Die Behandlung des chronischen Lymphödems – ein ambulantes Versorgungsproblem

Dr. med. Tobias HirschAus der Arbeit der Qualitätsnetzwerke Lymphologie in Sachsen-Anhalt

Hirsch, T1, Schleinitz, J.2

1Praxis für Innere Medizin und Gefäßkrankheiten, Venen Kompetenz-Zentrum®, Halle (Saale)
2Arztpraxis Dr. Schleinitz, Lützen

Das Lymphödem – Krankheit oder Verlegenheitsdiagnose?

Als chronisches Lymphödem bezeichnet man die Einlagerung eiweißreicher Flüssigkeit im Interstitium. Verursacht wird ein solches Ödem durch eine gestörte Funktion des Lymphgefäßsystems in Folge Trauma (Operation), Entzündung, Parasitenbefall oder hereditärer Faktoren. Die epidemiologischen Daten zum Lymphödem in der westlichen Welt gehen sehr weit auseinander. In Deutschland wird die Zahl der Erkrankten auf 4,5 Mio. geschätzt (Földi 2004). In der Bonner Venenstudie wurde bei 1,1% der untersuchten Männer und 2,4% der Frauen ein Lymphödem diagnostiziert (Rabe et al. 2003). Auf die Bevölkerung von Sachsen-Anhalt bezogen, könnte eine Anzahl Erkrankter von ca. 40.000 bis 100.000 zu Grunde gelegt werden.

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