Die Behandlung des chronischen Lymphödems – ein ambulantes Versorgungsproblem

Dr. med. Tobias HirschAus der Arbeit der Qualitätsnetzwerke Lymphologie in Sachsen-Anhalt

Hirsch, T1, Schleinitz, J.2

1Praxis für Innere Medizin und Gefäßkrankheiten, Venen Kompetenz-Zentrum®, Halle (Saale)
2Arztpraxis Dr. Schleinitz, Lützen

Das Lymphödem – Krankheit oder Verlegenheitsdiagnose?

Als chronisches Lymphödem bezeichnet man die Einlagerung eiweißreicher Flüssigkeit im Interstitium. Verursacht wird ein solches Ödem durch eine gestörte Funktion des Lymphgefäßsystems in Folge Trauma (Operation), Entzündung, Parasitenbefall oder hereditärer Faktoren. Die epidemiologischen Daten zum Lymphödem in der westlichen Welt gehen sehr weit auseinander. In Deutschland wird die Zahl der Erkrankten auf 4,5 Mio. geschätzt (Földi 2004). In der Bonner Venenstudie wurde bei 1,1% der untersuchten Männer und 2,4% der Frauen ein Lymphödem diagnostiziert (Rabe et al. 2003). Auf die Bevölkerung von Sachsen-Anhalt bezogen, könnte eine Anzahl Erkrankter von ca. 40.000 bis 100.000 zu Grunde gelegt werden.

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Brustkrebs - Mammographie-Screening, Brustkrebsinzidenz und Operationsraten bei Frauen in Sachsen-Anhalt

Prof. Dr. med. Andreas Stang MPHStang, A. 1,2,3, Stabenow, R.4

1  Institut für Klinische Epidemiologie, Medizinische Fakultät, Martin-Luther-Universität
    Halle-Wittenberg, 06097 Halle (Saale)
2  School of Public Health, Department of Epidemiology Boston University,
    715 Albany Street, Talbot Building, Boston, MA 02118, USA
3  Profilzentrum für Gesundheitswissenschaften (PZG) der Medizinischen Fakultät
    der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Magdeburger Str. 8, 06097 Halle (Saale)
4  Gemeinsames Krebsregister der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern,
    Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Sachsen und Thüringen. Brodauer Str. 16-22, 12621 Berlin

Deutschlandweit erkrankten im Jahr 2010 schätzungsweise 68.710 Frauen an invasivem Brustkrebs (1). In 2005 begann das organisierte Mammographie-Screening-Programm (MSP) in Deutschland, welches für eine Bevölkerung von 10,5 Millionen anspruchsberechtigte Frauen im Alter von 50-69 Jahren geplant ist. Das MSP und seine Qualitätskontrollmaßnahmen sind in der deutschen Leitlinie (2) geregelt. Ein Einfluss des MSP auf die Brustkrebsmortalität ist erst in einigen Jahren zu erwarten (3).

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Die Sleeve-Gastrektomie – die universelle Operation bei Adipositas und Typ-2-Diabetes mellitus?

PD Dr. med. Frank BenedixBenedix, F., Meyer, F., Arend, J., Wolff, St., Lippert, H.
Adipositaszentrum des Universitätsklinikums Magdeburg, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R , Magdeburg, Deutschland

Die Adipositas hat sich in den letzten Jahrzehnten weltweit zu einem ernsthaften medizinischen und sozioökonomischen Problem entwickelt. Die besorgniserregende Zunahme übergewichtiger und adipöser Menschen beschränkt sich nicht nur auf Länder der westlichen Welt und betrifft zunehmend auch immer mehr Kinder und Jugendliche, so dass in Zukunft mit einer Verschärfung dieses Problems zu rechnen ist.

Der Typ-2-Diabetes mellitus (T2DM) ist eine der häufigsten metabolischen Störungen weltweit mit zunehmender Inzidenz. Bei der Mehrzahl der Typ-2-Diabetiker findet sich eine Adipositas, die eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der Insulinresistenz spielt. Trotz Intensivierung der konservativen Therapiemaßnahmen werden bei dieser Patientengruppe die metabolischen Ziele häufig nicht erreicht.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Sleeve-Gastrektomie (SG) als junges und populäres bariatrisches Verfahren insbesondere in Hinblick auf die Gewichtsreduktion und Remission des T2DM zu charakterisieren.

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Die osteoporotische Wirbelfraktur

Foto des Verfassers Prof. Dr. med. K.-St. DelankModerne Therapiealgorithmen einer Volkskrankheit

Delank, K.-St., Siekmann, H., Gräper, J., Department für Orthopädie,
Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Universitätsklinikum Halle (Saale)

Die Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung mit einer Minderung der Knochenmasse und erhöhtem Frakturrisiko. Osteoporose bedeutet, dass zu wenig normales Knochengewebe vorhanden ist bei gleichzeitiger Störung der Knochenstruktur.
Die zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr erreichte Knochenmasse wird als maximale Knochenmasse oder als Gipfelknochenmasse („peak bone mass“) bezeichnet. Die von der WHO publizierte Definition der Osteoporose basiert auf dem messbaren Knochenmineralgehalt (unter Verwendung der DXA-Messung) und dem Mittelwert dieser maximalen Knochenmasse einer Population. Liegt der Knochenmineralgehalt der Wirbelsäule (L2-L4), altersunabhängig, niedriger als -2,5 Standardabweichung (SD) von diesem Mittelwert, so spricht man von einer Osteoporose. Diese Standardabweichung bezeichnet den sogenannten T-Wert.

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Effektivität der Influenza-Impfung bei Kindern und Jugendlichen

in der Saison 2012/13 in Sachsen-Anhalt – trivalenter Lebendimpfstoff und trivalente Totimpfstoffe im Vergleich

Foto der Verfassering Dr. rer. nat. Carina HelmekeHelmeke, C., Fachbereich Hygiene, Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt, Magdeburg

Hintergrund

Gemäß den Empfehlungen zur Umsetzung des Nationalen Influenzapandemieplans in Sachsen-Anhalt (Pandemierahmenplan) obliegt es dem Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt (LAV), die epidemiologische Situation der Bevölkerung in Sachsen-Anhalt hinsichtlich akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) einzuschätzen und die Erregerzirkulation zu überwachen. Neben der ARE-Surveillance in Kindertagestätten und den Influenza-Meldungen nach § 7 Infektionsschutzgesetz (IfSG) bildet die Virologische Surveillance einen der drei Bausteine der im Fachbereich Hygiene am Standort Magdeburg des LAV etablierten Influenza-Überwachung in Sachsen-Anhalt. Die Virologische Surveillance ist ein Sentinelsystem und stützt sich auf die Ergebnisse der Virusdiagnostik in Proben von Kindern und Jugendlichen mit ARE. Die Informationen aus den drei Bausteinen werden u. a. in einem wöchentlichen Bericht auf der Homepage des LAV der (Fach-) Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

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