Herzkranken Menschen mehr Lebensqualität sichern

Cover des Jahresberichts 2016 der Deutschen Herzstiftung
Foto: Deutsche Herzstiftung

Wachsender Bedarf an Hilfsangeboten für Herz-Kreislauf-Patienten:
Deutsche Herzstiftung verzeichnet Zuwachs an Neumitgliedern und erhöht Fördermittel für patientennahe Forschung – Jahresbericht 2016 vorgelegt

Herz-Kreislauf-Erkrankungen mindern die Lebensqualität und können für Erkrankte lebensbedrohlich sein. Über 1,67 Millionen Herzpatienten werden jedes Jahr bundesweit wegen Herzinfarkt, Herzschwäche, Klappenerkrankungen, Rhythmusstörungen und anderen Herzkrankheiten in Kliniken eingewiesen.

„Viele dieser Patienten haben oftmals nur ungenaue Vorstellungen von ihrer Herzkrankheit und den Behandlungsmöglichkeiten. Sie sind ganz besonders auf verlässliche Informationen über ihre Herzerkrankung und deren Diagnose und Therapie angewiesen“, betont Prof. Dr. med. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung, anlässlich der Veröffent­lichung des aktuellen Jahresberichts 2016 unter www.herzstiftung.de/jahresbericht-2016.html

„Wer als Herzpatient über seine Erkrankung und Therapie informiert bleibt, dem gelingt auch eher eine Verbesserung seiner Herzgesundheit und seiner Lebensqualität.“ Dass unter Betroffenen der Bedarf an unabhängigen Informationen der Herzstiftung zunimmt, zeigen die aktuellen Jahreszahlen.

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Gewichtszunahme: Achtung – das Herz kann schuld sein

Wassereinlagerungen können auf verminderte Herzfunktion hindeuten: Gewichtskontrolle durch tägliches Wiegen wichtig – Kostenfreie Checkliste

Wer an Körpergewicht zunimmt, muss sich nicht unbedingt zu kalorienreich ernährt oder zu wenig bewegt haben. Auch ein geschwächtes Herz kann die Ursache für eine Gewichtszunahme sein. Zu einer Schwächung des Herzmuskels kommt es z. B., wenn der Muskel nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird, weil die Herzkranzgefäße (die „Benzinleitungen zu unserem Motor Herz“) teilweise eingeengt oder sogar verstopft sind (Herzinfarkt). Und auch wenn das Herz über viele Jahre das Blut gegen einen hohen Blutdruck oder durch eine eingeengte Herzklappe pumpen muss: eine jahrelange Schwerstarbeit, die zur Schwächung der Herzleistung führt. Das Blut wird nur unzureichend weitergepumpt, staut sich daher vor dem Herzen und sackt in die Beine. Der Druck in den Blutgefäßen steigt an, wodurch der flüssige Anteil des Blutes durch die Gefäßwand aus dem Gefäß gedrückt wird.* Diese Wassereinlagerungen außerhalb der Gefäße bezeichnen Mediziner als Ödem.

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In 6 Jahren 14 Prozent mehr Diabetiker (Diabetes Typ 2)

Im Jahr 2009 wurden über 6,1 Mio. gesetzlich versicherte Patienten wegen Diabetes mellitus Typ 2 behandelt. 2015 waren es bereits knapp 7 Mio. Patienten, dies entspricht einem Anstieg von etwa 14 % innerhalb von sechs Jahren.

Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) stellte anhand ärztlicher Abrechnungsdaten von gesetzlich versicherten Patienten einen Vergleich der Diagnosedaten bei Diabetes mellitus Typ 2 der Jahre 2009 und 2015 auf. In der Auswertung fehlen die privat versicherten Patienten, die etwa 10 % der Gesamtbevölkerung ausmachen.

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Neues aus dem Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien

NVL-Infodienst

Ab sofort können Patienten, Ärzte und Interessierte den neuen NVL-Infodienst des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) abonnieren. Der Infodienst berichtet per E-Mail über neu erschienene Nationale VersorgungsLeitlinien (NVL), den Start von öffentlichen Konsultationsphasen und die Veröffentlichung ergänzender Materialien zur Implementierung von NVL.

Im Rahmen des NVL-Programms werden Nationale VersorgungsLeitlinien zu den wichtigsten, hochprävalenten Krankheitsbildern wie Diabetes, Herzinsuffizienz, Chronische KHK, Asthma, COPD, Unipolare Depression und Kreuzschmerz entwickelt. Neben der Langfassung der jeweiligen Leitlinie werden ergänzende Materialien wie Kurzfassungen, Patientenmaterialien und vieles mehr zur Verfügung gestellt. Zudem finden für alle NVL vor einer Veröffentlichung vierwöchige öffentliche Konsultationsphasen statt, in denen Interessierte die Inhalte der NVL kommentieren können.

Interessierte können sich hier für den Infodienst anmelden: www.aezq.de/aezq/service/newsletter

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Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission für 2017/2018 veröffentlicht

Änderungen gibt es bei den Impfungen gegen Hepatitis A und B, Influenza sowie Tetanus

Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut hat ihre neuen Impfempfehlungen veröffentlicht, wie üblich im Epidemiologischen Bulletin 34.

Änderungen gibt es bei den Impfungen gegen Hepatitis A und B, Influenza sowie Tetanus. Im Rahmen der redaktionellen Überarbeitung wurde unter anderem ein Abschnitt zur Impfung von Patienten mit geschwächtem Immunsystem ergänzt und ein Schlagwortverzeichnis erstellt. Zudem erklärt die STIKO, warum sie die Impfung gegen Herpes zoster (mit einem Lebendimpfstoff) derzeit nicht als Standardimpfung empfiehlt.

Die Impfung gegen Hepatitis A und B empfiehlt die STIKO nun auch ehrenamtlich Tätigen, für die ein Expositionsrisiko besteht, das mit dem von beruflich tätigen Personen vergleichbar ist. Auch Auszubildende, Studierende und Praktikanten werden nun ausdrücklich genannt. Die STIKO stellt damit klar, dass die Indikation zur Impfung anhand des mit der jeweiligen Tätigkeit tatsächlich verbundenen Expositionsrisikos zu beurteilen ist und nicht beschränkt ist auf bestimmte Berufsgruppen.

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