Weichteilsarkome im Bereich der Extremitäten – Teil 1

Die Rolle der Plastischen Chirurgie im Rahmen eines interdisziplinären Behandlungskonzeptes

Einleitung

Die lokale Therapie der Weichteilsarkome hat in den vergangenen Jahrzehnten umfassende Änderungen erfahren. Primäre Amputationen sind funktionserhaltende Therapiestrategien unter Anwendung plastisch-rekonstruktiver Maßnahmen gewichen. Unterstützt durch adjuvante Verfahren, wie z. B. der Bestrahlung, zeigte sich, dass bei vergleichbaren Überlebensraten durch den Einsatz plastisch-chirurgischer Techniken ein deutlicher Zugewinn an Lebensqualität bei den Betroffenen erzielt werden konnte.

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Wie kardioprotektiv wirkt HDL-Cholesterol?

Patienten behandeln – auf Surrogatkosmetik verzichten!

Vor vielen Jahren (Gordon et al. 1977) wurde aus epidemiologischen Studien abgeleitet, dass hohe HDL-Cholesterol-Konzentrationen mit einem niedrigen kardiovaskulären Risiko assoziiert seien. Heute ist diese Euphorie verflogen.
Aber schon 1975 gab es auch harte Studiendaten, die bei industrieunabhängiger Bewertung zu Zweifeln Anlass gegeben hätten (Coronary Drug Project). Herbert Immich fokussierte das Problem: „Die Epidemiologie ist ein Paradigma, das keinen Begründungszwang kennt. Daher kann sich die Epidemiologie auch nicht vor Selbsttäuschung und Vorurteil schützen.“
Nachfolgend werden wir uns mit drei Substanzgruppen beschäftigen müssen, bei denen es zu einem mehr oder weniger ausgeprägten Anstieg von HDL-C kommt: Nicotinsäure, Fibrate und CETP-Hemmer.

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Herausforderung allgemeinmedizinische Hochschullehre - Engagierte LehrärztInnen für Sachsen-Anhalt gesucht!

Dr. med. Thomas StegerSteger, Th.,1 Schug, M.2, Bretschneider, K.1, Klement, A.1, Schnell, U.1, Lichte, Th.3
1Sektion Allgemeinmedizin, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg,
2Medizinstudent im 5. Studienjahr, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
3Institut für Allgemeinmedizin, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Hintergrund
 
Mit Bundesratsbeschluss vom 11.05.2012 wurde das Fach Allgemeinmedizin an deutschen Hochschulen deutlich aufgewertet. Folgende Neuerungen wurden für die Ärztliche Approbationsordnung (ÄAppO) beschlossen: Erstmalig wird für alle Studierenden eine 4-wöchige Pflichtfamulatur im Fach Allgemeinmedizin eingeführt. Das obligatorische Blockpraktikum Allgemeinmedizin wird nun an allen Fakultäten mindestens zwei Wochen dauern. Weiterhin werden alle medizinischen Fakultäten verpflichtet, ab 2015 für 10 % und ab 2017 für 20 % der Studierenden Plätze im Wahltertial Allgemeinmedizin im praktischen Jahr bereitzustellen. In Anbetracht des derzeitigen und prognostizierten Mangels an Haus- und vor allem Landärzten und der bescheidenen Rolle, die das Fach Allgemeinmedizin zurzeit noch an vielen medizinischen Fakultäten spielt, sind diese Neuerungen sehr zu begrüßen und dringend notwendig. Allein der prozentuale Anteil der Hausärzte (46 %) an der Gesamtzahl aller ambulant tätigen ÄrztInnen ist ein Argument dafür, dass sich das Fach Allgemeinmedizin als drittes großes Fach in der Lehre an den medizinischen Fakultäten neben der Inneren Medizin und der Chirurgie etablieren sollte. Im Folgenden werden die sich aus den genannten Neuerungen ergebenden Herausforderungen für die Hochschullehre dargestellt und anhand des Erfahrungsberichtes eines Studierenden illustriert. Im Mittelpunkt stehen dabei die Entwicklungschancen des Faches Allgemeinmedizin an den Universitäten und ihrer kooperierenden Lehrpraxen in Sachsen-Anhalt.

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Förderung der ärztlichen Weiterbildung am UKH – ein Universitätsklinikum geht neue Wege

Heeß-Erler, G., Klement, A., Struck, H.G., Taube, K.M., Klöss, Th., Universitätsklinikum Halle(Saale)

Hintergrund

Durch demographischen Wandel, Verlust jüngerer Bevölkerungsanteile und soziale Veränderungen wird zukünftig in Sachsen-Anhalt die Morbiditätslast der Bevölkerung steigen. Trotz abnehmender Bevölkerungszahl ist daher mit einem steigenden Bedarf an ärztlicher Versorgung zu rechnen [1]. Gleichzeitig ist ein Mangel an ärztlichem Nachwuchs in vielen Fachgebieten und Regionen bereits über alle Versorgungssektoren hinweg feststellbar [2]. Daher ist es eine wichtige Aufgabe, junge Ärztinnen und Ärzte durch attraktive Weiterbildungsangebote für die Herausforderungen der Gesundheitsversorgung der Zukunft und Aufgaben in Forschung und Lehre zu qualifizieren und an das Land Sachsen-Anhalt zu binden.

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Ist ambulante Chirurgie im Krankenhaus wirtschaftlich sinnvoll?

Petersen, M.*, Meyer, F.*, Lippert, H., Klinik für Allgemein-, Viszeral- & Gefäßchirurgie,
(Direktor: Prof. Dr. Dr. h.c. H. Lippert), Universitätsklinikum Magdeburg A.ö.R., Magdeburg, Deutschland

* Autoren sind zu gleichen Teilen an Manuskriptidee, -umsetzung, -entwurf, -korrektur und -layout beteiligt, weshalb sie gleichberechtigt als Erstautor zu betrachten sind.

Eine Kosten-Nutzen-Analyse ausgewählter chirurgischer Operationen

Einleitung

Mit den im März 2000 beschlossenen Änderungen des Gesundheitsstrukturgesetzes (GSG) sollte das ambulante Operieren für den stationären Bereich besser zugänglich gemacht werden. Ziel des Gesetzgebers war die Überwindung sektoraler Abgrenzungen und die Erschließung von Einsparmöglichkeiten im klinisch-operativen Alltag. In der Realität werden jedoch noch immer unter 10 % aller Operationen (OP) ambulant vorgenommen. Nach Einschätzung unterschiedlicher Autoren können jedoch bis zu 50 % aller OP angeblich ohne Einbußen an Qualität und Sicherheit auch unter ambulanten Bedingungen durchgeführt werden [1,2], insbesondere unter niedrigem Komplikationspotenzial als Grundvoraussetzung. In den USA werden beispielsweise 80-90 % der jährlich ca. 770.000 durchgeführten Leistenhernien-OP ambulant vorgenommen [3]. Die Realität im deutschen Gesundheitswesen zeichnet hier trotz klar formulierter Willensäußerungen der Politik ein etwas differentes Bild. In der verstärkten Durchsetzung ambulant durchgeführter Eingriffe wird ein großes Einsparpotenzial gesehen, welches von staatlicher Seite und von Seiten der Krankenkassen gern genutzt würde [4]. Eine Kostendeckung unter Vermeidung von Ertragsdefiziten (ggf. sogar mit Erlösen als zusätzlichem Anreiz) für ambulant durchgeführte Eingriffe ist jedoch für die leistungserbringende Einrichtung eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine Zunahme der Zahl an ambulanten OP. Aussagekräftige Zahlen zur Kosteneffektivität ambulanter OP in Deutschland sind allerdings rar.
Unter dem Aspekt, dass die gewährte Kostenabrechnung möglicherweise nicht die Aufwendungen der Einrichtung bei den ambulanten OP deckt, wie mehrfach berichtet wird, hatte die vorliegende prospektive klinisch-systematische Beobachtungsstudie das Ziel, die mögliche Kosteneffektivität ausgewählter OP mit möglichem ambulanten Setting an einem Krankenhaus der Maximalversorgung mit Lehr- und Forschungsauftrag im klinisch-chirurgischen Alltag zu ermitteln.

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