Die osteoporotische Wirbelfraktur

Foto des Verfassers Prof. Dr. med. K.-St. DelankModerne Therapiealgorithmen einer Volkskrankheit

Delank, K.-St., Siekmann, H., Gräper, J., Department für Orthopädie,
Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Universitätsklinikum Halle (Saale)

Die Osteoporose ist eine systemische Skeletterkrankung mit einer Minderung der Knochenmasse und erhöhtem Frakturrisiko. Osteoporose bedeutet, dass zu wenig normales Knochengewebe vorhanden ist bei gleichzeitiger Störung der Knochenstruktur.
Die zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr erreichte Knochenmasse wird als maximale Knochenmasse oder als Gipfelknochenmasse („peak bone mass“) bezeichnet. Die von der WHO publizierte Definition der Osteoporose basiert auf dem messbaren Knochenmineralgehalt (unter Verwendung der DXA-Messung) und dem Mittelwert dieser maximalen Knochenmasse einer Population. Liegt der Knochenmineralgehalt der Wirbelsäule (L2-L4), altersunabhängig, niedriger als -2,5 Standardabweichung (SD) von diesem Mittelwert, so spricht man von einer Osteoporose. Diese Standardabweichung bezeichnet den sogenannten T-Wert.

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Ernährungsmedizinische Aspekte in den operativen Disziplinen

Dr. med. Carl MeißnerIn Anlehnung an die DEGEM-Leitlinie „Enterale Ernährung"
nach A. Weimann et al.

Dr. med. Carl Meißner, Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie Klinikum Magdeburg

Einleitung
Ziel ist es, die Patienten mit erhöhtem nutritivem/metabolischen Risiko so früh wie möglich als solche zu erkennen und entsprechend ernährungsmedizinisch zu behandeln [1]. Das metabolische Risiko im Krankenhaus hat erhebliche Auswirkungen auf Morbidität, Krankenhausverweildauer und Letalität [2, 3, 4, 5]. Der Zusammenhang zwischen „Essen“ und „Wohlfühlen” ist seit Jahrtausenden bekannt. Schon primitive Kulturen suchten nach entsprechenden Nahrungsmitteln und verabreichten diese an Schwache und Kranke, da sie diesen Nahrungsmitteln magische und heilende Eigenschaften zusprachen. Erkenntnisse über die zentrale Rolle des Darmes bei der Entstehung post-chirurgischer Komplikationen führte nach einer Phase konsequenten Fastens über den Umweg der parenteralen Ernährung zum Konzept der frühenteralen Ernährung.

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Weichteilsarkome im Bereich der Extremitäten – Teil 2

Dr. Frank SiemersDie Rolle der Plastischen Chirurgie im Rahmen eines interdisziplinären Behandlungskonzeptes

Siemers, F., Klinik für Plastische- und Handchirurgie/ Brandverletztenzentrum
Berufsgenossenschaftliche Kliniken Bergmannstrost Halle

Plastisch-chirurgische Rekonstruktionsmöglichkeiten
Elementarer Bestandteil onkochirurgischer Therapiekonzepte nach Resektionen von Weichteilsarkomen sind plastisch-chirurgische Rekonstruktionsverfahren, da  nach der Tumorentfernung nicht selten große Defektflächen und/oder -höhlen vorliegen sowie freiliegende funktionelle Strukturen wie Knochen, Sehnen, Nerven und Gefäße zu finden sind. Der hierbei durchgeführte Transfer gut durchbluteter Gewebeeinheiten erleichtert nach Resektion von Sarkomen auch die Einleitung adjuvanter Therapiemaßnahmen wie z.B. die Bestrahlung. Neben einer Verpflanzung von gut durchblutetem Gewebe steht der Ersatz funktioneller Strukturen wie Muskeln, Sehnen, Gefäßen und Nerven im Vordergrund.

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Stiefkind Psychosomatik in der Sucht

Dr. med. Dr. phil. Klaus von PloetzMangelversorgung der Patienten mit traumaartigen Belastungen und Abhängigkeitserkrankungen

Dr. med. Dr. phil. Klaus von Ploetz, Barbarossa-Klinik GmbH & Co. KG Kelbra

Die ungenügende professionelle Behandlung von Abhängigkeitserkrankten mit traumaartigen Belastungen im Gesundheitssystem der Bundesrepublik bleibt weiter eine gravierende professionelle Versorgungslücke.
Die Barbarossaklinik Kelbra hat deshalb zu Beginn dieses Jahres eine eigene Abteilung für „Schwerpunkt Psychosomatik bei Abhängigkeitserkrankungen“ eröffnet.

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Weichteilsarkome im Bereich der Extremitäten – Teil 1

Die Rolle der Plastischen Chirurgie im Rahmen eines interdisziplinären Behandlungskonzeptes

Einleitung

Die lokale Therapie der Weichteilsarkome hat in den vergangenen Jahrzehnten umfassende Änderungen erfahren. Primäre Amputationen sind funktionserhaltende Therapiestrategien unter Anwendung plastisch-rekonstruktiver Maßnahmen gewichen. Unterstützt durch adjuvante Verfahren, wie z. B. der Bestrahlung, zeigte sich, dass bei vergleichbaren Überlebensraten durch den Einsatz plastisch-chirurgischer Techniken ein deutlicher Zugewinn an Lebensqualität bei den Betroffenen erzielt werden konnte.

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