Stielgedrehte Appendix epiploica

als ungewöhnliche Ursache rechtsseitiger Unterbauchbeschwerden und seltene Differenzialdiagnose einer akuten Appendizitis – repräsentative Kasuistik

Stefan Schaefer
Stefan Schäfer (Foto: Pointfoto, M. Schumacher, Magdeburg)

Schäfer S. 1 (S. S. ist Medizin-Studierender im 6. Stj. der Med. Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität zu Magdeburg,
der den vorgelegten Fall im Rahmen seines obligatorischen chirurgischen PJ-Tertials
wissenschaftlich aufarbeitete.),
Garlipp B. 1, Wex C. 1, Häusler I. 1, Arndt S. 1, Jechorek D.2, Friebe B.3 , Meyer F. 1

1 Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Transplantationschirurgie, Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R., Magdeburg
2 Institut für Pathologie, 3 Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin, Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R., Magdeburg


Einleitung

Die akute Appendizitis stellt eine der häufigsten Ursachen rechtsseitiger Unterbauchbeschwerden und des akuten Abdomens dar (Miettinen 1996) dar. Gleichzeitig ist sie die häufigste allgemein- und viszeralchirurgische Operations(OP)-Indikation unter Dringlichkeits- bzw. Notfallkonstellation (Humes 2006). Daneben gibt es eine große Anzahl von Differenzialdiagnosen, die das adäquate, d. h. befund- und zeitgerechte Management sehr anspruchsvoll werden lassen können.

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Die komplexe Therapie des brandverletzten Patienten

Ein Überblick von der Präklinik bis zur chirurgischen Therapie

Dr. med. Kristian Weißenberg (Foto: privat)

Dr. med. Kristian Weißenberg1,2, Dr. med. Khosrow Siamak Houschyar2, Hubertus Maria Philipps2,3, Prof. Dr. med. Frank Siemers2
1    Klinik für Plastische, Ästhetische und Handchirurgie, Städtisches Klinikum Dessau
2    Klinik für Plastische und Handchirurgie mit Brandverletztenzentrum, BG Klinikum Bergmannstrost Halle
3    Klinik für Plastische und Handchirurgie mit Schwerbrandverletztenzentrum, Klinikum St. Georg, Leipzig

Abstract
Der Artikel soll die adäquate Therapie von der Präklinik bis hin zur chirurgischen Therapie darstellen, da hier häufig noch Defizite vorliegen. Das Outcome von Brandverletzten hängt entscheidend von einer frühzeitigen und adäquaten Therapie ab. Bereits präklinisch beeinflussen viele Faktoren wie das richtige Volumen- und Temperaturmanagement entscheidend das spätere Überleben der Patienten. In den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Verbrennungsmedizin sind Kriterien für die empfohlene Aufnahme in speziellen Einrichtungen wie dem unter plastisch-chirurgischer Leitung stehenden Brandverletztenzentrum des BG Klinikums Bergmannstrost in Halle festgelegt worden. Die adäquate chirurgische Behandlung beginnt bereits mit der Aufnahme der Patienten in der Klinik.

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Kopfschmerzen bei Kindern in Sachsen-Anhalt

Dr. rer. nat. Goetz Wahl
(Foto: privat)

Wahl, G.¹
1 Dez. 21 Gesundheits- und Hygienemanagement, Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt

Ergebnisse von Eltern- und Schülerbefragungen 

Einleitung

Kopfschmerzen werden in Industrienationen zunehmend als wichtiges Gesundheitsproblem bei Kindern angesehen; mehrere Studien berichten dabei von einer Zunahme der Diagnose- bzw. Anamnesehäufigkeit in den letzten Jahrzehnten.1, 2

Ob es sich dabei um eine objektive Zunahme der Morbidität oder um eine steigende Sensibilität der Medizin und der Bevölkerung gegenüber Kopfschmerzen handelt, ist unklar.2 In jüngster Vergangenheit gibt es Hinweise darauf, dass in Deutschland die Diagnosehäufigkeit bei 3- bis 12-jährigen Kindern wieder sinkt.3 Ziel der vorliegenden Studie war es, die aktuelle Verbreitung von häufigen Kopfschmerzen bei Kindern in Sachsen-Anhalt abzuschätzen und Hinweise zu möglichen Ursachen und Auswirkungen solcher häufigen Kopfschmerzen bei Kindern zu gewinnen.

 

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Eine gastroenterologische Einschätzung zur Prävention des metabolischen Syndroms in Sachsen-Anhalt

Prof. Dr. med. Ali Canbay
Prof. Dr. med. Ali Canbay
(Foto: Universitätsklinikum Magdeburg)

Canbay, A.1, Sowa, J.-P.1

1  Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Das metabolische Syndrom: Eine Erkrankung verursacht durch unseren Lebensstil

In der vorliegenden Übersicht möchten wir darlegen, warum das metabolische Syndrom ein ernstzunehmendes gesundheitliches Problem, nicht nur für den Patienten, sondern auch bezogen auf Versorgung und verursachte Kosten, darstellt. Ferner wollen wir einen Vorschlag machen, wie speziell in Sachsen-Anhalt dieses Problem sinnvoll und vollumfänglich angegangen werden könnte.

Das metabolische Syndrom wurde seit der ersten Beschreibung als „Syndrom X“ (1988) mehrfach neu definiert. Die aktuelle Definition der International Diabetes Federation von 2005 basiert auf abdomineller Adipositas, idealerweise bestimmt über den Taillenumfang, und dem Vorhandensein von mindestens zwei weiteren Faktoren (siehe Tabelle 1), die für eine veränderte Stoffwechsellage sprechen.67 Diese Definition war lange Zeit sehr hilfreich und ist es noch, um Patienten mit fortgeschrittenem kardiovaskulärem Risiko zu erkennen. Auch die medizinische Forschung basiert vorwiegend auf dieser Definition. Aus Sicht der aktuellen Datenlage und vor allem aus gesundheitspolitischer Sicht limitiert diese Definition jedoch das Auffinden von Patienten mit metabolischem Risiko, bevor diese Risiken sich in ernsthaften gesundheitlichen Konsequenzen manifestieren.

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Klinische Visite aus medizinisch-studentischer Sicht

Björn Gebauer
Björn Gebauer
Foto: privat

Gebauer, B.1, Wintrath, L.1, Mahendran, P.1, Meißner, C.2, Meyer, F.3

1 Medizinische Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
2 Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Klinikum Magdeburg GmbH
3 Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Transplantationschirurgie, Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R.

#) Es wird auf eine geschlechtsneutrale Darstellung verwiesen, die jeweils die Sicht Medizinistudierender (gleichermaßen von Famulantin/Famulus, PJ-ler[in], Praktikant[in]) sowohl weiblichen und männlichen Geschlechts wiedergibt bzw. diese anspricht.

Einleitung
Die Visite ist tragender Aspekt im klinisch geprägten Tagesablauf fast jeder medizinischen, insbesondere klinischen Disziplin. Deren pünktliche, straffe, kompetente und hierarchisch geordnete Bestreitung hat weitreichende Auswirkungen auf ein effektives Klinik- bzw. Stationsmanagement.

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