Maldeszensus testis – Einfluss der Aktualisierung der S2k-Leitlinie auf das Operationsalter

Katja Simek
Katja Simek

Simek K.1, Haß H.-J.2, Meyer F.3, Krause, H.2

1 Klinik für Gastroenterologie, Klinikum Magdeburg
2 Arbeitsbereich Kinderchirurgie und Kindertraumatologie, Universitätsklinikum Magdeburg
3 Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Magdeburg

Eine Analyse der von 2007 bis 2012 in der Kinderchirurgie des Universitätsklinikums Magdeburg A.ö.R. durchgeführten Orchidopexien

Abstract
Die 2009 erschienene Aktualisierung der S2k-Therapieleitlinie zur Behandlung des Hodenhochstands empfiehlt einen Therapieabschluss bis zum vollendeten 1. Lebensjahr (vorher: vollendetes 2. Lebensjahr). In der Kinderchi­rurgie des Universitätsklinikums Magdeburg A.ö.R. wurden im Zeitraum von 2007-2012 die Orchidopexien von 409 Patienten ausgewertet. Für die 329 erstmalig aufgrund eines Hodenhochstands operierten Knaben ergab sich in der retrospektiven Analyse ein durchschnittliches Operationsalter von 3,48 ± 2,95 Jahren und bescheinigte dem nördlichen Sachsen-Anhalt ein Defizit bei der zeitgerechten Versorgung des Hodenhochstands. Nach der Leitlinienaktualisierung konnte keine signifikante Veränderung des Operationsalters festgestellt werden.

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Der Anästhesist als perioperativer Mediziner

Dr. Christine Schneemilch
Dr. Christine Schneemilch

Schneemilch C.1, Meyer F.2

1 Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie, Universitätsklinikum Magdeburg
2 Klinik für Allgemein-, Viszeral- & Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Magdeburg

Zusammenfassung
Hintergrund: Obwohl die Aufgaben des Anästhesisten mit Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin sowie Schmerztherapie sehr vielseitig sind, existier(t)en teils Wissensdefizite über seine Position im Krankenhaus und seine Zuständigkeiten im perioperativen Ablauf, die aus fachübergreifender Sicht insbesondere dem Chirurgen jedoch deutlich vor Augen stehen sollten.

Ziel: Darstellung fachspezifischer, d. h. anästhesiologischer, intensivmedizinischer und schmerztherapeutischer Charakteristika zur weiteren Entwicklung eines interdisziplinären gegenseitigen Grundverständnisses vor dem Hintergrund einer zu verfolgenden Optimierung klinischer, stark integrativ geprägter Alltagsabläufe.

Methode: Narrative Kurzübersicht, basierend auf klinischen Erfahrungen und selektiven Literaturangaben.

Ergebnisse/Eckpunkte: Seit 1953 gebührt dem Anästhesisten auch formal durch gewährte Eigenständigkeit ein fester und ebenbürtiger Platz in der Vor- und Nachbehandlung operativ versorgter Patienten mit sukzessivem Aufbrechen der traditionellen hierarchischen Sichtweise zur partnerschaftlichen interdisziplinären Zusammenarbeit auf Augenhöhe.

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Was muss der Allgemein- und Viszeralchirurg von der Strahlentherapie wissen? (Teil 2)

Dr. Peter Hass Foto: privat
Dr. Peter Hass, Foto: privat
Dr. Christian Ostheimer Foto: UKH
Dr. Christian Ostheimer, Foto: UKH

Ostheimer C.1 *, Hass P.2 *, Meyer F.3, Kornhuber C.1, Reese T.1,
Gademann G.2 und Vordermark, D.1

1 Universitätsklinik und Poliklinik für Strahlentherapie,
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle (Saale), Deutschland
2 Universitätsklinik für Strahlentherapie, Otto-von-Guericke-Universität
Magdeburg A. ö. R., Magdeburg, Deutschland
3 Universitätsklinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie,
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg A. ö. R., Magdeburg, Deutschland

*) Beide Autoren trugen gleichermaßen zum Artikel bei und sind daher
gleichberechtigt als Erstautor zu betrachten.

Strahlentherapeutische Aspekte in der Allgemein- und Viszeralchirurgie – Teil 2

Überarbeitete und ergänzte Zweitveröffentlichung von: Ostheimer et al., Was muss der Allgemein- und Viszeralchirurg von der Strahlentherapie wissen? – Strahlentherapeutische Aspekte in der Allgemein- und Viszeralchirurgie, Zentralbl Chir 2015; 140(1): 83-93
DOI: 10.1055/s-0034-1383338, Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

Einleitung
Im ersten Teil des Artikels (Was muss der Allgemein- und Viszeralchirurg von der Strahlentherapie wissen?), welcher einen Überblick über die für den Allgemein- und Viszeralchirurgen relevanten strahlentherapeutischen Behandlungsoptionen in der interdisziplinären onkologischen Therapie geben soll, wurde die multimodale Tumortherapie des Rektum- und Ösophaguskarzinoms aus radioonkologischer Sicht behandelt.

Der zweite Teil thematisiert im Folgenden die aus allgemein- und viszeralchirurgischer Sicht relevanten strahlentherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten des Weichteilsarkoms, Analkarzinoms sowie von Lebermalignomen (exemplarisch Lebermetastasen des kolorektalen und Mammakarzinoms).

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Was muss der Allgemein- und Viszeralchirurg von der Strahlentherapie wissen?

Dr. Peter Hass Foto: privat
Dr. Peter Hass, Foto: privat
Dr. Christian Ostheimer Foto: UKH
Dr. Christian Ostheimer, Foto: UKH

Ostheimer C.1 *, Hass P.2 *, Meyer F.3, Kornhuber C.1, Reese T.1,
Gademann G.2 und Vordermark, D.1

1 Universitätsklinik und Poliklinik für Strahlentherapie,
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Halle (Saale), Deutschland
2 Universitätsklinik für Strahlentherapie, Otto-von-Guericke-Universität
Magdeburg A. ö. R., Magdeburg, Deutschland
3 Universitätsklinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie,
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg A. ö. R., Magdeburg, Deutschland

*) Beide Autoren trugen gleichermaßen zum Artikel bei und sind daher
gleichberechtigt als Erstautor zu betrachten.

Strahlentherapeutische Aspekte in der Allgemein- und Viszeralchirurgie – Teil 1

Überarbeitete und ergänzte Zweitveröffentlichung von: Ostheimer et al., Was muss der Allgemein- und Viszeralchirurg von der Strahlentherapie wissen? – Strahlentherapeutische Aspekte in der Allgemein- und Viszeralchirurgie, Zentralbl Chir 2015; 140(1): 83-93
DOI: 10.1055/s-0034-1383338, Georg Thieme Verlag KG Stuttgart · New York

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Anästhesie bei großen gefäßchirurgischen Operationen im Profil eines Schwerpunktkrankenhauses

Dr. med. Nikolaus Golecki
Dr. med. Nikolaus Golecki

Golecki N.
Klinik für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin, AMEOS Klinikum Bernburg

Akute oder chronische Gefäßveränderungen sind häufig Grund für einen operativen oder interventionellen Eingriff (vgl. Weigang et al. 2008). Große gefäßchirurgische Eingriffe wie beispielsweise Operationen an der thorakalen oder abdominalen Aorta führen zu ausgeprägten hämodynamischen Auswirkungen auf den Organismus und dadurch – bei in der Regel multiplen Vorerkrankungen der Patienten – zu einem hohen perioperativen Risiko. Zur Durchführung dieser Eingriffe muss deshalb das operative und anästhesiologische Vorgehen an das Risikoprofil des jeweiligen Patienten adaptiert werden, um Komplikationen in der perioperativen Phase zu vermeiden bzw. zu beherrschen.

Über die anästhesiologischen Besonderheiten, die es bei der Versorgung dieser Patienten zu beachten gilt, gibt dieser Artikel einen aktuellen Überblick.

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