Renale Denervierung – Quo vadis?

Alexander PlehnPlehn, A.
Universitätsklinikum Halle (Saale), Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin III

Einleitung

Die optimale Therapie der arteriellen Hypertonie bleibt trotz einer Vielzahl zur Verfügung stehender Medikamente eine große Herausforderung und der Zielwert wird bei vielen Patienten nicht erreicht, obwohl der Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und kardiovaskulären Ereignissen heutzutage unumstritten ist. Die Gründe für das mangelnde Erreichen des Zielblutdrucks sind vielfältig und beinhalten Compliance-Probleme und Medikamentennebenwirkungen, aber auch ein medikamentöses Therapieversagen. Bei der therapierefraktären arteriellen Hypertonie hat das Ungleichgewicht des vegetativen Nervensystems zugunsten des Sympathikus eine übergeordnete Bedeutung. Die Notwendigkeit, Menschen mit einer therapierefraktären arteriellen Hypertonie adäquat behandeln zu können, und das Wissen, durch eine Reduzierung der Sympathikusaktivität auch eine Reduzierung des Blutdrucks zu erreichen, haben zur Entwicklung der kathetergestützten renalen Sympathikusdenervation (kurz: „renale Denervierung“ / RDN) geführt. Dabei werden sympathische Nervenfasern entlang der Nierenarterien mit Hilfe eines Katheters abladiert (Abbildung 1).

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