Die medikamentöse Behandlung von Patienten mit COVID-19 erfolgt derzeit unter anderem off-label mit (Hydroxy-)Chloroquin, Lopinavir/Ritonavir, Favipiravir und Camostat. Für diese Anwendung hat die Bundesregierung eine zentrale Beschaffung dieser Arzneimittel eingeleitet (vgl. AMK-Nachricht 20/13 vom 24.03.2020). Die Arzneimittel sind teils in Deutschland, teils nur in anderen Ländern bereits zur Behandlung in anderen Indikationen zugelassen. Dadurch liegen Erkenntnisse über ihr Sicherheitsprofil vor.

Die Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK) informiert in einer Tabelle über ausgewählte Kontraindikationen sowie Neben- und Wechselwirkungen dieser Arzneimittel und gibt Hinweise zum Monitoring. Die Tabelle kann es erleichtern, Nutzen und Risiko einer Behandlung im Einzelfall abzuwägen.

▶ AMK-Nachricht 20/15 vom 01.04.2020

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(auch Verdachtsfälle) mit. Die Formulare finden Sie auf der Webseite der AkdÄ.

Rote Hand Die Verantwortung für die Erstellung und den Versand von Rote-Hand-Briefen liegt bei den pharmazeutischen Unternehmen. Rote-Hand-Briefe werden in der Regel von den zuständigen Behörden (BfArM, PEI) angeordnet und mit ihnen inhaltlich abgestimmt.