Dupilumab kann Nebenwirkungen am Auge verursachen. Gemäß Fachinformation treten häufig allergische Konjunktivitis sowie gelegentlich Keratitis, Blepharitis, Augenjucken und trockenes Auge auf. Selten kann eine ulzerative Keratitis auftreten. Die britische Arzneimittelbehörde (MRHA) erinnert an dieses Risiko und empfiehlt Folgendes:

  • Patienten und Betreuungspersonen sollten über das Risiko und Symptome von ophthalmologischen Nebenwirkungen aufgeklärt werden. Mögliche Symptome umfassen z. B. Tränenfluss, juckende, gerötete, geschwollene oder trockene Augen sowie Fremdkörpergefühl.
  • Patienten sollten neu auftretende oder sich verschlechternde Symptome an den Augen umgehend berichten und keine eigenständige Behandlung einleiten. Derartige Symptome sollten umgehend abgeklärt und ggf. eine augenärztliche Untersuchung initiiert werden.
  • Plötzliche Änderungen des Sehvermögens oder erhebliche, anhaltende Augenschmerzen sollten dringend abgeklärt werden.

 

Dupilumab wird bei Patienten ab sechs Jahren zur Behandlung der atopischen Dermatitis und von Asthma angewendet. Ferner ist es zugelassen zur Behandlung der chronischen Rhinosinusitis mit Nasenpolypen. Von Konjunktivitis- und Keratitis-bezogenen Reaktionen sind gemäß Fachinformation vor allem Patienten mit atopischer Dermatitis betroffen.

▶ Information der MHRA: Drug Safety Update vom 29. November 2022

 

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