Verzahnung statt Sektionierung

Logo BundesärztekammerDie Bundesärztekammer überarbeitet ihre Gremienstruktur und setzt dabei auf Integration der Versorgungsbereiche und Stärkung der Hausarztmedizin.

Wer nach Antworten sucht, wie die gesundheitlichen Herausforderungen einer sich wandelnden Gesellschaft zu meistern sind, kommt um zwei zentrale Begriffe nicht herum. Mehr Integration und bessere Koordination. Gemeint ist, dass angesichts der steigenden Zahl älterer, multimorbider Patienten integrierte Versorgungsketten aufeinander abgestimmte Behandlungsangebote ermöglichen sollen. Gleichzeitig soll die Hausarztmedizin gestärkt werden, um den Patienten mehr Orientierung in einem zunehmend spezialisierten Medizinbetrieb zu ermöglichen.

Tatsächlich hat die Politik diesen Ansatz in ihren jüngsten Reformgesetzen zumindest teilweise aufgenommen. Impulsgeber war auch die Ärzteschaft, die sich auf zahlreichen Ärztetagen, unter anderem auf dem 115. Deutschen Ärztetag in Nürnberg, intensiv mit dem Ausbau kooperativer Strukturen und der Stärkung der Allgemeinmedizin beschäftigt hat. Die seither zu beobachtende engere Verzahnung der Versorgungsebenen einerseits und die zunehmende Bedeutung der Hausarztmedizin andererseits, sollen sich nun auch stärker in den Gremienstrukturen der Bundesärztekammer (BÄK) widerspiegeln.

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OPS 2016: DIMDI veröffentlicht endgültige Fassung

Logo DimdiDas DIMDI hat die endgültige Fassung der Version 2016 des Operationen- und Prozedurenschlüssels (OPS) veröffentlicht. Eingeflossen sind 371 Vorschläge und zusätzliche Anforderungen aus der Weiterentwicklung der Entgeltsysteme für Krankenhausleistungen. Vorschläge kamen dabei zumeist von den Fachgesellschaften sowie von Fachleuten aus Ärzteschaft, Krankenkassen und Kliniken. Viele Prozeduren können mit der neuen Version präziser und differenzierter verschlüsselt werden.

Der OPS ist eine Grundlage für das pauschalierende Vergütungssystem G-DRG (German Diagnosis Related Groups) und für das PEPP-Entgeltsystem (Pauschalierte Entgelte in Psychiatrie und Psychosomatik). Das DIMDI gibt ihn jährlich neu heraus. Operationen und Prozeduren müssen im ambulanten und stationären Bereich nach dem OPS verschlüsselt werden.

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Ausschnitte aus der Antrittsrede des Präsidenten des Weltärztebundes Sir Michael Marmot

Prof. Sir Michael Marmot, neuer Präsident des Weltärztebundes
Prof. Sir Michael Marmot, neuer Präsident des Weltärztebundes

am 16. Oktober 2015 in Moskau, Russland

Im Mai 2011 hat sich Mary erhängt. […]
Sie war vierzehn Jahre alt. Sie gehörte der „First Nation“ an, den Ureinwohnern Kanadas. Ihre Geschichte hat, wie alle Suizide, ihre Besonderheiten. Sie wurde körperlich und emotional zu Hause und in ihrer Gemeinschaft missbraucht, möglicherweise sogar sexuell. […]

Beamte schrieben den Suizid einem dysfunktionalen Kinderfürsorgesystem zu und dem Umstand, dass niemand ihre Beschwerden über den Missbrauch ernst genommen oder auf diese reagiert hat.

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Mehr Organspender – weniger gespendete Organe

Logo Deutsche Stiftung OrgantransplantationEngagement der Krankenhäuser wächst

Die aktuellen Zahlen, die die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) anlässlich ihres 11. Jahreskongresses vorstellt, zeigen, dass zumindest der Rückgang der Organspenden vorerst gestoppt zu sein scheint. Demnach ist die Zahl der Organspender von Januar bis Oktober 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Prozent von 713 auf 736 gestiegen. Damit zeichnet sich erstmals seit vier Jahren nach einem deutlichen Rückgang wieder eine leichte Aufwärtsbewegung ab. Dies gilt jedoch nicht für die Anzahl der gespendeten Organe, die im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Prozent auf insgesamt 2.455 Organe zurückgegangen ist. Während die Summe der gespendeten Nieren leicht von 1.235 auf 1.284 stieg, nahm die Zahl der gespendeten Herzen, Lungen, Lebern und Bauchspeicheldrüsen ab.

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Akut behandlungsbedürftige, für Deutschland ungewöhnliche Infektionskrankheiten, die bei Asylsuchenden auftreten können

Für medizinisches Personal (Stand: 14. September 2015)

Unter den derzeitig zahlreich eintreffenden Asylsuchenden kam es in den letzten Wochen zum vereinzelten Auftreten schwerer, seltener, zum Teil mit der Fluchtreise assoziierter Erkrankungen. Daher sollte medizinisches Personal, welches Asylsuchende (sowie Asylbewerber, Flüchtlinge) betreut, auf einige dieser für Deutschland ungewöhnlichen Erkrankungen, die einer raschen infektiologischen Diagnostik und sachkundigen Therapie bedürfen (siehe Tabelle S. 52f), vorbereitet sein.

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