„Aus der UAW-Datenbank“: Schwere Gewebeschädigungen nach Spülung tiefer Wunden mit Octenisept®

Octenisept®ist ein wässriges Wund- und Schleimhautantiseptikum. Es ist zugelassen zur antiseptischen Behandlung von Schleimhaut und angrenzender Haut vor diagnostischen und operativen Maßnahmen im Ano-Genitalbereich und in der Mundhöhle sowie zur zeitlich begrenzten unterstützenden Therapie von Interdigitalmykosen und für adjuvante antiseptische Wundbehandlungen.

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Umstellung von einheitlichen „Luer-Konnektoren“ auf spezifische Konnektoren für verschiedene Anwendungsbereiche, um Verwechslungen vorzubeugen

Die einheitliche Gestaltung sogenannter „Luer-Konnektoren“ lässt beliebige Verbindungen zwischen Spritzen, Kanülen, Kathetern, Infusionsschläuchen, Mehrwegehähnen, Spinalnadeln etc. zu. Dies birgt jedoch auch ein Potenzial für Verwechslungen, die durch Fehlverbindungen z. B. bei enteraler Ernährung zu teilweise schweren Zwischenfällen geführt haben.

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Akzidentelle Überdosierung von Colchicin mit Todesfolge

Aus der UAW-Datenbank

Ein aktuell gemeldeter Fall, weitere Berichte aus der Literatur und Informationen der Giftinformationszentralen zeigen, dass trotz bestehender Warnhinweise in den Fach- und Gebrauchsinformationen weiterhin akzidentelle Überdosierungen von Colchicin mit schwerwiegenden Folgen vorkommen. Um dieses Risiko zu vermindern, scheint neben der Aufklärung der Patienten eine Begrenzung der Abgabemenge (Packungsgröße nur zur Behandlung eines akuten Gichtanfalls ausreichend) sinnvoll. Bestehende Kontraindikationen (z. B. eingeschränkte Nierenfunktion, Lebererkrankungen) und mögliche Wechselwirkungen (insbesondere mit Inhibitoren von P-Glycoprotein oder CYP3A4) sollten bei der Verordnung beachtet werden. Keinesfalls sollten die zugelassenen Maximaldosierungen überschritten werden.

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Publikation des Paul-Ehrlich-Instituts: Verdachtsfälle unerwünschter Reaktionen nach Checkpoint-Inhibitoren aus Deutschland

Die derzeit in der EU zugelassenen Checkpoint-Inhibitoren Ipilimumab (Yervoy®), Nivolumab (Opdivo®) und Pembrolizumab (Keytruda®) werden in bestimmten klinischen Situationen eingesetzt zur Behandlung maligner Erkrankungen wie dem Melanom, dem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom, dem Nierenzellkarzinom und dem Hodgkin-Lymphom. Checkpoint-Inhibitoren verstärken die körpereigene Abwehr von Tumorzellen, indem sie über verschiedene Wege verhindern, dass die Immunabwehr durch bestimmte Tumorzellen „abgeschaltet“ wird. Wegen ihres Wirkmechanismus weisen diese Arzneimittel ein anderes Nebenwirkungsprofil auf als herkömmliche Therapien. Durch überschießende Immunreaktionen können sie neben häufigen Symptomen wie Fieber und Hautreaktionen auch zu Entzündungen des Darms, der Leber, der Hirnanhangsdrüse, der Nieren und der Lunge führen.

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