Benzodiazepinabhängigkeit im Alter

Dr. med. Lukas ForschnerForschner, L.
Medinet GmbH Fachklinik Alte Ölmühle, Magdeburg

In den letzten Jahren haben wir eine Zunahme von älteren Menschen mit Medikamentenabhängigkeit feststellen können, die in die Fachklinik Alte Ölmühle nach Magdeburg in Behandlung gekommen sind. Hintergrund könnte einerseits die demografische Entwicklung aber auch eine Zunahme von Suchtproblemen im Alter sein. Ziel des Artikels ist es, sowohl auf den Behandlungsbedarf wie auf die Behandlungsmöglichkeiten am Beispiel von Benzodiazepinabhängigkeit hinzuweisen.

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Renale Denervierung – Quo vadis?

Alexander PlehnPlehn, A.
Universitätsklinikum Halle (Saale), Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin III

Einleitung

Die optimale Therapie der arteriellen Hypertonie bleibt trotz einer Vielzahl zur Verfügung stehender Medikamente eine große Herausforderung und der Zielwert wird bei vielen Patienten nicht erreicht, obwohl der Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und kardiovaskulären Ereignissen heutzutage unumstritten ist. Die Gründe für das mangelnde Erreichen des Zielblutdrucks sind vielfältig und beinhalten Compliance-Probleme und Medikamentennebenwirkungen, aber auch ein medikamentöses Therapieversagen. Bei der therapierefraktären arteriellen Hypertonie hat das Ungleichgewicht des vegetativen Nervensystems zugunsten des Sympathikus eine übergeordnete Bedeutung. Die Notwendigkeit, Menschen mit einer therapierefraktären arteriellen Hypertonie adäquat behandeln zu können, und das Wissen, durch eine Reduzierung der Sympathikusaktivität auch eine Reduzierung des Blutdrucks zu erreichen, haben zur Entwicklung der kathetergestützten renalen Sympathikusdenervation (kurz: „renale Denervierung“ / RDN) geführt. Dabei werden sympathische Nervenfasern entlang der Nierenarterien mit Hilfe eines Katheters abladiert (Abbildung 1).

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Die Behandlung des chronischen Lymphödems – ein ambulantes Versorgungsproblem

Dr. med. Tobias HirschAus der Arbeit der Qualitätsnetzwerke Lymphologie in Sachsen-Anhalt

Hirsch, T1, Schleinitz, J.2

1Praxis für Innere Medizin und Gefäßkrankheiten, Venen Kompetenz-Zentrum®, Halle (Saale)
2Arztpraxis Dr. Schleinitz, Lützen

Das Lymphödem – Krankheit oder Verlegenheitsdiagnose?

Als chronisches Lymphödem bezeichnet man die Einlagerung eiweißreicher Flüssigkeit im Interstitium. Verursacht wird ein solches Ödem durch eine gestörte Funktion des Lymphgefäßsystems in Folge Trauma (Operation), Entzündung, Parasitenbefall oder hereditärer Faktoren. Die epidemiologischen Daten zum Lymphödem in der westlichen Welt gehen sehr weit auseinander. In Deutschland wird die Zahl der Erkrankten auf 4,5 Mio. geschätzt (Földi 2004). In der Bonner Venenstudie wurde bei 1,1% der untersuchten Männer und 2,4% der Frauen ein Lymphödem diagnostiziert (Rabe et al. 2003). Auf die Bevölkerung von Sachsen-Anhalt bezogen, könnte eine Anzahl Erkrankter von ca. 40.000 bis 100.000 zu Grunde gelegt werden.

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Brustkrebs - Mammographie-Screening, Brustkrebsinzidenz und Operationsraten bei Frauen in Sachsen-Anhalt

Prof. Dr. med. Andreas Stang MPHStang, A. 1,2,3, Stabenow, R.4

1  Institut für Klinische Epidemiologie, Medizinische Fakultät, Martin-Luther-Universität
    Halle-Wittenberg, 06097 Halle (Saale)
2  School of Public Health, Department of Epidemiology Boston University,
    715 Albany Street, Talbot Building, Boston, MA 02118, USA
3  Profilzentrum für Gesundheitswissenschaften (PZG) der Medizinischen Fakultät
    der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Magdeburger Str. 8, 06097 Halle (Saale)
4  Gemeinsames Krebsregister der Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern,
    Sachsen-Anhalt und der Freistaaten Sachsen und Thüringen. Brodauer Str. 16-22, 12621 Berlin

Deutschlandweit erkrankten im Jahr 2010 schätzungsweise 68.710 Frauen an invasivem Brustkrebs (1). In 2005 begann das organisierte Mammographie-Screening-Programm (MSP) in Deutschland, welches für eine Bevölkerung von 10,5 Millionen anspruchsberechtigte Frauen im Alter von 50-69 Jahren geplant ist. Das MSP und seine Qualitätskontrollmaßnahmen sind in der deutschen Leitlinie (2) geregelt. Ein Einfluss des MSP auf die Brustkrebsmortalität ist erst in einigen Jahren zu erwarten (3).

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Die Sleeve-Gastrektomie – die universelle Operation bei Adipositas und Typ-2-Diabetes mellitus?

PD Dr. med. Frank BenedixBenedix, F., Meyer, F., Arend, J., Wolff, St., Lippert, H.
Adipositaszentrum des Universitätsklinikums Magdeburg, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R , Magdeburg, Deutschland

Die Adipositas hat sich in den letzten Jahrzehnten weltweit zu einem ernsthaften medizinischen und sozioökonomischen Problem entwickelt. Die besorgniserregende Zunahme übergewichtiger und adipöser Menschen beschränkt sich nicht nur auf Länder der westlichen Welt und betrifft zunehmend auch immer mehr Kinder und Jugendliche, so dass in Zukunft mit einer Verschärfung dieses Problems zu rechnen ist.

Der Typ-2-Diabetes mellitus (T2DM) ist eine der häufigsten metabolischen Störungen weltweit mit zunehmender Inzidenz. Bei der Mehrzahl der Typ-2-Diabetiker findet sich eine Adipositas, die eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der Insulinresistenz spielt. Trotz Intensivierung der konservativen Therapiemaßnahmen werden bei dieser Patientengruppe die metabolischen Ziele häufig nicht erreicht.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Sleeve-Gastrektomie (SG) als junges und populäres bariatrisches Verfahren insbesondere in Hinblick auf die Gewichtsreduktion und Remission des T2DM zu charakterisieren.

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