Aufgrund eines an die AkdÄ gemeldeten Falls, bei dem ein Patient nach Beendigung der Behandlung mit Paxlovid™ einen COVID-19-Rebound hatte, wird die Evidenz zu diesem Phänomen in einem Artikel in „Arzneiverordnung in der Praxis“ dargestellt (1).

Ein COVID-19-Rebound nach Behandlung mit Paxlovid™ ist gekennzeichnet durch ein zeitnahes Wiederauftreten der Symptome und/oder einen neuen positiven Test nach einem negativen Test. Es ist noch unklar, ob ein Rebound-Phänomen nach Behandlung einer COVID-19-Erkrankung mit Paxlovid™ signifikant häufiger ist als nach spontanem Verlauf.

Bei der Verordnung / Abgabe von Paxlovid™ sollten die Patienten auf die Möglichkeit dieses Phänomens hingewiesen werden, insbesondere, wenn sie beruflich mit Risikopatienten zu tun haben (Pflegekräfte etc.). Bei Wiederauftreten von COVID-19-typischen Beschwerden nach Ende der Therapie und erfolgter negativen Testung sollte eine erneute Testung eingeleitet werden.

Fälle von COVID-19-Rebounds nach der Behandlung mit Paxlovid™ sollten der AkdÄ gemeldet werden. Dabei sollten Covid-19-Testergergebnisse berichtet werden, wenn möglich unter Angabe des Zeitpunktes der Durchführung und der Art des Tests (PCR inkl. variantenspezifischen Daten oder Antigenschnelltest).

Literatur

  1. Beitrag „Rebound-Phänomen nach Einnahme von Paxlovid™“ aus Arzneiverordnung in der Praxis vom 19.12.2022

 

Bitte teilen Sie der AkdÄ beobachtete Nebenwirkungen und Medikationsfehler (auch Verdachtsfälle) mit.
Die Formulare finden Sie auf der Webseite der AkdÄ.