Herausforderung allgemeinmedizinische Hochschullehre - Engagierte LehrärztInnen für Sachsen-Anhalt gesucht!

Dr. med. Thomas StegerSteger, Th.,1 Schug, M.2, Bretschneider, K.1, Klement, A.1, Schnell, U.1, Lichte, Th.3
1Sektion Allgemeinmedizin, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg,
2Medizinstudent im 5. Studienjahr, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
3Institut für Allgemeinmedizin, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Hintergrund
 
Mit Bundesratsbeschluss vom 11.05.2012 wurde das Fach Allgemeinmedizin an deutschen Hochschulen deutlich aufgewertet. Folgende Neuerungen wurden für die Ärztliche Approbationsordnung (ÄAppO) beschlossen: Erstmalig wird für alle Studierenden eine 4-wöchige Pflichtfamulatur im Fach Allgemeinmedizin eingeführt. Das obligatorische Blockpraktikum Allgemeinmedizin wird nun an allen Fakultäten mindestens zwei Wochen dauern. Weiterhin werden alle medizinischen Fakultäten verpflichtet, ab 2015 für 10 % und ab 2017 für 20 % der Studierenden Plätze im Wahltertial Allgemeinmedizin im praktischen Jahr bereitzustellen. In Anbetracht des derzeitigen und prognostizierten Mangels an Haus- und vor allem Landärzten und der bescheidenen Rolle, die das Fach Allgemeinmedizin zurzeit noch an vielen medizinischen Fakultäten spielt, sind diese Neuerungen sehr zu begrüßen und dringend notwendig. Allein der prozentuale Anteil der Hausärzte (46 %) an der Gesamtzahl aller ambulant tätigen ÄrztInnen ist ein Argument dafür, dass sich das Fach Allgemeinmedizin als drittes großes Fach in der Lehre an den medizinischen Fakultäten neben der Inneren Medizin und der Chirurgie etablieren sollte. Im Folgenden werden die sich aus den genannten Neuerungen ergebenden Herausforderungen für die Hochschullehre dargestellt und anhand des Erfahrungsberichtes eines Studierenden illustriert. Im Mittelpunkt stehen dabei die Entwicklungschancen des Faches Allgemeinmedizin an den Universitäten und ihrer kooperierenden Lehrpraxen in Sachsen-Anhalt.

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