Sprachführer ohne Dolmetscher: MedGuide Allgemeinmedizin

Ausgabe u. a. in Tigrinya für Patienten aus Eritrea erschienen

MedGuide Allgemeinmedizin

Handlungsfähig bleiben auch ohne Dolmetscher: Für Arzt und medizinisches Personal bietet sich mit dem MedGuide eine umfassende Kommunikationshilfe. In den Sprachführern sind aussagekräftige Illustrationen auch für „nicht-lesende“ Patienten enthalten – diese wurden bereits mit einem Preis für interkulturelle Kommunikation ausgezeichnet.

Der blaue MedGuide mit Schwerpunkt Allgemeinmedizin ist für Patienten aus Eritrea nun auch in Tigrinya zusammen mit Kurdisch (Kurmandschi) für € 19,90 verfügbar. Die medizinischen Übersetzungen sind durch professionelle Agenturen gewährleistet und werden durch Stiftungen unterstützt. Der MedGuide ist ebenso in Deutsch-Hocharabisch-Farsi und Deutsch-Türkisch-Russisch verfügbar.

Direktbestellung: www.edition-medguide.de oder bei dem Projektverantwortlichen Michael Schwarz persönlich: 04841/770 99 94.

| Pi MedGuide

Cover: © Edition MedGuide

Achtung: Stärkung der Prävention und Rehabilitation durch den Gesetzgeber – Haben Sie das schon gewusst?

Seit 2017 sind die Leistungen zur Prävention, Kinder- und Jugendlichenrehabilitation und Nachsorge der gesetzlichen Rentenversicherung Pflichtleistungen, keine Ermessensleistungen. Präventionsleistungen der Deutschen Rentenversicherung stehen künftig Versicherten offen, bei denen erste gesundheitliche Beeinträchtigungen die ausgeübte Beschäftigung gefährden. Auch in der Kinder- und Jugendrehabilitation hat sich einiges verbessert.Hier besteht nun unabhängig vom Alter des Kindes ein Anspruch auf Mitaufnahme einer Begleitperson, wenn dies für die Durchführung oder den Erfolg der Leistung notwendig ist. Außerdem dürfen diese Leistungen jetzt auch ambulant erbracht werden und dauern mindestens vier Wochen. Ebenso findet der Wiederholungszeitraum von vier Jahren bei der Kinder- und Jugendrehabilitation keine Anwendung mehr. Auch die Nachsorge im Anschluss an medizinische Rehabilitationsleistungen ist jetzt, sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen, eine Pflichtleistung der Deutschen Rentenversicherung. Ziel ist und bleibt der nachhaltige Transfer des in der Rehabilitation Gelernten in Alltag und Beruf bzw. Schule.

Wenn Sie oder Ihre Patienten es genauer wissen wollen, besuchen Sie einfach folgende speziell für behandelnde Ärzte eingerichtete Internetseite der Deutschen Rentenversicherung: www.rehainfo-aerzte.de
Viele Informationen bietet auch die Internetpräsenz der Landesärztekammer Sachsen-Anhalt unter www.aeksa.de.

Korrespondenzanschrift:
Frau Birgit Schmidtke
Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland
Georg-Schumann-Str. 146, 04159 Leipzig
Telefon: 0341 550-47621, Telefax: 0341 550-9247621
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Neue Kurzinformation erschienen: Idiopathisches Parkinson-Syndrom

Verständlich und kompakt – das neue Informationsblatt von Kassenärztlicher Bundesvereinigung und Bundesärztekammer steht jetzt kostenlos zum Ausdrucken bereit

Die Parkinson-Krankheit zählt zu den häufigen Erkrankungen des Nervensystems. Etwa 220.000 Menschen leben mit dieser Krankheit in Deutschland. Sie äußert sich durch eine zunehmende Einschränkung der Bewegungen: Sie werden langsamer und kleiner und das Greifen fällt schwerer. Hände und Füße zittern vor allem in Ruhe. Das Gesicht wird ausdrucksloser und Schlucken sowie Sprechen fallen schwerer. Viele weitere Anzeichen können hinzukommen.

Die neue Kurzinformation „Parkinson-Krankheit – wenn sich Bewegungen verändern“ informiert neben den Krankheitszeichen über die Entstehung des idiopathischen Parkinson-Syndroms sowie über Behandlungsmöglichkeiten. Auch praktische Tipps im Umgang mit der Erkrankung erhält der Leser, zum Beispiel zu Krankengymnastik, Hilfen bei beruflichen oder rechtlichen Schwierigkeiten oder beim Führen von Kraftfahrzeugen. Die Reihe „Kurzinformationen für Patienten (KiP)“ entwickelt das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Bundesärztekammer. Das ÄZQ erstellt dafür doppelseitige Dokumente im DIN-A4-Format, die als PDF-Download zum kostenlosen Ausdrucken und Verteilen bereit stehen.

Die Kurzinformation „Idiopathisches Parkinson-Syndrom“ sowie Informationen zu über 70 weiteren Themen können Sie abrufen unter:
Kurzinformation für Patienten „Idiopathisches Parkinson-Syndrom“:
http://www.patienten-information.de/kurzinformationen/nerven-und-gehirn/parkinson

Methodik und Quellen:
http://www.patienten-information.de/kurzinformationen/quellen-und-methodik/parkinson

Kurzinformationen für Patienten auf Patienten-Information.de:
http://www.patienten-information.de/kurzinformationen

| Pi und Foto: äzq

Eisenmangel bei Herzschwäche: Auslöser für Krankenhauseinweisungen

Herzstiftung fordert routinemäßige Überprüfung des Eisenstoffwechsels bei allen Patienten mit Herzschwäche, denn Eisenmangel gibt es auch ohne Blutarmut

Bislang ist es unüblich, bei Patienten mit Herzschwäche (Herzinsuffizienz) die Laborwerte des Eisenstoffwechsels zu überprüfen, obwohl bei 35 bis 60 Prozent der Betroffenen Eisenmangel als Begleiterkrankung auftritt. Ein Eisenmangel führt u. a. zu Müdigkeit, Leistungsabfall und Konzentrationsschwäche und beeinträchtigt die Lebensqualität. Der Organismus der oftmals von weiteren Herz-Kreislauf-Leiden wie Bluthochdruck und Rhythmusstörungen zusätzlich belasteten Patienten wird allgemein anfälliger für Krankheiten.

„In Anbetracht der Häufigkeit und klinischen Folgen des Eisenmangels sollte bei allen Patienten mit Herzschwäche routinemäßig der Eisenstoffwechsel überprüft werden“, fordert deshalb Prof. Dr. med. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung.

Ob auch das Fortschreiten der Herzschwäche und der vorzeitige Herztod durch Eisenmangel mitbedingt sind, ist bis heute ungeklärt. „Die experimentellen Ergebnisse sprechen jedoch dafür“, unterstreicht der Kardiologe aus Hamburg. Eisenmangel gibt es bei Herzschwäche auch ohne jede Blutarmut, deshalb sollte Blutarmut nicht als einziger Anlass für eine Überprüfung des Eisenstoffwechsels gelten. Darauf weist der Experten-Ratgeber „Das schwache Herz“ (160 S.) der Herzstiftung hin.

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Neues Internetportal „Migration und Gesundheit“

Das Bundesministerium für Gesundheit informiert:

Das Bundesministerium für Gesundheit startete das neue Internetportal „Migration und Gesundheit“ unter www.migration-gesundheit.bund.de.

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: „Das neue Internetangebot ‚Migration und Gesundheit‘ richtet sich an Migrantinnen und Migranten, aber auch an haupt- und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die Zugewanderte nach ihrer Ankunft in Deutschland unterstützen. Es hilft, sich mit dem Gesundheitswesen in Deutschland vertraut zu machen und beantwortet Fragen rund um die eigene Gesundheit und die Kindergesundheit. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag, um den Zugang von Migrantinnen und Migranten zur Gesundheitsversorgung zu verbessern.“

Auf dem Portal werden erstmals gebündelt zahlreiche Informationsmaterialien zu den Schwerpunktthemen „Gesundheitswesen“, „Gesundheit und Vor-sorge“, „Pflege“ sowie „Sucht und Drogen“ in mehreren Sprachfassungen zur Verfügung gestellt.

Zu dem Angebot gehören zum Beispiel Aufklärungsbroschüren zu Schutzimpfungen, wichtige Hinweise zur Kindergesundheit, zu verschiedenen Früherkennungsuntersuchungen, Informationen über die Versorgung im Krankenhaus und bei Ärztinnen und Ärzten in der ambulanten Versorgung sowie Broschüren zu unterschiedlichen Suchterkrankungen.

Weitere Informationen zum Thema Migration und Gesundheit finden Sie auch unter: www.bundesgesundheitsministerium.de


| Pi (Auszug) BMG

Darüber hinaus sind u. a. ein Online-Ratgeber Gesundheit für Asylsuchende (www.t1p.de/asyl) sowie mehrsprachige Informationsangebote (www.migration-gesundheit.bund.de) veröffentlicht.