebenso wie zur Erstellung und Aktualisierung des Medikationsplans und über ein Verfahren zur Weiterentwicklung. Die Vertragspartner sind dieser Aufforderung termingerecht nachgekommen und haben Ende April eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen2.

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Diabetes – Schäden an der Netzhaut: Vorbeugen und behandeln

Logo Ärztliches Zentrum für QualitätNeue PatientenLeitlinie veröffentlicht

in dauerhaft zu hoher Blutzucker kann Folgeschäden verursachen. Bei etwa 1 bis 2 Menschen mit Typ-2-Diabetes treten im Verlauf der Erkrankung Schäden an der Netzhaut auf. Nicht immer sind sie bedrohlich, aber sie können dazu führen, dass Erkrankte schlechter sehen. Rechtzeitig erkannt, lassen sich diese Schäden bei einigen Betroffenen erfolgreich behandeln. Deshalb empfiehlt die Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) Prävention und Therapie von Netzhautkomplikationen bei Diabetes regelmäßige Kontrollen der Augen.

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Ärztestatistik 2015: Medizinischer Versorgungsbedarf steigt schneller als die Zahl der Ärzte

Logo Bundesärztekammer„Die Zahl der Ärzte steigt, aber der Bedarf steigt schneller.“ So fasste Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer (BÄK), die Ergebnisse der Ärztestatistik für das Jahr 2015 zusammen. Wie aus den Daten der BÄK hervorgeht, erhöhte sich die Zahl der bei den Landesärztekammern gemeldeten ärztlich tätigen Mediziner im vergangenen Jahr nur leicht um 1,7 Prozent. Das bedeutet einen Anstieg um 6.055 Ärzte auf nunmehr 371.302 bundesweit. Davon arbeiteten 189.622 im Krankenhaus (+ 1,8 Prozent). Ambulant tätig waren 150.106 Ärzte (+ 1,5 Prozent). Gleichzeitig stieg die Zahl der Behandlungsfälle kontinuierlich an, und ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht. Zwischen 2004 und 2014 erhöhte sich die Zahl der ambulanten Behandlungen in Deutschland um 152 Millionen. Ähnlich sieht es in den Krankenhäusern aus. Die Unternehmensberatung Deloitte prognostiziert bis zum Jahr 2030 eine Zunahme der Fallzahlen im stationären Bereich um mehr als zwölf Prozent. Verantwortlich dafür ist vor allem der steigende Behandlungsbedarf einer alternden Gesellschaft. Im Jahr 2015 betrug der Anteil der über 60-jährigen Patienten in den Krankenhäusern 51,5 Prozent. Bis zum Jahr 2030 erwarten die Experten von Deloitte einen Anstieg auf 60,8 Prozent.

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Konferenz der Fachberufe im Gesundheitswesen

Logo BundesärztekammerHohe Qualitätsstandards bewahren – Normung von Gesundheitsdienstleistungen verhindern 

Die Konferenz der Fachberufe im Gesundheitswesen hat sich bei ihrer Jahrestagung in der Bundesärztekammer am 2. März 2016 gegen Bestrebungen auf europäischer und nationaler Ebene gewandt, die Tätigkeit von Ärzten und Angehörigen anderer Berufe im Gesundheitswesen zu normieren. Nach Auffassung der mehr als 40 Mitgliedsverbände der Fachberufekonferenz werden damit Instrumente, die bei Medizinprodukten, medizinisch-technischen Geräten oder beim Qualitätsmanagement sinnvoll sind, auf Tätigkeiten bei der medizinischen Behandlung und Pflege von Patienten übertragen. Das sensible Feld der Gesundheit sei aber für Normungsbestrebungen völlig ungeeignet, warnten die Verbände.

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