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Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt Informationsfilm für Transplantationsbeauftragte in Kliniken heraus

Was genau passiert, wenn bei einem Patienten ein Verdacht auf Hirntod besteht? Welche Schritte müssen Ärzte und Pflegekräfte im Krankenhaus einleiten, wenn dieser Patient oder diese Patientin als potenzieller Organspender in Frage kommt? Was darf nicht vergessen werden? Wo können sich Fachkräfte Hilfe und Begleitung bei dem Prozess holen? Diese und viele weitere Fragen beantwortet die neue siebenteilige dokumentarische Filmreihe „Organspende - Engagement und Profession“, die die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) jetzt auf DVD herausgibt. Die Filmreihe, bei der der Organspende- und Transplantationsprozess Schritt für Schritt geschildert wird, richtet sich an Transplantationsbeauftrage, Ärzte, Ärztinnen und Pflegekräfte in Kliniken.

Transplantationsbeauftrage sind nach § 9b des Transplantationsgesetzes unter anderem dafür verantwortlich, „dass das ärztliche und pflegerische Personal im Entnahmekrankenhaus über die Bedeutung und den Prozess der Organspende regelmäßig informiert wird.“ Die BZgA unterstützt mit der Filmreihe die Transplantationsbeauftragten bei ihrer Aufgabe, da ein hoher Wissenstand und die Einstellung der Ärzte und des Pflegepersonals, sowie die Situation im Krankenhaus eine große Bedeutung für die Organspende hat.

Jeder der sieben Filme behandelt ausführlich ein abgeschlossenes Thema, zum Beispiel die Aufgaben des Entnahmekrankenhauses, das Gespräch mit Angehörigen oder die Arbeit der Vermittlungsstelle Eurotransplant. Die Filme eignen sich für einen behutsamen Einstieg in das Thema Organspende, ersetzen jedoch keine fachspezifische Fortbildung.

Die Direktorin der BZgA, Prof. Dr. Elisabeth Pott, betont: „Die Bereitschaft zur Organspende und zur Mitwirkung am Organspendeprozess hängt im hohen Maße vom Vertrauen in das System der Organvergabe und von den handelnden Personen ab. Die aktuelle Situation in der Organspende ist durch einen Vertrauensverlust sowohl in der Allgemeinbevölkerung aber auch bei Ärzten und Pflegekräften geprägt. Weil in Deutschland mehr als 10.000 Menschen auf ein Spenderorgan warten, ist es notwendig, so schnell wie möglich das Vertrauen wieder herzustellen. Der Informationsfilm „Organspende – Engagement und Profession“ leistet hierzu einen wichtigen Beitrag.“

Die Filmreihe wird erstmals bei der 23. Jahrestagung der Deutschen Transplantationsgesellschaft (16. bis 18. Oktober 2014 in Mannheim) der Öffentlichkeit vorgestellt. Die BZgA stattet zusätzlich alle Transplantationsbeauftragten mit der DVD aus. Außerdem stehen die Filme auch im geschützten Login-Bereich für Transplantationsbeauftragte unter www.organspende-info.de/login zum Download bereit. Der Login-Bereich ist als Austauschplattform angelegt. Hier können Transplantationsbeauftragte weitere Informationsmaterialien der BZgA kostenfrei bestellen, aber auch eigene Beiträge sowie Veranstaltungstermine einstellen.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ist nach dem Transplantationsgesetz mit der ergebnisoffenen Aufklärung zur Organ- und Gewebespende beauftragt. Sie informiert mit ihrer bundesweiten Kampagne „ORGANPATEN werden“ zu den wichtigsten Fragen rund um das Thema Organ- und Gewebespende, um Menschen dabei zu unterstützen, ihre individuelle Entscheidung zu treffen.

Weitere Informationen zu Organ- und Gewebespenden:
www.organpaten.de www.organspende-info.de

Kostenfreies Infotelefon Organspende:
Tel.: 0800 - 90 40 400 montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr

Plakatmotive der Kampagne „ORGANPATEN werden“ und Bildmaterial vom Organspendeausweis stehen zum Download unter:
http://www.bzga.de/presse/pressemotive/organspende

Pi BZgA