Wenn jede Minute zählt - DRF Luftrettung fliegt 2015 erneut mehr Einsätze

Logo DRF LuftrettungEin schwer verletzter Motorradfahrer, ein Kleinkind mit Verbrennungen, eine Patientin mit Herzinfarkt: Im Notfall zählt jede Minute! Immer häufiger kommt die schnellste medizinische Hilfe aus der Luft. 2015 starteten die rot-weißen Hubschrauber der DRF Luftrettung zu bundesweit 36.476 Einsätzen, 2014 waren es noch 35.368 Einsätze.

Ob Verkehrsunfall oder Treppensturz: Bei 28 Prozent der versorgten Patienten handelte es sich um Unfallopfer, die von der DRF Luftrettung notärztlich versorgt wurden. Weitere Alarmierungsgründe waren lebensbedrohliche Herzerkrankungen und Schlaganfälle (zusammen: 23 Prozent). Jeder dritte Notfallpatient wurde mit dem Hubschrauber als schnellstem Transportmittel in eine Klinik geflogen: Eine Folge der bundesweiten Spezialisierung von Krankenhäusern.

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Organspenden im Jahr 2015 stabil geblieben

Logo Deutsche Stiftung OrgantransplantationPositive Tendenz: Krankenhäuser setzen sich stärker für Organspende ein

Im Jahr 2015 ist die Zahl der Organspender bundesweit um 1,5 Prozent von 864 im Vorjahr auf 877 leicht angestiegen. Insgesamt kamen in Deutschland 10,8 Spender auf eine Million Einwohner (2014: 10,7). Damit zeigt sich die Zahl der Organspender in diesem Jahr erstmals wieder stabil, nachdem sie in den Vorjahren zum Teil stark rückläufig war.

Die Anzahl der in Deutschland gespendeten Organe lag im Jahr 2015 mit 2.900 Organen etwas niedriger als im Vorjahr (2014: 2.989). Eine mögliche Erklärung für den Rückgang der Zahl der gespendeten Organe bei gleichzeitigem Anstieg der Zahl der Organspender sieht die DSO in dem zunehmenden Durchschnittsalter der Spender. Da es für die Organspende keine Altersbegrenzung gibt, mit zunehmendem Alter jedoch die Wahrscheinlichkeit von Begleiterkrankungen zunimmt, sind insbesondere bei älteren Spendern häufig weniger Organe für eine Transplantation geeignet.

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Die Neuregelung des Geschlechtseintrags intergeschlechtlicher Kinder aus ärztlicher Perspektive

Logo Deutsches Institut für MenschenrechteDerzeit führt das Deutsche Institut für Menschenrechte im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eine Befragung von Ärzt/innen der Geburtshilfe zum Umgang mit intergeschlechtlichen Kindern durch. Diese Befragung fließt in eine Evaluierung der Neuregelung im Personenstandsgesetz (§ 22 Abs. 3 PStG) ein.
Mit Inkrafttreten des § 22 Abs. 3 Personenstandsgesetz (PStG) zum 1.11.2013 sind Kinder, die „weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zugeordnet werden [können]“ ohne Angaben zum Geschlecht im Geburtenregister einzutragen. Grundlage einer solchen fehlenden Geschlechtsangabe ist die Geburtsanzeige, aus der sich ergeben muss, „dass das Kind zum Zeitpunkt der Anzeige weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zugeordnet werden kann“ [PStG-VwV]. Seither ist demnach nicht nur der Eintrag eines männlichen oder weiblichen Geschlechts gesetzlich möglich und geregelt, sondern auch eine ausbleibende Einordnung in ein männliches oder weibliches Geschlecht für intergeschlechtliche Kinder vorgesehen. Damit ist die Neuregelung nicht nur für die Neugeborenen und deren Eltern von Bedeutung, sondern auch für Ärzt/innen, die das Geschlecht eines Kindes mit der Geburtsanzeige als männlich oder weiblich angeben oder die Zuordnung offen lassen.

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Vorstand der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft neu gewählt

Logo der Arzneimittelkommission der deutschen ÄrzteschaftDie ordentlichen Mitglieder der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) haben auf ihrer Mitgliederversammlung am 04.12.2015 in Berlin ihren neuen Vorstand gewählt.

Vorsitzender ist der Berliner Internist, Hämatologe und Onkologe Prof. Dr. Wolf-Dieter Ludwig, der seit 2007 dieses Amt innehat und nun zum vierten Mal gewählt wurde. Als sein Stellvertreter wurde der niedergelassene Facharzt für Allgemeinmedizin Prof. Dr. Wilhelm Niebling (Titisee-Neustadt) gewählt. Weitere Mitglieder des Vorstands der AkdÄ sind der Gastroenterologe Prof. Dr. Daniel Grandt (Saarbrücken) und der Klinische Pharmakologe Prof. Dr. Bernd Mühlbauer (Bremen), die ebenfalls bereits dem bisherigen Vorstand angehört hatten. Neues AkdÄ-Vorstandsmitglied ist Frau PD Dr. Martina Pitzer, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (Karlsruhe). Prof. Ludwig bedankte sich bei der Klinischen Pharmakologin und Internistin Frau Prof. Dr. Ursula Gundert-Remy (Berlin), die von 2007 bis 2015 die Funktion der stellvertretenden Vorsitzenden innehatte und sich nicht mehr zur Wahl stellte. Sie steht auch weiterhin den Pharmakovigilanzgremien der AkdÄ vor. Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, überbrachte die Glückwünsche des Vorstands der Bundesärztekammer und würdigte die Arbeit des Vorstands der AkdÄ. In seinen Worten hob er die wichtige Funktion der AkdÄ als unabhängiger wissenschaftlicher Fachausschuss der Bundesärztekammer hervor. In einer ersten Stellungnahme betonte Prof. Ludwig, dass die weitere Beteiligung an den Verfahren zur Nutzenbewertung von neu zugelassenen Arzneimitteln und die unabhängige Information der deutschen Ärzteschaft zur rationalen Pharmakotherapie auch künftig die Arbeitsschwerpunkte der AkdÄ sein werden.
Und auch die Arzneimittel(therapie)-sicherheit bleibt weiterhin ein wichtiges Ziel der Arbeit der AkdÄ.

| Pi AkdÄ

Projekt zur Erfassung und Bewertung von Medikationsfehlern: Start der Fallerfassung

Logo der Arzneimittelkommission der deutschen ÄrzteschaftAb sofort können Ärzte auch medikationsfehlerbedingte Nebenwirkungen bei der AkdÄ melden.

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) führt seit Anfang 2015 ein vom Bundesministerium für Gesundheit gefördertes Projekt zur Erfassung und Bewertung von Medikationsfehlern durch. Mit dem Projekt wird u. a. untersucht, ob die systematische Analyse von Medikationsfehlern zu einer verbesserten Sicherheit der Patienten beitragen kann. In Deutschland sind etwa drei Prozent der notfallmäßigen stationären Aufnahmen in internistische Abteilungen auf Nebenwirkungen zurückzuführen. Insgesamt etwa 0,6 % aller internistischen Notaufnahmen werden als vermeidbare Medikationsfehler eingeschätzt. Geänderte europäische Regularien sehen vor, dass auch medikationsfehlerbedingte Nebenwirkungen in den nationalen Pharmakovigilanzsystemen dokumentiert werden sollen. Die AkdÄ führt daher ein Pilotprojekt zur Erfassung und Bewertung von Medikationsfehlern durch. In dem Projekt sind Ärzte aufgerufen, medikationsfehlerbedingte Nebenwirkungen oder Beinahefehler zu melden. Aus der systematischen Analyse der Fallberichte sollen Ansätze zur Vermeidung von Medikationsfehlern entwickelt werden. Die Sammlung von Fallberichten konnte Anfang 2016 beginnen.

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