Novelle der Gebührenordnung für Ärzte: Ärztetag stellt Signale auf Grün

Der Deutsche Ärztetag hat der Bundesärztekammer auf beeindruckende Weise den Rücken gestärkt. Das war ein klarer Vertrauensbeweis für den Vorstand der Bundesärztekammer und die Verhandlungsführer der BÄK, die sich seit Jahren für eine neue Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) einsetzen.

So kommentierte Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery den Ausgang des am 23. Januar 2016 stattgefundenen außerordentlichen Deutschen Ärztetages in Berlin. Die Delegierten hatten den Leitantrag des Bundesärztekammer-Vorstandes mit großer Mehrheit angenommen. Gleichzeitig überwiesen sie Anträge, deren Umsetzung eine Unterbrechung der laufenden Verhandlungen mit PKV und Beihilfe für eine neue GOÄ zur Folge gehabt hätten, an den zuständigen Ausschuss der BÄK.

Die Delegierten forderten die Bundesregierung auf, die GOÄ entsprechend dem zwischen BÄK, Verband der Privaten Krankenversicherung und Beihilfe ausgehandelten Kompromissvorschlag zum nächstmöglichen Zeitpunkt innerhalb der noch laufenden Legislaturperiode in Kraft zu setzen.

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BÄK legt berufsrechtliche Hinweise und Erläuterungen zur Fernbehandlung vor

Logo der BundesärztekammerDie Bundesärztekammer hat Hinweise und Erläuterungen zur Fernbehandlung (§ 7 Absatz 4 der Musterberufsordnung für die in Deutschland tätigen Ärztinnen und Ärzte – MBO-Ä) veröffentlicht. Vor dem Hintergrund eines zunehmenden Einsatzes telemedizinischer Methoden in der Patientenversorgung wird in dem Papier der Passus zur Fernbehandlung detailliert erläutert und ausgelegt. „Ärztinnen und Ärzte können sich hier informieren, welche telemedizinischen Versorgungsmodelle mit der aktuellen Berufsordnung für Ärzte vereinbar sind“ so Dr. Franz Bartmann, Vorsitzender der Projektgruppe der Bundesärztekammer, die die Erläuterungen gemeinsam mit Juristen und Telemedizin-Experten erarbeitet hat. „Die Hinweise und Erläuterungen zeigen, dass ein sehr weites Spektrum telemedizinischer Versorgung mit unserer Berufsordnung vereinbar ist." In der Veröffentlichung werden die Voraussetzungen des § 7 Absatz 4 MBO-Ä und der Regelungszweck erläutert sowie die Auslegung der Norm anhand telemedizinischer Versorgungsmodelle dargestellt. Die Modelle wurden von der Arbeitsgruppe Telemedizin der Bundesärztekammer erarbeitet und beschreiben schematisch unterschiedliche Gruppen telemedizinischer Methoden in der Patientenversorgung. Das Dokument bietet einen Überblick über die rechtlich zulässigen und unzulässigen Beratungs- und Behandlungsmöglichkeiten nach § 7 Absatz 4 MBO-Ä. Die Hinweise und Erläuterungen sind auf § 7 Absatz 4 MBO-Ä fokussiert. Deshalb wird auf die weiteren Pflichten aus der Berufsordnung und dem Behandlungsvertrag, beispielsweise die Sorgfaltspflichten, nicht gesondert eingegangen. Diese sind auch bei telemedizinischen Verfahren zu beachten.
Abgestimmt wurden die Hinweise und Erläuterungen mit dem für die Auslegung der (Muster-)Berufsordnung zuständigen Ausschuss in der Bundesärztekammer. „Die Erläuterungen schaffen für Ärztinnen und Ärzte in dem sehr dynamischen Entwicklungsfeld der Telemedizin Klarheit, welchen rechtlichen Rahmen die Berufsordnung vorgibt“, so Dr. Udo Wolter, Vorsitzender des Ausschusses Berufsordnung.

Die Hinweise und Erläuterungen können Sie auf der Homepage der Bundesärztekammer unter dem nachfolgenden Link abrufen: http://www.bundesaerztekammer.de/[...]/2015-12-11_Hinweise_und_Erlaeuterungen_zur_Fernbehandlung.pdf

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Kasuistik: Erfolgreiche Therapie des Chronischen Erschöpfungssyndroms

Soli Deo Gloria

Das Chronische Erschöpfungssyndrom (Chronic Fatigue Syndrome, Kürzel CFS, ICD-10 G93.3) ist eine eigenständige Krankheitsentität, die von „Fatigue“ (im deutschsprachigen Raum meist als Symptom im Zusammenhang z. B. mit Malignomen oder Multipler Sklerose verstanden), „Burn-out“ oder „Unwohlsein/Ermüdung“ abzugrenzen ist. Die Krankheit zeigt einen chronischen Verlauf und gilt als kausal nicht heilbar.

Im Folgenden soll eine Kasuistik vorgestellt werden, die therapeutische Einflussmöglichkeiten auf ein „schubweise verlaufendes“ CFS aufzeigt.

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Jahresbericht 2014/2015 der Prüfungskommission und der Überwachungskommission zur Prüfung der Herz-, Lungen-, Nieren- und Pankreastransplantationsprogramme vorgelegt

Pressemitteilung der Prüfungskommission und der Überwachungskommission in gemeinsamer Trägerschaft von Bundesärztekammer, Deutscher Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband

Überwachungskommission und Prüfungskommission, in gemeinsamer Trägerschaft von Bundesärztekammer, Deutscher Krankenhausgesellschaft und GKV-Spitzenverband, haben nach Überprüfung aller 46 Transplantationszentren beziehungsweise 126 Transplantationsprogramme in Deutschland für den Prüfzeitraum der Jahre 2010 bis 2012 eine positive Bilanz ihrer Arbeit gezogen. „Nach Bekanntwerden des Göttinger Transplantationsskandals im Sommer 2012 haben Politik und Selbstverwaltung ein ganzes Maßnahmenbündel für mehr Kontrolle und Transparenz in der Transplantationsmedizin auf den Weg gebracht. In vielen Transplantationszentren ist ein Struktur- und Kulturwandel erkennbar. Heute können wir sagen, dass diese Maßnahmen greifen“, sagte die Vorsitzende der Prüfungskommission, Anne-Gret Rinder, bei der Vorstellung des Jahresberichts in Berlin.

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Investitionsbedarf der Krankenhäuser Sachsen-Anhalts

Logo KGSANInstitut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung Halle legt erstmals Studie zur aktuellen und zukünftigen Situation der Investitionsfinanzierung der Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt vor

Das isw – Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung Halle (isw) stellte am 02.11.2015 in Magdeburg eine Studie zum Investitionsbedarf der Krankenhäuser Sachsen-Anhalts vor.

Die Investitionsfinanzierung in Krankenhäusern ist in den letzten Jahren zunehmend zum Gegenstand politischer Diskussionen geworden. „Seit Jahren appellieren wir an die politisch Verantwortlichen im Land, sie mögen im Rahmen ihrer gesetzlichen Verpflichtung in die Krankenhäuser investieren“, so der Geschäftsführer der KGSAN, Dr. Gösta Heelemann. „Mit dieser Studie liegen erstmals konkrete Zahlen vor, die belegen, dass unsere Appelle mehr als berechtigt sind.“ Die Ergebnisse der Studie bestätigten dies.
Die von der KGSAN in Auftrag gegebene Studie liefert Ergebnisse zu der in den Kliniken entstandenen Investitionslücke, zum aktuellen Investitionsbedarf sowie zu dessen Vorausschätzung bis zum Jahr 2025.

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