Qualitätsmanagement (QM) in der klinischen Medizin

Matthias Zehe
Matthias Zehe

seine Grundlagen und Intention (eine Kurzübersicht)

Zehe, M.1 und Meyer, F.2

1 iQ-Network GmbH & Co. KG, Mellrichstadt
2 Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R., Magdeburg

Einleitung
Qualitätsmanagement (QM) ist ein mit historischer Tradition versehenes, mittlerweile fast unentbehrliches Instrument der Betriebsführung in Unternehmen und Organisationsstrukturen geworden, so auch in Gesundheitseinrichtungen. Das moderne Krankenhausmanagement beinhaltet dabei ebenso zahlreiche spezifische Aspekte struktureller Voraussetzungen, Prozessabläufe und Ergebnisorientiertheit.

In den letzten Jahren hat sich das QM in Gesundheitseinrichtungen sukzessive etablieren können, was sich nicht nur im zunehmenden Kenntnisstand und Überzeugungsgrad der im Gesundheitswesen Beschäftigten zu QM-Belangen, sondern auch in einem steigen-den Prozentsatz an QM-basiert zertifizierten Einrichtungen des Gesundheitswesens widerspiegelt.

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Seltene Kopfschmerzen – Eine Auswahl

Dr. Torsten Kraya
Dr. Torsten Kraya
Dr. Thomas Wieser
Dr. Thomas Wieser

Kraya, T.1 und Wieser, T2

1 FA für Neurologie, Msc , Martin-Luther-Universität Halle/Wittenberg, Klinik für Neurologie, Sprechstunde für Kopf- und Gesichtsschmerzen, Ernst-Grube-Str. 40; 06097 Halle/Saale; Tel: 0345-557 3343; Fax: 0345-5572824;
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2 FA für Neurologie, Spezielle Schmerztherapie, AWO Fachkrankenhaus Jerichow, Abteilung für Neurologie 2 und spezielle Schmerztherapie, Johannes-Lange-Str. 20; 39319 Jerichow; Tel: 039343-922510; Fax: 039343-922501;
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Einleitung
Auch seltene Erkrankungen sollten zeitnah erkannt und gemäß den geltenden Empfehlungen behandelt werden. Diese Übersicht stellt eine Auswahl von Kopfschmerzerkrankungen vor, die zwar mit geringer Prävalenz auftreten, jedoch großes Leiden bei den Patienten bewirken. Wir wollen für diese Krankheitsbilder sensibilisieren um lange Intervalle bis zur korrekten Diagnosestellung zu verhindern.

Die durchschnittliche Ein-Jahres-Prävalenz von Kopfschmerzen liegt in Europa bei 56,1 % gemäß einer von der WHO initiierten Untersuchung zur weltweiten Prävalenz von Kopfschmerzen (1). Innerhalb der Neurologie gilt die Migräne als die Erkrankung, die den größten Grad der Behinderung mit sich bringt (2, 3), während quantitativ der Kopfschmerz vom Spannungstyp führend ist. Leitlinien zur Diagnostik und Therapie dieser häufigen primären Kopfschmerzerkrankungen liegen vor (www.dgn.de).

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Die Diagnostik und Behandlung der Borderline-Persönlichkeitsstörung

Dr. med. Antje Möhlig
Dr. med. Antje Möhlig

Möhlig A.1
1 Klinik für Allgemeine Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik
Salus-Fachklinikum Bernburg

Ein Überblick

Zusammenfassung
Die Borderline-Persönlichkeitsstörung beginnt in der Adoleszenz. Sie erreicht ihren Peak an Symptomatik zwischen dem 18. und 25. Lebensjahr. Im Zentrum steht eine Störung der Affektregulation. Betroffene leiden unter unerträglichen Anspannungszuständen, die sie z. B. durch Selbstverletzung oder Fremdaggressivität beenden. Ätiologisch geht man heute von einem biopsychosozialen Zusammenwirken von genetischen Faktoren und umweltbezogenen Einflüssen wie z. B. frühe sexuelle Traumatisierung aus. Der Langzeitverlauf ist insgesamt besser als bisher angenommen. Trotzdem sind viele Patienten auch nach Besserung der klinischen Symptomatik kaum sozial integriert. Vier störungsspezifische Psychotherapieverfahren gelten als evidenzbasiert, wobei die Dialektisch Behaviorale Therapie (DBT) als Verfahren der ersten Wahl gilt und sich in Deutschland im Wesentlichen durchgesetzt hat. Der Einsatz von Psychopharmaka erfolgt grundsätzlich „off label“, es sei denn, eine komorbid auftretende Störung (z. B. eine depressive Episode) bedarf der medikamentösen Behandlung. Auf polypharmazeutische Ansätze, insbesondere auf den Einsatz von Benzodiazepinen, sollte möglichst verzichtet werden.
Der vorliegende Artikel gibt einen Überblick zur Epidemiologie, Ätiologie und Psychopathologie der Borderline-Persönlichkeitsstörung. Psychotherapeutische Behandlungskonzepte werden aufgezeigt und die Dialektisch Behaviorale Therapie (DBT) nach Marsha Linehan näher vorgestellt. Auf der DBT basieren die störungsspezifischen Therapieangebote für Patienten mit einer Borderline-Störung, die das Salus-Fachklinikum Bernburg im ambulanten, tagesklinischen und stationären Setting einsetzt. Daher fließen umfassende Praxiserfahrungen in den Beitrag ein.

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Der Anästhesist als perioperativer Mediziner

Dr. Christine Schneemilch
Dr. Christine Schneemilch

Schneemilch C.1, Meyer F.2

1 Klinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie, Universitätsklinikum Magdeburg
2 Klinik für Allgemein-, Viszeral- & Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Magdeburg

Zusammenfassung
Hintergrund: Obwohl die Aufgaben des Anästhesisten mit Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin sowie Schmerztherapie sehr vielseitig sind, existier(t)en teils Wissensdefizite über seine Position im Krankenhaus und seine Zuständigkeiten im perioperativen Ablauf, die aus fachübergreifender Sicht insbesondere dem Chirurgen jedoch deutlich vor Augen stehen sollten.

Ziel: Darstellung fachspezifischer, d. h. anästhesiologischer, intensivmedizinischer und schmerztherapeutischer Charakteristika zur weiteren Entwicklung eines interdisziplinären gegenseitigen Grundverständnisses vor dem Hintergrund einer zu verfolgenden Optimierung klinischer, stark integrativ geprägter Alltagsabläufe.

Methode: Narrative Kurzübersicht, basierend auf klinischen Erfahrungen und selektiven Literaturangaben.

Ergebnisse/Eckpunkte: Seit 1953 gebührt dem Anästhesisten auch formal durch gewährte Eigenständigkeit ein fester und ebenbürtiger Platz in der Vor- und Nachbehandlung operativ versorgter Patienten mit sukzessivem Aufbrechen der traditionellen hierarchischen Sichtweise zur partnerschaftlichen interdisziplinären Zusammenarbeit auf Augenhöhe.

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Maldeszensus testis – Einfluss der Aktualisierung der S2k-Leitlinie auf das Operationsalter

Katja Simek
Katja Simek

Simek K.1, Haß H.-J.2, Meyer F.3, Krause, H.2

1 Klinik für Gastroenterologie, Klinikum Magdeburg
2 Arbeitsbereich Kinderchirurgie und Kindertraumatologie, Universitätsklinikum Magdeburg
3 Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Magdeburg

Eine Analyse der von 2007 bis 2012 in der Kinderchirurgie des Universitätsklinikums Magdeburg A.ö.R. durchgeführten Orchidopexien

Abstract
Die 2009 erschienene Aktualisierung der S2k-Therapieleitlinie zur Behandlung des Hodenhochstands empfiehlt einen Therapieabschluss bis zum vollendeten 1. Lebensjahr (vorher: vollendetes 2. Lebensjahr). In der Kinderchi­rurgie des Universitätsklinikums Magdeburg A.ö.R. wurden im Zeitraum von 2007-2012 die Orchidopexien von 409 Patienten ausgewertet. Für die 329 erstmalig aufgrund eines Hodenhochstands operierten Knaben ergab sich in der retrospektiven Analyse ein durchschnittliches Operationsalter von 3,48 ± 2,95 Jahren und bescheinigte dem nördlichen Sachsen-Anhalt ein Defizit bei der zeitgerechten Versorgung des Hodenhochstands. Nach der Leitlinienaktualisierung konnte keine signifikante Veränderung des Operationsalters festgestellt werden.

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