Fusafungin (Locabiosol®): Europäischer Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) empfiehlt Widerruf der Zulassungen

Fusafungin-haltige Nasen- und Mundsprays (in Deutschland: Locabiosol®) sind zugelassen zur unterstützenden kurzzeitigen topischen antientzündlichen und antibakteriellen Therapie bei akut entzündlichen Erkrankungen der oberen Luftwege wie Sinusitis, Rhinitis, Rhinopharyngitis, Tonsillitis, Laryngitis und Tracheitis. Die Anwendung ist beschränkt auf Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahre.

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Informationsbrief zu TachoSil® Versiegelungsmatrix (Fibrinogen vom Menschen/ Thrombin vom Menschen): neue Empfehlungen zur Reduzierung des Darmverschlussrisikos

TachoSil® ist ein Arzneimittel, das die auf ein Kollagen-Patch aufgetragenen Wirkstoffe Fibrinogen und Thrombin (vom Menschen) enthält. Es wird zur unterstützenden Behandlung in der Chirurgie eingesetzt: zur Verbesserung der Hämostase, zur Unterstützung der Gewebeversiegelung und zur Nahtsicherung in der Gefäßchirurgie, wenn Standardtechniken insuffizient sind.

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Aus der UAW-Datenbank: Progrediente interstitielle Lungenerkrankung unter Abirateron (Zytiga®)

Zahlreiche Medikamente werden mit dem Auslösen einer Alveolitis und nachfolgender interstitieller Lungenerkrankung (engl. drug-induced interstitial lung disease, DILD) in Zusammenhang gebracht. Eine DILD sollte in Betracht gezogen werden, wenn Husten, Fieber, Dyspnoe und Hypoxämie in Verbindung mit dem Befund einer interstitiellen Lungenerkrankung in der Bildgebung auftreten, ohne dass es Hinweise auf eine dekompensierte Herzinsuffizienz oder eine ursächliche Infektions- oder Tumorerkrankung gibt. Therapeutisch empfiehlt sich vor allem das Absetzen des als ursächlich angesehenen Arzneimittels sowie in einigen Fällen die Gabe von Glukokortikosteroiden.

Bekanntgabe der AkdÄ im Deutschen Ärzteblatt vom 22.01.2016

Bitte teilen Sie der AkdÄ alle beobachteten Nebenwirkungen (auch Verdachtsfälle) mit.
Auf der Internetseite der AkdÄ finden Sie dafür einen Berichtsbogen, der auch regelmäßig im Deutschen Ärzteblatt abgedruckt wird. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, einen UAW-Verdachtsfall online zu melden.

Rote-Hand-Brief zu Gilenya® (Fingolimod): Risiken der immunsuppressiven Effekte

Fingolimod ist ein selektives Immunsuppressivum. Es ist zugelassen als krankheitsmodifizierende Monotherapie von hochaktiver schubförmig-remittierend verlaufender Multipler Sklerose bei Patienten, die entweder eine hohe Krankheitsaktivität trotz Behandlung mit einem vollständigen und angemessenen Zyklus mit mindestens einer krankheitsmodifizierenden Therapie zeigen oder die einen rasch fortschreitenden, schweren Verlauf aufweisen.

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Rote-Hand-Brief zu Tarceva® (Erlotinib): Anwendungseinschränkung der First-Line-Erhaltungstherapie

Tarceva® (Erlotinib) ist zugelassen zur Behandlung von Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC): zur First-Line-Behandlung bei lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC mit aktivierenden EGFR-Mutationen, zur Erhaltungsbehandlung bei lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC sowie bei lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC, wenn mindestens eine vorausgegangene Chemotherapie versagt hat. In Kombination mit Gemcitabin ist Erlotinib indiziert zur Behandlung des metastasierten Pankreaskarzinoms.

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