Bestimmte elektrolyt- und/oder kohlenhydrathaltige intravenösen (i.v.) Flüssigkeiten (siehe Liste im Anhang des Rote-Hand-Briefs) können schwere Hyponatriämien verursachen, die durch Entwicklung einer akuten hyponatriämischen Enzephalopathie zu irreversiblen Hirnschädigungen und zum Tod führen können. Ein erhöhtes Risiko für das Entstehen einer progressiven Hyponatriämie weisen Patienten mit erhöhter ADH(antidiuretisches Hormon; Vasopressin)-Ausschüttung auf sowie z. B. Kinder, Frauen während der Entbindung, Patienten in einer postoperativen Phase und Patienten mit Leberversagen.

  • Einige elektrolyt- und/oder kohlenhydrathaltige intravenöse Flüssigkeiten können nach der Gabe bzw. als Folge der Metabolisierung und dem schnellen aktiven Transport von Glukose in Körperzellen den Effekt der Zufuhr von freiem Wasser hervorrufen (sog. physiologisch hypotone Lösungen).
  • Die intravenöse Gabe glukosehaltiger Flüssigkeiten kann insbesondere in Abhängigkeit vom Natriumgehalt, dem Infusionsvolumen, der Infusionsrate und dem klinischen Zustand des Patienten sowie seiner Fähigkeit, Glukose zu verstoffwechseln, zu Elektrolytungleichgewichten führen. Es ist auf die korrekte Indikationsstellung zu achten.
  • Eine schwere Hyponatriämie (Serumnatrium < 130 mmol/l) kann zu einer akuten hyponatriämischen Enzephalopathie, irreversiblen Hirnschädigungen und zum Tod führen.
  • Insbesondere bei Patienten mit erhöhter nicht osmotischer Freisetzung von Vasopressin (Syndrom der inadäquaten Sekretion von ADH, SIADH) und bei Patienten, die gleichzeitig mit Vasopressin-Agonisten (z. B. Terlipressin, Desmopressin) behandelt werden, müssen vor und während der Gabe von Elektrolyt- und/oder kohlenhydrathaltigen intravenösen Flüssigkeiten das Flüssigkeitsgleichgewicht, Serumglukose, Serumnatrium und andere Elektrolyte überwacht werden.

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Rote-Hand-Brief zu bestimmten elektrolyt- und/oder kohlenhydrathaltigen intravenösen Flüssigkeiten vom 04.06.2018

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Rote Hand Die Verantwortung für die Erstellung und den Versand von Rote-Hand-Briefen liegt bei den pharmazeutischen Unternehmen. Rote-Hand-Briefe werden in der Regel von den zuständigen Behörden (BfArM, PEI) angeordnet und mit ihnen inhaltlich abgestimmt.

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