Influenza – vor allem ältere Menschen sind stark betroffen

Gemeinsame Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und des Paul-Ehrlich-Instituts

Die Grippesaison 2016/2017 war eine schwere Grippewelle und hat vor allem ältere Menschen stark getroffen. Das zeigt der neue Influenza-Saisonbericht, den die Arbeitsgemeinschaft Influenza am Robert Koch-Institut (RKI) jetzt veröffentlicht hat. „Leider sind gerade bei den Senioren die Impfquoten mit rund 35 Prozent besonders niedrig“, sagt Prof. Dr. Lothar H. Wieler, Präsident des RKI. Auch wenn die Wirksamkeit der Grippeimpfung nicht optimal ist, können aufgrund der Häufigkeit der Influenza viele Erkrankungsfälle und schwere Verläufe verhindert werden. „Trotz der schwankenden Impfeffektivität ist die Impfung die wichtigste Maßnahme zum Schutz vor einer Erkrankung“, unterstreicht Wieler. Um das Risiko einer Influenza-Infektion zu verringern werden zusätzlich zur Impfung regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife sowie Abstandhalten zu erkrankten Personen empfohlen.

Prof. Dr. Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), erläutert das Angebot unterschiedlicher Impfstoffe. „Neben den Impfstoffen zur intramuskulären Injektion in den Oberarm gibt es in dieser Saison auch einen Impfstoff, der auch unter die Haut, also subkutan, injiziert werden kann. Zusätzlich gibt es einen Nasenspray-Impfstoff für Kinder und Jugendliche ab einem Lebensalter von zwei bis einschließlich 17 Jahren und einen Impfstoff für Personen über 65 Jahren mit Wirkverstärker.“ Drei tetravalente Influenza-Impfstoffe stehen in dieser Saison zur Verfügung, die gegen alle kursierenden Hauptstämme des Influenzavirus schützen können.

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Notfallversorgung

Integrative Notfallversorgung aus ärztlicher Sicht – KBV und MB legen gemeinsames Konzeptpapier vor

Koordiniertes Vorgehen, bessere Zusammenarbeit und mehr Integration – diesem Leitgedanken folgt das gemeinsame Konzept der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und des Marburger Bundes für eine Reform der Notfallversorgung aus ärztlicher Perspektive.

„Wir wollen das Thema ärztlich entscheiden. Schließlich kümmern sich die Niedergelassenen gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen in den Krankenhäusern um die Patienten“, erklärte Dr. Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), am 18.09.2017 in Berlin. „Wir sind froh, dass es möglich war, ein Konzept gemeinsam mit den Vertragsärzten zu entwickeln. Wir wollen die Ärzte in den Notaufnahmen der Krankenhäuser entlasten, damit sie sich wieder um die Patienten kümmern können, die auf die Hilfe des Krankenhauses tatsächlich angewiesen sind. Gleichzeitig wollen wir für die Patienten, die ambulant bleiben können, durch eine klarere Strukturierung die Versorgung verbessern“, sagte Rudolf Henke, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes (MB).

Notfallpatienten sollen zukünftig durch eine standardisierte Ersteinschätzung bedarfsentsprechend ohne Umwege in die für sie passende Versorgungsebene geleitet werden. Dazu sollen gemeinsame medizinische Anlaufstellen eingerichtet und die bisherigen Notrufnummern des Rettungsdienstes sowie des ärztlichen Bereitschaftsdienstes der Kassenärztlichen Vereinigungen stärker vernetzt werden. So soll die bundesweite Bereitschaftsdienstnummer 116117 künftig rund um die Uhr erreichbar sein, fordern KBV und MB.Ein abgestimmtes Vorgehen wollen KBV und MB durch eine einheitliche und standardisierte Ersteinschätzung der Patienten erreichen, die an allen Anlaufstellen der Notfallversorgung gleich ist. Die Ersteinschätzung soll einem möglichst EDV-gestützten gestuften Schema folgen und in eine klare Empfehlung der geeigneten Versorgungs- und Fachebene münden. Dringlichkeit, medizinische Notwendigkeit oder Schwere der Erkrankungen seien dabei wichtige Kriterien, die zukünftig über die adäquate Versorgungsebene entscheiden sollen. Wirtschaftliche Interessen müssten dabei ebenso in den Hintergrund treten wie Wünsche einzelner Patienten, die über die medizinisch indizierte Notfallbehandlung hinausgehen. Das Konzeptpapier können Sie hier abrufen:
https://www.marburger-bund.de/pressemitteilungen/allgemein/2017/integrative-notfallversorgung-aus-aerztlicher-sicht

| Pi MB

Herzkranken Menschen mehr Lebensqualität sichern

Cover des Jahresberichts 2016 der Deutschen Herzstiftung
Foto: Deutsche Herzstiftung

Wachsender Bedarf an Hilfsangeboten für Herz-Kreislauf-Patienten:
Deutsche Herzstiftung verzeichnet Zuwachs an Neumitgliedern und erhöht Fördermittel für patientennahe Forschung – Jahresbericht 2016 vorgelegt

Herz-Kreislauf-Erkrankungen mindern die Lebensqualität und können für Erkrankte lebensbedrohlich sein. Über 1,67 Millionen Herzpatienten werden jedes Jahr bundesweit wegen Herzinfarkt, Herzschwäche, Klappenerkrankungen, Rhythmusstörungen und anderen Herzkrankheiten in Kliniken eingewiesen.

„Viele dieser Patienten haben oftmals nur ungenaue Vorstellungen von ihrer Herzkrankheit und den Behandlungsmöglichkeiten. Sie sind ganz besonders auf verlässliche Informationen über ihre Herzerkrankung und deren Diagnose und Therapie angewiesen“, betont Prof. Dr. med. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung, anlässlich der Veröffent­lichung des aktuellen Jahresberichts 2016 unter www.herzstiftung.de/jahresbericht-2016.html

„Wer als Herzpatient über seine Erkrankung und Therapie informiert bleibt, dem gelingt auch eher eine Verbesserung seiner Herzgesundheit und seiner Lebensqualität.“ Dass unter Betroffenen der Bedarf an unabhängigen Informationen der Herzstiftung zunimmt, zeigen die aktuellen Jahreszahlen.

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Gewichtszunahme: Achtung – das Herz kann schuld sein

Wassereinlagerungen können auf verminderte Herzfunktion hindeuten: Gewichtskontrolle durch tägliches Wiegen wichtig – Kostenfreie Checkliste

Wer an Körpergewicht zunimmt, muss sich nicht unbedingt zu kalorienreich ernährt oder zu wenig bewegt haben. Auch ein geschwächtes Herz kann die Ursache für eine Gewichtszunahme sein. Zu einer Schwächung des Herzmuskels kommt es z. B., wenn der Muskel nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird, weil die Herzkranzgefäße (die „Benzinleitungen zu unserem Motor Herz“) teilweise eingeengt oder sogar verstopft sind (Herzinfarkt). Und auch wenn das Herz über viele Jahre das Blut gegen einen hohen Blutdruck oder durch eine eingeengte Herzklappe pumpen muss: eine jahrelange Schwerstarbeit, die zur Schwächung der Herzleistung führt. Das Blut wird nur unzureichend weitergepumpt, staut sich daher vor dem Herzen und sackt in die Beine. Der Druck in den Blutgefäßen steigt an, wodurch der flüssige Anteil des Blutes durch die Gefäßwand aus dem Gefäß gedrückt wird.* Diese Wassereinlagerungen außerhalb der Gefäße bezeichnen Mediziner als Ödem.

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In 6 Jahren 14 Prozent mehr Diabetiker (Diabetes Typ 2)

Im Jahr 2009 wurden über 6,1 Mio. gesetzlich versicherte Patienten wegen Diabetes mellitus Typ 2 behandelt. 2015 waren es bereits knapp 7 Mio. Patienten, dies entspricht einem Anstieg von etwa 14 % innerhalb von sechs Jahren.

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) stellte anhand ärztlicher Abrechnungsdaten von gesetzlich versicherten Patienten einen Vergleich der Diagnosedaten bei Diabetes mellitus Typ 2 der Jahre 2009 und 2015 auf. In der Auswertung fehlen die privat versicherten Patienten, die etwa 10 % der Gesamtbevölkerung ausmachen.

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