Weichteilsarkome im Bereich der Extremitäten – Teil 2

Dr. Frank SiemersDie Rolle der Plastischen Chirurgie im Rahmen eines interdisziplinären Behandlungskonzeptes

Siemers, F., Klinik für Plastische- und Handchirurgie/ Brandverletztenzentrum
Berufsgenossenschaftliche Kliniken Bergmannstrost Halle

Plastisch-chirurgische Rekonstruktionsmöglichkeiten
Elementarer Bestandteil onkochirurgischer Therapiekonzepte nach Resektionen von Weichteilsarkomen sind plastisch-chirurgische Rekonstruktionsverfahren, da  nach der Tumorentfernung nicht selten große Defektflächen und/oder -höhlen vorliegen sowie freiliegende funktionelle Strukturen wie Knochen, Sehnen, Nerven und Gefäße zu finden sind. Der hierbei durchgeführte Transfer gut durchbluteter Gewebeeinheiten erleichtert nach Resektion von Sarkomen auch die Einleitung adjuvanter Therapiemaßnahmen wie z.B. die Bestrahlung. Neben einer Verpflanzung von gut durchblutetem Gewebe steht der Ersatz funktioneller Strukturen wie Muskeln, Sehnen, Gefäßen und Nerven im Vordergrund.

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Stiefkind Psychosomatik in der Sucht

Dr. med. Dr. phil. Klaus von PloetzMangelversorgung der Patienten mit traumaartigen Belastungen und Abhängigkeitserkrankungen

Dr. med. Dr. phil. Klaus von Ploetz, Barbarossa-Klinik GmbH & Co. KG Kelbra

Die ungenügende professionelle Behandlung von Abhängigkeitserkrankten mit traumaartigen Belastungen im Gesundheitssystem der Bundesrepublik bleibt weiter eine gravierende professionelle Versorgungslücke.
Die Barbarossaklinik Kelbra hat deshalb zu Beginn dieses Jahres eine eigene Abteilung für „Schwerpunkt Psychosomatik bei Abhängigkeitserkrankungen“ eröffnet.

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Weichteilsarkome im Bereich der Extremitäten – Teil 1

Die Rolle der Plastischen Chirurgie im Rahmen eines interdisziplinären Behandlungskonzeptes

Einleitung

Die lokale Therapie der Weichteilsarkome hat in den vergangenen Jahrzehnten umfassende Änderungen erfahren. Primäre Amputationen sind funktionserhaltende Therapiestrategien unter Anwendung plastisch-rekonstruktiver Maßnahmen gewichen. Unterstützt durch adjuvante Verfahren, wie z. B. der Bestrahlung, zeigte sich, dass bei vergleichbaren Überlebensraten durch den Einsatz plastisch-chirurgischer Techniken ein deutlicher Zugewinn an Lebensqualität bei den Betroffenen erzielt werden konnte.

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Wie kardioprotektiv wirkt HDL-Cholesterol?

Patienten behandeln – auf Surrogatkosmetik verzichten!

Vor vielen Jahren (Gordon et al. 1977) wurde aus epidemiologischen Studien abgeleitet, dass hohe HDL-Cholesterol-Konzentrationen mit einem niedrigen kardiovaskulären Risiko assoziiert seien. Heute ist diese Euphorie verflogen.
Aber schon 1975 gab es auch harte Studiendaten, die bei industrieunabhängiger Bewertung zu Zweifeln Anlass gegeben hätten (Coronary Drug Project). Herbert Immich fokussierte das Problem: „Die Epidemiologie ist ein Paradigma, das keinen Begründungszwang kennt. Daher kann sich die Epidemiologie auch nicht vor Selbsttäuschung und Vorurteil schützen.“
Nachfolgend werden wir uns mit drei Substanzgruppen beschäftigen müssen, bei denen es zu einem mehr oder weniger ausgeprägten Anstieg von HDL-C kommt: Nicotinsäure, Fibrate und CETP-Hemmer.

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Herausforderung allgemeinmedizinische Hochschullehre - Engagierte LehrärztInnen für Sachsen-Anhalt gesucht!

Dr. med. Thomas StegerSteger, Th.,1 Schug, M.2, Bretschneider, K.1, Klement, A.1, Schnell, U.1, Lichte, Th.3
1Sektion Allgemeinmedizin, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg,
2Medizinstudent im 5. Studienjahr, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
3Institut für Allgemeinmedizin, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Hintergrund
 
Mit Bundesratsbeschluss vom 11.05.2012 wurde das Fach Allgemeinmedizin an deutschen Hochschulen deutlich aufgewertet. Folgende Neuerungen wurden für die Ärztliche Approbationsordnung (ÄAppO) beschlossen: Erstmalig wird für alle Studierenden eine 4-wöchige Pflichtfamulatur im Fach Allgemeinmedizin eingeführt. Das obligatorische Blockpraktikum Allgemeinmedizin wird nun an allen Fakultäten mindestens zwei Wochen dauern. Weiterhin werden alle medizinischen Fakultäten verpflichtet, ab 2015 für 10 % und ab 2017 für 20 % der Studierenden Plätze im Wahltertial Allgemeinmedizin im praktischen Jahr bereitzustellen. In Anbetracht des derzeitigen und prognostizierten Mangels an Haus- und vor allem Landärzten und der bescheidenen Rolle, die das Fach Allgemeinmedizin zurzeit noch an vielen medizinischen Fakultäten spielt, sind diese Neuerungen sehr zu begrüßen und dringend notwendig. Allein der prozentuale Anteil der Hausärzte (46 %) an der Gesamtzahl aller ambulant tätigen ÄrztInnen ist ein Argument dafür, dass sich das Fach Allgemeinmedizin als drittes großes Fach in der Lehre an den medizinischen Fakultäten neben der Inneren Medizin und der Chirurgie etablieren sollte. Im Folgenden werden die sich aus den genannten Neuerungen ergebenden Herausforderungen für die Hochschullehre dargestellt und anhand des Erfahrungsberichtes eines Studierenden illustriert. Im Mittelpunkt stehen dabei die Entwicklungschancen des Faches Allgemeinmedizin an den Universitäten und ihrer kooperierenden Lehrpraxen in Sachsen-Anhalt.

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