Managementkompetenz für Leitende Ärzte – Herausforderung und Chance

Managementkompetenzen – kritische Sicht von Ärzten ist verständlich

Die Forderung nach Managementkompetenzen ist für viele Ärzte immer noch provokativ. Sie haben ein langes Studium mit umfangreicher Fachausbildung absolviert. Erfolgte noch eine Habilitation, waren Zeitaufwand und auch persönliche Entbehrungen erheblich. Nicht in allen Fällen winkte ein Lehrstuhl an der Universität oder eine Chefarztstelle an einem Krankenhaus.

Unabhängig davon: Das Medizinstudium wurde mit dem Ziel begonnen, hohe medizinische Expertise für die Krankenversorgung zu erwerben. Dies gelang in der Regel. Man konnte für Patienten „die Medizin“ umsetzen, die für diese angemessen und die beste war. Mittel auch für aufwändige Therapien standen zur Verfügung, ebenso ausreichend Fachpersonal.

Veränderte Rahmenbedingungen erfordern neue Konzepte

Die Zeiten haben sich geändert. Herausforderungen im Zeitalter knapper Kassen sind:

  • Die Herstellung der Kompatibilität von hoher Versorgungsqualität und Wirtschaftlichkeit
  • Junge Mitarbeiterklientele (auch aus anderen Kulturkreisen) mit besonderen Vorstellungen von Kommunikation und Führung
  • Zunehmend alte und demente Patienten mit veränderten Ansprüchen an die Versorgung (Interdisziplinäre Behandlungszentren, Integrierte Versorgung), aber auch kritische „mündige“ Patienten
  • Geschäftsführungen mit Tunnelblick auf schwarze Zahlen


Medizinische Expertise reicht für die Tätigkeit im Krankenhaus nicht mehr aus

Ausschließlich mit hoher medizinischer Expertise ist deshalb im Krankenhaus nicht mehr zu punkten. Insbesondere die Fachabteilung bedarf zur dauerhaften Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit eines effizienten Managements. Dies machen viele Ausschreibungen für ärztliche Führungskräfte deutlich. In Universitätskliniken geht man inzwischen dazu über, für die Besetzung von Chefarztstellen den Nachweis von Managementfortbildungen einzufordern (Beispiel: Medizinische Hochschule Hannover).

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Mehr Forschung zu Cannabis-Medikamenten notwendig

BÄK-Tagung zur Suchtmedizin Mischo:

„Wir wissen noch viel zu wenig darüber, ob und wie Arzneimittel auf Cannabis-Basis wirken. Die Studienlage hierzu ist deutlich schwächer, als in der Öffentlichkeit allgemein angenommen wird.“ Dieses Fazit zog Dr. Josef Mischo, Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Sucht und Drogen“ der Bundesärztekammer (BÄK) nach einem Erfahrungsaustausch über aktuelle suchtmedizinische Themen am 27. November 2017 in Berlin. Die BÄK hatte dazu Vertreter von Ärzteschaft, Wissenschaft und Politik eingeladen. „Wir müssen auf der Grundlage von wissenschaftlichen Studien sehr genau prüfen, ob Cannabis tatsächlich eine therapeutische Alternative sein kann. Gerade angesichts der großen Hoffnungen, die viele Patienten in Cannabis-Therapien setzen, müssen wir unvoreingenommen Chancen und Risiken offenlegen, auch und gerade im Vergleich mit herkömmlichen Therapien“, sagte er. Der Co-Vorsitzende der BÄK-Arbeitsgruppe, Erik Bodendieck, betonte, dass es derzeit keine ausreichende wissenschaftliche Evidenz gebe, um Cannabis-Verordnungen zu befürworten.

Die Arbeitsgruppen-Vorsitzenden bezogen sich dabei auf die Ergebnisse des Forschungsprojektes „Cannabis: Potential und Risiken (CaPRis)“, die von der Projektleiterin Dr. Eva Hoch auf der Tagung der Bundesärztekammer vorgestellt wurden. Das Projekt war von der Ludwig-Maximilians-Universität Mün-chen im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit durchgeführt worden. Die Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass aufgrund des noch uneinheitlichen Forschungsstands und der begrenzten Datenlage bei vielen Krankheitsbildern noch keine Aussagen zur Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit von Cannabis-Arzneimitteln gemacht werden könnten.

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Bekanntmachung des Robert Koch-Instituts

Im Bundesgesundheitsblatt 60/2017:1274-1297 wurde eine Liste der vom Robert Koch-Institut geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren (Stand: 31. Oktober 2017 [17. Ausgabe]) veröffentlicht, die Sie hier abrufen können:
www.t1p.de/dim

Jahresbericht 2016/2017

der Prüfungskommission und der Überwachungskommission zur Prüfung der Herz-, Lungen-, Leber-, Nieren- und Pankreastransplantationsprogramme vorgelegt

Pressemitteilung der Prüfungskommission und der Überwachungskommission in gemeinsamer Trägerschaft von Bundesärztekammer, Deutscher Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband

Die für die Prüfung der Transplantationszentren zuständigen Kontrollgremien haben eine positive Zwischenbilanz ihrer zweiten Prüfperiode gezogen. Für die allermeisten Kliniken sei es selbstverständlich, sich an die Richtlinien für die Organvergabe zu halten, betonten die Vorsitzenden von Prüfungskommission und Überwachungskommission in gemeinsamer Trägerschaft von Bundesärztekammer, Deutscher Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband bei der Vorstellung ihres Jahresberichts 2016/2017 in Berlin. „Wir werden auch künftig jeder Unregelmäßigkeit nachgehen, um so das Vertrauen in die Organspende weiter zu stärken“, sagte Prof. Dr. med. habil. Dr. h. c. Hans Lippert, Vorsitzender der Überwachungskommission. Lippert dankte insbesondere den Landesministerien, die als Aufsicht der Transplantationszentren verbindlich in die Kontrollen einbezogen sind. „Wir arbeiten in der Regel eng mit den Ministerien zusammen, um einen schnellen und umfassenden Informationstransfer zu ermöglichen.“

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Repräsentativbefragung deutscher Krankenhäuser 2017

Krankenhäuser im Land sichern die Notfallversorgung trotz finanzieller Defizite

Die Krankenhäuser haben im Jahr 2016 bundesweit rund 11,9 Millionen ambulante Notfälle versorgt und dabei ein Minus von rund einer Milliarde Euro in Kauf nehmen müssen. Grund ist die anhaltende Unterfinanzierung der ambulanten Notfallleistungen. Zu diesem Ergebnis kamen die Autoren des „Krankenhaus Barometer 2017“ des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI). 96 Prozent der befragten Kliniken gaben an, dass die Versorgung nicht kostendeckend war.

„Wieder einmal zeigt sich, dass das Problem der Notfallversorgung dringend gelöst werden muss“, kommentierte Dr. Gösta Heelemann, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt, das Ergebnis. „Wir begrüßen, dass der Reformbedarf der Notfallversorgung von allen Parteien erkannt wurde und nun in den Koalitionssondierungen thematisiert wird. Zu einer solchen Reform gehört natürlich eine leistungsgerechte Finanzierung. Voraussetzung hierfür ist, dass die ambulanten Notdienstleistungen im Krankenhaus direkt zwischen Kliniken als Leistungserbringer und Krankenkassen abgerechnet werden und nicht, wie das derzeit der Fall ist, sektorengetrennt zwischen Krankenhaus und Kassenärztlicher Vereinigung.“

Das DKI erfragte auch die Verteilung der Notfälle über die Woche hinweg: 34 Prozent der Notfälle kommen am Wochenende und an Feiertagen, 14,5 Prozent an Mittwochnachmittagen, aber 36 Prozent kommen an den übrigen Werktagen. „Deutlich wird, dass auch eine KV-Notdienst-Praxis am oder in der Nähe eines Krankenhauses nicht die Lösung sein kann“, sagte der KGSAN-Geschäftsführer. Nur 14 - 15 Prozent dieser sog. Portalpraxen haben durchgehend am Wochenende, an den anderen Wochentagen außerhalb der normalen Öffnungszeiten bzw. nachts geöffnet. „Die große Mehrheit der kassenärztlichen Notdienst-Praxen hingegen, nämlich 85 Prozent, ist nur zwischen 19.00 und 22.00 Uhr besetzt. Die Zahlen verdeutlichen, dass von einer Sicherstellung durch den ambulanten Bereich in der Notdienstversorgung nicht die Rede sein kann“, so Heelemann.

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