Die Neuregelung des Geschlechtseintrags intergeschlechtlicher Kinder aus ärztlicher Perspektive

Logo Deutsches Institut für MenschenrechteDerzeit führt das Deutsche Institut für Menschenrechte im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) eine Befragung von Ärzt/innen der Geburtshilfe zum Umgang mit intergeschlechtlichen Kindern durch. Diese Befragung fließt in eine Evaluierung der Neuregelung im Personenstandsgesetz (§ 22 Abs. 3 PStG) ein.
Mit Inkrafttreten des § 22 Abs. 3 Personenstandsgesetz (PStG) zum 1.11.2013 sind Kinder, die „weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zugeordnet werden [können]“ ohne Angaben zum Geschlecht im Geburtenregister einzutragen. Grundlage einer solchen fehlenden Geschlechtsangabe ist die Geburtsanzeige, aus der sich ergeben muss, „dass das Kind zum Zeitpunkt der Anzeige weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zugeordnet werden kann“ [PStG-VwV]. Seither ist demnach nicht nur der Eintrag eines männlichen oder weiblichen Geschlechts gesetzlich möglich und geregelt, sondern auch eine ausbleibende Einordnung in ein männliches oder weibliches Geschlecht für intergeschlechtliche Kinder vorgesehen. Damit ist die Neuregelung nicht nur für die Neugeborenen und deren Eltern von Bedeutung, sondern auch für Ärzt/innen, die das Geschlecht eines Kindes mit der Geburtsanzeige als männlich oder weiblich angeben oder die Zuordnung offen lassen.

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Vorstand der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft neu gewählt

Logo der Arzneimittelkommission der deutschen ÄrzteschaftDie ordentlichen Mitglieder der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) haben auf ihrer Mitgliederversammlung am 04.12.2015 in Berlin ihren neuen Vorstand gewählt.

Vorsitzender ist der Berliner Internist, Hämatologe und Onkologe Prof. Dr. Wolf-Dieter Ludwig, der seit 2007 dieses Amt innehat und nun zum vierten Mal gewählt wurde. Als sein Stellvertreter wurde der niedergelassene Facharzt für Allgemeinmedizin Prof. Dr. Wilhelm Niebling (Titisee-Neustadt) gewählt. Weitere Mitglieder des Vorstands der AkdÄ sind der Gastroenterologe Prof. Dr. Daniel Grandt (Saarbrücken) und der Klinische Pharmakologe Prof. Dr. Bernd Mühlbauer (Bremen), die ebenfalls bereits dem bisherigen Vorstand angehört hatten. Neues AkdÄ-Vorstandsmitglied ist Frau PD Dr. Martina Pitzer, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (Karlsruhe). Prof. Ludwig bedankte sich bei der Klinischen Pharmakologin und Internistin Frau Prof. Dr. Ursula Gundert-Remy (Berlin), die von 2007 bis 2015 die Funktion der stellvertretenden Vorsitzenden innehatte und sich nicht mehr zur Wahl stellte. Sie steht auch weiterhin den Pharmakovigilanzgremien der AkdÄ vor. Der Präsident der Bundesärztekammer, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, überbrachte die Glückwünsche des Vorstands der Bundesärztekammer und würdigte die Arbeit des Vorstands der AkdÄ. In seinen Worten hob er die wichtige Funktion der AkdÄ als unabhängiger wissenschaftlicher Fachausschuss der Bundesärztekammer hervor. In einer ersten Stellungnahme betonte Prof. Ludwig, dass die weitere Beteiligung an den Verfahren zur Nutzenbewertung von neu zugelassenen Arzneimitteln und die unabhängige Information der deutschen Ärzteschaft zur rationalen Pharmakotherapie auch künftig die Arbeitsschwerpunkte der AkdÄ sein werden.
Und auch die Arzneimittel(therapie)-sicherheit bleibt weiterhin ein wichtiges Ziel der Arbeit der AkdÄ.

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Projekt zur Erfassung und Bewertung von Medikationsfehlern: Start der Fallerfassung

Logo der Arzneimittelkommission der deutschen ÄrzteschaftAb sofort können Ärzte auch medikationsfehlerbedingte Nebenwirkungen bei der AkdÄ melden.

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) führt seit Anfang 2015 ein vom Bundesministerium für Gesundheit gefördertes Projekt zur Erfassung und Bewertung von Medikationsfehlern durch. Mit dem Projekt wird u. a. untersucht, ob die systematische Analyse von Medikationsfehlern zu einer verbesserten Sicherheit der Patienten beitragen kann. In Deutschland sind etwa drei Prozent der notfallmäßigen stationären Aufnahmen in internistische Abteilungen auf Nebenwirkungen zurückzuführen. Insgesamt etwa 0,6 % aller internistischen Notaufnahmen werden als vermeidbare Medikationsfehler eingeschätzt. Geänderte europäische Regularien sehen vor, dass auch medikationsfehlerbedingte Nebenwirkungen in den nationalen Pharmakovigilanzsystemen dokumentiert werden sollen. Die AkdÄ führt daher ein Pilotprojekt zur Erfassung und Bewertung von Medikationsfehlern durch. In dem Projekt sind Ärzte aufgerufen, medikationsfehlerbedingte Nebenwirkungen oder Beinahefehler zu melden. Aus der systematischen Analyse der Fallberichte sollen Ansätze zur Vermeidung von Medikationsfehlern entwickelt werden. Die Sammlung von Fallberichten konnte Anfang 2016 beginnen.

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Tobias Nowoczyn neuer Hauptgeschäftsführer der Bundesärztekammer

Tobias NowoczynTobias Nowoczyn ist neuer Hauptgeschäftsführer der Bundesärztekammer (BÄK). Der 48-Jährige wurde vom Vorstand der Bundesärztekammer auf diese Position berufen. Nowoczyn bringt in seine neue Tätigkeit langjährige Managementerfahrung in verschiedenen Feldern der Sozial- und Wohlfahrtsarbeit sowie der Gesundheitswirtschaft mit ein. Zuletzt leitete er acht Jahre den Bereich Wohlfahrtspflege im Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes und war damit verantwortlich für den Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege. Der Politikwissenschaftler verfügt über umfangreiche Kenntnisse in der Gestaltung föderaler Organisationen und in der Arbeit mit Ehrenamtlichen. Durch seine Tätigkeit im Vorstand der Berufsgenossenschaft für Wohlfahrtspflege sind ihm auch die Strukturen von Organisationen der Selbstverwaltung bestens vertraut.

Als eines der vordringlichsten Ziele seiner Arbeit nannte Nowoczyn die Stärkung der ärztlichen Freiberuflichkeit und der ärztlichen Selbstverwaltung. „Wir müssen alles daran setzen, die ausgezeichnete Patientenversorgung für alle in Deutschland lebenden Menschen zu bewahren und weiter auszubauen. Dies wird uns nur gelingen, wenn wir das Know-how der Beschäftigten vor Ort und die Basisnähe föderaler Strukturen mit ihren ehrenamtlichen Entscheidungsträgern bei der Bewältigung der vor uns liegenden Herausforderungen nutzen. Hierfür und für eine fundierte Interessenvertretung aller Ärztinnen und Ärzte will ich mich mit ganzer Kraft einsetzen“, so der neue BÄK-Hauptgeschäftsführer.
Nowoczyn tritt die Nachfolge von Dr. Bernhard Rochell an, der die Bundesärztekammer im September 2014 verlassen hat.

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Akademien der Bundesärztekammer im Dialog: Wann ist weniger Medizin mehr? Gemeinsam klug entscheiden!

Logo der BundesärztekammerWann ist weniger mehr, welche Therapie ist wirklich wichtig und wie können Patienten bei der Auswahl geeigneter Behandlungswege besser eingebunden werden? Mit diesen und weiteren Fragen haben sich Haus- und Fachärzte am 9. Januar 2016 auf der Veranstaltung „Akademien der Bundesärztekammer im Dialog“ befasst. „Im Kern geht es darum, wie wir kluge Entscheidungsstrategien entwickeln können, um die Versorgung der Patientinnen und Patienten zu verbessern“, sagte Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery zur Eröffnung der Veranstaltung. „Und das wollen wir interdisziplinär, kollegial und sektorenübergreifend machen.“

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