04.08.2014 - Neue Empfehlungen zu Zolpidem: Minimierung des Risikos einer beeinträchtigten Verkehrstüchtigkeit und geistigen Wachheit am Morgen nach der Anwendung

Zolpidem ist ein kurzwirksames Hypnotikum aus der Gruppe der Imidazopyridine mit sedierenden und hypnotischen Eigenschaften. Es ist zugelassen zur Kurzzeitbehandlung von Schlafstörungen mit klinisch bedeutsamem Schweregrad.

Die schlaffördernde Wirkung wird vermittelt über die Benzodiazepinbindungsstelle des zentralnervösen Gamma-Aminobuttersäure(GABA)-Rezeptorkomplexes. Wie Benzodiazepine führt Zolpidem zu einer Affinitätssteigerung für GABA und verstärkt so die inhibitorische Wirkung von GABA im Zentralnervensystem.

Aufgrund von Fallberichten über eingeschränkte Fahrtüchtigkeit und Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit Zolpidem hat die Europäische Arzneimittel-Agentur alle Daten zu Nutzen und Risiko Zolpidem-haltiger Arzneimittel bewertet. Die Überprüfung hat ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis bestätigt. Allerdings wurde die Produktinformation geändert, um das bekannte Risiko einer Beeinträchtigung der Verkehrstüchtigkeit und der geistigen Wachheit am Morgen nach der Anwendung von Zolpidem zu minimieren:

Bitte teilen Sie der AkdÄ alle beobachteten Nebenwirkungen (auch Verdachtsfälle) mit. Auf der Internetseite der AkdÄ finden Sie dafür einen Berichtsbogen, der auch regelmäßig im Deutschen Ärzteblatt abgedruckt wird.
Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit, einen UAW-Verdachtsfall online zu melden.

Rote Hand Die Verantwortung für die Erstellung und den Versand von Rote-Hand-Briefen liegt bei den pharmazeutischen Unternehmen. Rote-Hand-Briefe werden in der Regel von den zuständigen Behörden (BfArM, PEI) angeordnet und mit ihnen inhaltlich abgestimmt.