Wegen Problemen bei der Herstellung wird ab etwa Ende Juni 2022 Natpar® (Parathyroidhormon) in der Stärke 100 Mikrogramm pro Dosis nicht mehr lieferbar sein. Der Lieferengpass wird voraussichtlich mindestens sechs Monate betragen, die genaue Dauer ist nicht bekannt.

  • Bis der Lieferengpass behoben ist, sollten keine neuen Patienten auf Natpar® eingestellt werden. Dies gilt für alle Dosisstärken.
  • Die Behandlung von Patienten, die bereits 100 µg/d erhalten, kann mit alternativen Dosierungsschemata fortgeführt werden (Details im Rote-Hand-Brief sowie in der Patienteninformation, siehe unten).
  • Bei Patienten, die vom Lieferengpass betroffen sind, sollte der Kalzium-Spiegel im Serum überwacht und die Patienten auf Anzeichen und Symptome einer Hypokalzämie beobachtet werden. Die Dosierung von aktivem Vitamin D und ergänzendem Kalzium muss sorgfältig angepasst werden.

Natpar® wird angewendet als Zusatztherapie bei erwachsenen Patienten mit chronischem Hypoparathyreoidismus, deren Erkrankung durch die Standardtherapie allein nicht ausreichend kontrolliert werden kann.

▶ Rote-Hand-Brief zu Natpar® 100 Mikrogramm/Dosis Pulver und Lösungsmittel für Injektionslösung vom 04.05.2022

▶ Patienteninformation „Anweisungen zur Injektion für Patienten und Betreuer von Natpar® 100 Mikrogramm/Dosis während des Lieferengpasses“


Bitte teilen Sie der AkdÄ alle beobachteten Nebenwirkungen und Medikationsfehler (auch Verdachtsfälle) mit. Die Formulare finden Sie auf der Webseite der AkdÄ. Rote Hand Die Verantwortung für die Erstellung und den Versand von Rote-Hand-Briefen liegt bei den pharmazeutischen Unternehmen. Rote-Hand-Briefe werden in der Regel von den zuständigen Behörden (BfArM, PEI) angeordnet und mit ihnen inhaltlich abgestimmt.