Magenmetastasen bei malignem Melanom

Die Bedeutung der Histologie und der endoskopischen Verlaufskontrolle in der Diagnostik von Magenulcera

Marlen Wenzel
Marlen Wenzel

Wenzel, M.1, Kolfenbach, S.1, Ensberg, D.1, Rauh, P.1, Klausenitz, S.2, Mönkemüller, K.3, Rickes, S.1

1 HELIOS Bördeklinik, Klinik für Innere Medizin, Oschersleben
2 Pathologische Praxis, Magdeburg
3 HELIOS Frankenwaldklinik Kronach, Klinik für Innere Medizin, Kronach

Einleitung
Ulcera des oberen Gastrointestinaltraktes sind häufig. Allerdings ist deren differentialdiagnostische Abklärung erfahrungsgemäß oft unzureichend. Mit diesem Artikel soll auf die Bedeutung der Gewebeprobe bei Vorliegen von Ulcera ventriculi hingewiesen werden, um Malignome (primäre Magentumore und Metastasen) nicht zu übersehen.

Kasuistik
Ein 79-jähriger Patient wurde mit Teerstuhl eingewiesen. Wegen Kniegelenksschmerzen nahm er über längere Zeit Diclofenac ein. Anamnestisch war ein im Vorjahr am Rücken „weit im Gesunden entferntes malignes Melanom“ zu eruieren, in der Zwischenzeit fanden keine weiteren Nachsorgeuntersuchungen statt. Laborchemisch fielen eine nicht transfusionspflichtige normozytäre Anämie (Hämoglobinkonzentration: 6,6 mmol/l, Norm: 8,4-11,1 mmol/l) und ein erhöhtes Creaktives Protein (40 mg/l, Norm: unter 5 mg/l) auf.

In der unmittelbar durchgeführten Ösophago-Gastro-Duodenoskopie (Olympus®, GIF-H-185, Japan) konnten mehrere Ulcera ventriculi (Forrest IIa und III) nachgewiesen werden. Diese wiesen am Grund eine schwarze Pigmentation auf (Abbildung 1). Deshalb wurde bereits makroskopisch der Verdacht auf Metastasen des bekannten malignen Melanoms erhoben. Dieser konnte histologisch bestätigt werden (Abbildung 2). Mittels Ultraschall und Computertomographie konnte eine Leber-, Lungen- sowie Peritonealmetastasierung nachgewiesen werden. Der Patient wurde zur weiteren Behandlung an ein spezialisiertes Zentrum überwiesen.

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Ausgewählte Operationsstrategien in der Pankreaschirurgie

Univ.-Prof. Jörg Kleeff
Univ.-Prof. Jörg Kleeff

Kleeff, J.1,2, Michl, P.3 und Schneider, R.1

1  Klinik f. Viszerale, Gefäß- und Endokrine Chirurgie, Universitätsklinikum der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle (Saale)
2 Klinik f. Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Bergmannstrost BG Klinikum Halle (Saale)
3 Klinik f. Innere Medizin I, Universitätsklinikum der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle (Saale)

Einleitung

Trotz immer modernerer gastroenterologisch-endoskopischer Verfahren zur Therapie von Pankreaserkrankungen ist die chirurgisch-operative Therapie ein wichtiger Bestandteil des therapeutischen Spektrums. Die Resektion ist die einzige kurative Option beim Pankreaskarzinom und den Vorläuferläsionen intraduktale papilläre muzinöse Neoplasie (IPMN) und muzinöse zystische Neoplasie. Bei der chronischen Pankreatitis ist eine Operation häufig zur Therapie von Organkomplikationen oder bei Versagen konservativer Therapieoptionen notwendig, und bei der nekrotisierenden akuten Pankreatitis ist die Chirurgie die letzte Stufe der Therapieeskalation. In dieser Übersicht stellen wir ausgewählte chirurgische Therapiestrategien für die häufigsten Pankreaserkrankungen vor.

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Modellprojekte zur Weiterentwicklung der Psychiatrischen Versorgung nach § 64b SGB V

Bettina Wilms
Bettina Wilms

Nie waren sie so wertvoll wie heute

Wilms B.
Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Carl-von- Basedow-Klinikum Saalekreis gGmbH

Einleitung
Mit dem Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung und Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen (PsychVVG) kommt eine Reihe von Veränderungen verbunden mit neuen Herausforderungen und Aufgabenstellungen auf die Psychiatrie und Psychotherapie in Fachkliniken und Allgemeinkrankenhäusern zu. Vor allem die Ausgestaltung einer flexibleren Krankenhausbehandlung und die dazu nötigen Personalressourcen sind wesentliche Themen, die die Diskussion in den kommenden Jahren bestimmen werden. Mit § 64b SGB V1 wurde seit 2012 die Möglichkeit eröffnet, alternative Versorgungsmodelle zu erproben und mit einer ausreichend langen Laufzeit von maximal 8 Jahren in den betroffenen Regionen auch Schritte in den Regelbetrieb zu gehen. Bei weitem nicht alle Aspekte der gesetzlichen Vorgaben sind hierbei umgesetzt: weder die Vorgabe, mindestens ein Modellprojekt pro Bundesland zu etablieren, noch der Einbezug der Kinder- und Jugendpsychiatrie- und -psychotherapie.

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Gefäßverletzungen bei kriegerischen Auseinandersetzungen

Prof. Dr. M. Mhanna
Prof. Dr. M. Mhanna

der Gegenwart (Syrienkrieg) und ihre adäquate Versorgung unter Notfallbedingungen sowie limitierten Ressourcen – ein repräsentativer fallbasierter Überblick

Mhanna M.1, Meyer F.2, Halloul Z.3,
1 Dept. of Thoracic and Vascular Surgery, Zahi-Azrak Hospital, Lattakia (Syria);
2 Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R., Magdeburg,
3 Bereich Gefäßchirurgie, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R., Magdeburg

Einleitung

Auch in der Gegenwart bieten kriegerische Auseinandersetzungen wie im Syrienkonflikt noch immer erhebliches Potenzial für komplexe Verletzungen, bei denen jene der Gefäße als besonders anspruchsvoll und überlebensbestimmend mit im Vordergrund stehen.
Das Ziel der vorliegenden ausgewählten Fallzusammenstellung war es, mit illustrativen Bildserien einzelner repräsentativer Fälle aus Kriegsgebieten Syriens über den Betreuungsverlauf hinweg die herausfordernde Versorgung teils komplexer Verletzungen unter Einbeziehung mehrerer Organsysteme, insbesondere der Gefäße in Anbetracht limitierter Ressourcen als auch unter Dringlichkeitskautelen darzustellen.

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Stationär behandelte Patienten mit osteoporotischen Frakturen

PD Dr. Stefan Piatek
PD Dr. Stefan Piatek

Diagnostik, Therapie und weiterführende osteologische Versorgung

Piatek S. 1, Pozniak A. 1, Greiner F. 1, Walcher F. 1, Kekow J. 2
1    Klinik für Unfallchirurgie, Universitätsklinikum Magdeburg A. ö. R
2    Klinik für Rheumatologie/Osteologisches Schwerpunktzentrum (DVO), Helios-Fachklinik Vogelsang-Gommern

Einleitung
Frakturen sind die bei der Osteoporose am stärksten gefürchteten Komplikationen und der klinisch relevante Endpunkt dieser Erkrankung. Nicht selten wird für viele Patienten erst die Fraktur zum Schlüsselereignis ihrer Osteoporose-Erkrankung. Diese Frakturen und ihre Folgen führen oft zu irreversiblen Einbußen an Lebensqualität, zu Behinderungen, Pflegebedürftigkeit und erhöhter Mortalität [2, 4, 6, 13, 16, 18, 20].

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