Neue Daten zu Krebs in Deutschland

Logo Robert-Koch-InstitutIm Jahr 2010 sind in Deutschland 252.400 Männer und 224.900 Frauen an Krebs erkrankt, das hat eine aktuelle Schätzung des Zentrums für Krebsregisterdaten im Robert Koch-Institut gezeigt. Am häufigsten sind bei Männern Prostatakrebs (65.830) und Lungenkrebs (35.040), Frauen sind am häufigsten von Tumoren der Brustdrüse (70.340) und des Darms (28.630) betroffen. Diese und viele weitere Ergebnisse enthält die gerade veröffentlichte 9. Ausgabe von "Krebs in Deutschland". Die Broschüre wird gemeinsam vom Robert Koch-Institut und der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland (GEKID) publiziert und erscheint alle zwei Jahre. Als ergänzendes Angebot des RKI ist ab sofort unter www.krebsdaten.de auch eine Datenbank mit individueller Abfragemöglichkeit verfügbar, die jährlich aktualisiert wird.

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Mehr Überlebende trotz schwerster Verletzungen - Traumanetzwerk Sachsen-Anhalt Süd besser als Bundesdurchschnitt – Erweiterung Richtung Osten

Trotz höherer Verletzungsschwere seiner Patienten verzeichnet das Traumanetzwerk Sachsen-Anhalt Süd im bundesweiten Vergleich eine bessere  Überlebensrate. Das geht aus dem Traumaregister der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) hervor. „Das Ergebnis bestätigt unsere erfolgreiche einjährige Zusammenarbeit“, erklärt Dr. Peter Hilbert, Anästhesist an den Berufsgenossenschaftlichen Kliniken Bergmannstrost und Sprecher des Netzwerkes. Speziell zur Versorgung Schwerverletzter wurde dieses im Dezember 2012 als erstes Traumanetzwerk in Sachsen-Anhalt zertifiziert. „Mit dem jüngsten Beitritt des Städtischen Klinikums Dessau, des Evangelischen Krankenhauses Paul Gerhardt Stift in Wittenberg sowie des Krankenhauses Köthen erweitern wir unseren Aktionsradius auf das östliche Sachsen-Anhalt. Die Anzahl der Mitgliedskliniken steigt damit auf sechzehn“, so Hilbert.

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Die therapieresistente Hypertonie

Foto des Verfassers Dr. med. Michael Zieschang, Darmstadt

Logo vom Hausarztverband Sachsen-Anhalt(Artikel im Original erschienen in: Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (Hrsg.): Arzneiverordnung in der Praxis, Bd. 40, Ausg. 6, November 2013, S. 144 – 145.)

Im British Medical Journal wurde eine Übersichtsarbeit zu diesem Thema publiziert (1), die wir im Folgenden kurz zusammenfassen.

Ein Bluthochdruck, der mit drei Medikamenten in adäquater Dosierung inklusive eines Diuretikums nicht gut eingestellt werden kann, wird als therapieresistenter Bluthochdruck bezeichnet. Die Diagnose sollte mit einer Langzeitblutdruckmessung bestätigt werden, um eine „Weißkittelhypertonie“ auszuschließen.

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Ärzte im Nationalsozialismus

BMG, BÄK und KBV verleihen Forschungspreis für historische Aufarbeitung

Logo der Kassenärztlichen Bundesvereinigung

Auch wenn die Mitschuld der Ärzte an den Verbrechen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft im Rahmen verschiedener Forschungsprojekte wissenschaftlich untersucht wurde, ist die Rolle der Ärzteschaft im Dritten Reich bei weitem noch nicht ausreichend aufgearbeitet worden.

Logo des Bundesministerium für Gesundheit

Deshalb verleihen die Bundesärztekammer (BÄK), die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und das Bundesgesundheitsministerium (BMG) nunmehr zum vierten Mal den mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Forschungspreis für wissenschaftliche Arbeiten zur Geschichte der Ärzte während der NS-Diktatur.

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