Information des BfArM zu Metformin: Anwendung wird auf Patienten mit mäßig eingeschränkter Nierenfunktion (eGFR ≥ 30 ml/min/1,73 m²) ausgeweitet

Metformin ist zugelassen zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 bei Erwachsenen und Kindern ab 10 Jahren. Es ist als Monopräparat sowie in Kombination mit anderen oralen Antidiabetika verfügbar. Laktatazidose ist eine sehr seltene, jedoch schwerwiegende metabolische Komplikation (hohe Mortalitätsrate ohne schnelle Behandlung), die durch Akkumulation von Metformin verursacht werden kann. Die bisher bekannt gewordenen Fälle von Laktatazidose in Zusammenhang mit Metformin betrafen vor allem Patienten mit Niereninsuffizienz oder sich akut verschlechternder Nierenfunktion.

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„Aus der UAW-Datenbank“: Nebenwirkungen durch Medikationsfehler

Medikationsfehler können zum Auftreten von Nebenwirkungen beitragen. Um Ursachen und Risikofaktoren für Medikationsfehler besser zu erkennen, führt die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) derzeit ein Projekt zur Erfassung und Bewertung von Medikationsfehlern durch, das vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) gefördert wird.

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Rote-Hand-Brief zu Blinatumomab (Blincyto®) 38,5 Mikrogramm Pulver für ein Konzentrat und Lösung zur Herstellung einer Infusionslösung: Risiko einer Pankreatitis

Blinatumomab wird angewendet zur Behandlung Erwachsener mit Philadelphia-Chromosom negativer, rezidivierter oder refraktärer B-Vorläufer akuter lymphatischer Leukämie (ALL). Es aktiviert T-Zellen durch Verbindung von CD3 auf der Oberfläche von T-Zellen mit CD19 auf gutartigen und malignen B-Zellen und vermittelt so die Entstehung einer zytolytischen Synapse zwischen T-Zelle und Tumorzelle. Die Behandlung mit Blinatumomab resultiert in der Elimination von CD19+-Zellen.

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Meningoenzephalitis durch Epstein-Barr-Virus (EBV) nach Therapie mit Adalimumab

Der TNFα-Inhibitor Adalimumab wird unter anderem angewandt zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis. Er bindet spezifisch an TNFα und beeinflusst durch TNFα gesteuerte Reaktionen einschließlich Konzentrationsänderungen von Adhäsionsmolekülen, die für die Leukozytenmigration verantwortlich sind. Im Zusammenhang mit einer Anti-TNFα-Behandlung besteht ein erhöhtes Risiko für Infektionen, einschließlich opportunistischer Infektionen und Reaktivierung latenter mykobakterieller und viraler Infektionen.

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FDA warnt vor dem Risiko einer Hepatitis-B-Reaktivierung im Zusammenhang mit direkt wirkenden antiviralen Mitteln zur Behandlung der Hepatitis C

Direkt wirkende antivirale Mittel (direct-acting antivirals, DAA) wie Daklinza® (Daclatasvir), Exviera® (Dasabuvir), Harvoni® (Sofosbuvir/Ledipasvir), Olysio® (Simeprivir), Sovaldi® (Sofosbuvir) und Viekirax® (Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir) sind zugelassen zur Behandlung einer chronischen Hepatitis-C(HCV)-Infektion und können ohne Interferon angewendet werden.

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