Hygienemanagement zur Eindämmung des neuartigen SARS-CoV-2-Virus

Antje Lehmann (Foto: M. Dybiona)
Antje Lehmann
(Foto: M. Dybiona)

in der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (KMKG) des Universitätsklinikums Magdeburg A.ö.R.

Lehmann, A.1, Xu, Z.1, Meyer, F. 2, Zahl, C.1, Stanarius, T.1
Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R.
1 Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
2 Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Transplantationschirurgie

Einleitung

Die rasante COVID-19 Pandemie zeigte uns bereits Ende Februar 2020 an, dass in unserem klinikbasierten Fachbereich Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (MKG) sowie in der Oralchirurgie mit mehr als 15.000 Patienten pro Jahr (ambulant und stationär) Maßnahmen getroffen werden müssen, um den Schutz des Personals und der Patienten zu gewährleisten. Ziel war es, die Infektionen und Virusübertragungswege bei einer potenziellen Exposition mit dem SARS-CoV-2- Virus zu vermeiden.

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Das Pleuraempyem – heimtückische Komplikation von akuten Lungeninfektionen

Anton Popov Foto: Universitätsmedizin Magdeburg
Anton Popov
(Foto: Universitätsmedizin Magdeburg)

Popov, A*, Walles, T.*
* Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie, Abteilung Thoraxchirurgie, Universitätsmedizin Magdeburg

Das Pleuraempyem ist definiert als die Anwesenheit von Bakterien oder Eiter im Pleuraspalt und meist Folge einer abgelaufenen Lungenentzündung. Aus diesem Grund kommt es gerade in der kalten Jahreszeit und insbesondere als Folge von viralen Lungenerkrankungen zu einem gehäuften Auftreten von Pleuraempyemen in der Bevölkerung. Die Inzidenz des Pleuraempyems nimmt weltweit sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern rasant zu [1].

Die Folgen der aktuellen COVID-19 Epidemie können noch nicht abgeschätzt werden, aber ein Anstieg bakterieller Pneumonien und Pleuraempyeme als Folge von Superinfektionen bei den erkrankten Patienten ist zu erwarten. Der Übergang von einer Lungenentzündung zum Pleuraempyem ist fließend und bei vielen Patienten wird das Krankheitsbild erst verzögert diagnostiziert [2]. In aktuellen Studien hat das Pleuraempyem eine Mortalität von bis zu 20 % und ist damit eine lebensgefährliche Erkrankung [3]. In der vorliegenden Arbeit werden die für die ambulante Medizin und den Erstversorger wichtigen Aspekte der Diagnostik und Therapie des Pleuraempyems zusammengefasst.

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Hochgradige Strahlungsreduktion bei der Implantation von Geräten zur kardialen Resynchronisationstherapie durch Nutzung magnet-basierter 3D-Navigation

apl. Prof. Dr. med. H. Schmidt Foto: Klinikum Magdeburg gGmbH
apl. Prof. Dr. med. H. Schmidt Foto: Klinikum Magdeburg gGmbH

Westhus, A. 1, 2, Mittag, J. 1, Tautenhahn, J. 3, Binias-Wenke, C. 1, Melke, E. 1, Sudau, M. 1, Brunelli, M. 1, Schmidt, H. 1, 2

1 Klinik für Kardiologie und Diabetologie, Klinikum Magdeburg gGmbH
2 Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin III, Medizinische Fakultät, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
3 Klinik für Gefäßchirurgie, Klinikum Magdeburg gGmbH


Einleitung

Die Herzinsuffizienz (HI) ist ein klinisches Syndrom mit den klassischen Symptomen Atemnot, Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Knöchelschwellungen, welche durch eine herabgesetzte Herzfunktion verursacht werden (1).
Die Prävalenz der HI ist abhängig vom Alter: mit höherem Lebensalter leiden mehr Patienten an dieser Erkrankung (2). So ergibt sich eine Jahresprävalenz von 6,9 % bei den 65- bis 69-Jährigen, eine von 24,3 % bei den 80- bis 84-Jährigen und bei den ≥ 95-Jährigen eine Jahresprävalenz von 47,2 % (2).

Die Einteilung der HI erfolgt in Stadien, welche für die Therapie von besonderer Bedeutung sind, und wird mit Hilfe der NYHA-Klassifikation durchgeführt. Das Stadium I ist weitgehend asymptomatisch, das Stadium II ist durch eine leichte Einschränkung der körperlichen Belastbarkeit bei starker Aktivität charakterisiert. Die NYHA-Klasse III ist gekennzeichnet durch einen Erschöpfungszustand bei bereits geringer körperlicher Anstrengung, im Stadium IV sind diese Beschwerden bereits in Ruhe zu registrieren. Die Mortalität ist hoch - die HI ist eine der häufigsten Todesursachen in der Bundesrepublik (2).

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Die abdominale Echinokokkose

apl. Prof. Dr. med. habil. Stefanie Wolff
apl. Prof. Dr. med. habil. Stefanie Wolff
Foto: Fotostelle Uniklinik Magdeburg

Wolff, Stefanie*; Croner, Roland*
*Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäßchirurgie und Transplantationschirurgie, Universitätsklinikum Magdeburg A. ö. R.

 

Einleitung

Seltene parasitäre und mikrobielle Systemerkrankungen können zu abdominellen Manifestationen führen. Die Echinokokkose ist ein Beispiel dafür. Die Echinokokkose ist in Deutschland eine relativ seltene Erkrankung. Das Robert-Koch-Institut registrierte für 2018 etwa 140 gemeldete Fälle, wobei von einer nicht quantifizierbaren Untererfassung ausgegangen wird (3). In der vorliegenden Arbeit geht es um die Diagnostik und die Therapie bei der abdominalen Echinokokkose.

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Akutversorgung beim Pneumothorax – „To drain or not to drain“?

Prof. Dr. med. Thorsten Walles  Foto: Fotostelle UKH
Prof. Dr. med. Thorsten Walles Foto: Fotostelle UKH

Walles, T., Universitätsmedizin Magdeburg, Klinik für Herz- und Thoraxchirurgie, Abteilung Thoraxchirurgie

Der Pneumothorax (PTX) ist in thoraxchirurgischen Kliniken Teil des Tagesgeschäfts. In anderen medizinischen Einrichtungen dagegen ist er selten, meist Folge einer medizinischen Intervention und häufig Anlass für notfallmäßige Patientenbehandlungen. Außerhalb spezialisierter Facheinrichtungen bestehen deshalb zwangsläufig Unsicherheiten im Hinblick auf Einschätzung der Bedrohlichkeit eines PTX, der durchzuführenden diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen und der Beratung eines Patienten bezüglich Verhaltensmaßnahmen nach einem PTX Ereignis. In einer neuen S3-Leitlinie wurden von zahlreichen medizinischen Fachgesellschaften Empfehlungen für die erforderliche Diagnostik und Therapie des PTX sowie die Beratung der Patienten bezüglich ihres Rezidivrisikos ausgesprochen [1]. In der vorliegenden Arbeit werden die für den Erstversorger und die ambulante Medizin ausgesprochenen Empfehlungen zur Behandlung von Patienten mit einem PTX zusammengefasst.

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