Neues Herzkatheterlabor der HELIOS Bördeklinik feierlich eröffnet

Logo Helios BördeklinikAm 14. Oktober 2015 war es soweit: Nach rund fünfmonatiger Bauzeit wurde das neue Herzkatheterlabor der HELIOS Bördeklinik eröffnet. Rund 900.000 Euro investierte die Klinik dafür aus Eigenmitteln. Zukünftig können Patienten mit akuten und chronischen Herzerkrankungen wie dem Herzinfarkt oder der koronaren Herzkrankheit in einem Schritt untersucht und therapiert werden.

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Lebensgefährliches Zögern: Forscher untersuchen Notfallverhalten von Herzinfarktpatienten in Sachsen-Anhalt

Bekämpfung der überdurchschnittlich hohen Herzinfarktsterblichkeit in Sachsen-Anhalt: Neues Forschungsvorhaben in Magdeburg

Die koronare Herzkrankheit (KHK) ist die Vorläuferkrankheit des Herzinfarkts und die häufigste Herzerkrankung mit schätzungsweise sechs Millionen Betroffenen in Deutschland. Jährlich sterben über 128.000 Menschen an der KHK, darunter mehr als 55.000 am Herzinfarkt. Sachsen-Anhalt steht laut Deutschem Herzbericht 2014 mit 103 Herzinfarkttoten pro 100.000 Einwohner gemeinsam mit Brandenburg (105) an der Spitze der Bundesländer mit der höchsten Herzinfarktsterblichkeit in Deutschland. „Deshalb sind unsere Anstrengungen groß, mit Hilfe wissenschaftlicher Analysen Strategien zu entwickeln, die es ermöglichen, Risikogruppen früh für ihr Infarkt-Risiko zu sensibilisieren und so die Sterblichkeit durch Herzinfarkt und andere Herzkrankheiten zu senken“, betont Prof. Dr. med. Rüdiger C. Braun-Dullaeus, Direktor der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie am Universitätsklinikum Magdeburg und Beiratsmitglied der Deutschen Herzstiftung. Zwei von der Deutschen Herzstiftung finanziell unterstützte wissenschaftliche Projekte in Sachsen-Anhalt mit diesem Ziel wurden anlässlich des Auftakts der bundesweiten Herzwochen („Herz in Gefahr: Koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt“/Infos: www.herzstiftung.de/herzwochen.html) in Magdeburg vorgestellt.

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Hallescher Schilddrüsen-Experte dreifach geehrt

Professor Dr. Dr. h.c. mult. Henning Dralle
Professor Dr. Dr. h.c. mult. Henning Dralle

Professor Dr. Dr. h.c. mult. Henning Dralle, Direktor der halleschen Universitätsklinik und Poliklinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, vereint auf sich eine doppelte Ehrendoktorwürde: Nachdem der weltweit anerkannte Schilddrüsen-Experte bereits von der Universität Bergen (Norwegen) mit diesem Titel ausgezeichnet worden war, erhielt Professor Dralle nun für seine wissenschaftlichen Verdienste auf dem Gebiet der Schilddrüsenerkrankungen und der endokrinen Chirurgie diese Würde von der Universität Krakau (Polen). „Es ist für mich eine große Ehre, dass meine wissenschaftliche und ärztliche Arbeit in den vergangenen Jahrzehnten über die Grenzen Deutschlands hinaus diese Anerkennung findet“, erklärt der Chirurg. Professor Dralle leitet seit 1994 die Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie in Halle.

Neben der Ehrendoktorwürde aus Krakau ernannte ihn nun die Polnische Gesellschaft für Chirurgie zum Ehrenmitglied. Das Interdisziplinäre Schilddrüsenzentrum des St. Theresien-Krankenhauses Nürnberg verlieh an Professor Dralle auf Grund seiner Verdienste um die menschliche Schilddrüse den „Theresienpreis“ des Krankenhauses.

Die Liste der Auszeichnungen und Ehrungen für den halleschen Chirurgen ist lang: unter anderem wurde er als erster Europäer mit dem „Light of Life Foundation Award“ durch das Memorial Sloan Kettering Cancer Center in New York ausgezeichnet. Diese Ehrung wird nur alle vier Jahre vergeben. Die Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin, die Europäische Gesellschaft für Chirurgie und die Gesellschaft für endokrine Chirurgie Italiens ernannten Professor Dralle bereits zum Ehrenmitglied. Seit 2002 ist Professor Dralle auch Mitglied der Leopoldina.

| Pi und Foto: UKH

Anerkennung für gefäßmedizinische Forschung

Privatdozent Dr. med. Jörg Herold, leitender Oberarzt der Universitätsklinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie Magdeburg, wurde der CLI-Preis 2015 der Deutschen Gesellschaft für Angiologie (DGA) verliehen. Mit dieser Auszeichnung werden herausragende abgeschlossene klinische Forschungsarbeiten zu Diagnostik und Therapie der kritischen Extremitätenischämie gewürdigt.

Die Forschungsarbeit von PD Dr. Jörg Herold befasst sich mit einer neuen Therapiestrategie zur Behandlung der „Schaufensterkrankheit“, einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit, kurz pAVK genannt. Diese ist von großer klinischer Bedeutung, da die körpereigene Entwicklung von Umgehungskreisläufen nur selten den Verschluss eines Gefäßes adäquat kompensieren kann. Die Untersuchungen des Facharztes für Kardiologie und Angiologie offerieren eine neue Methode, mit der es möglich ist, körpereigene Zellen so zu modifizieren, dass diese in der Lage sind, das Immunsystem zum endogenen Gefäßwachstum anzuregen. Hierfür wurden im Mausmodell mit Tetanus Toxoid beladene Zellen systemisch der Maus gespritzt, welcher 24 Stunden zuvor die Hauptschlagader des Hinterbeines (Arteria Femoralis) abgebunden worden war, um somit einen Gefäßverschluss zu erzeugen.
Mit dieser neuen zelltherapeutischen und immunmodulatorischen Verstärkung der Gefäßneubildung (Kollateralenwachstum/Arteriogenese) konnte durch den Einsatz von modifizierten körpereigenen Zellen die Hinterbeindurchblutung fast bis auf Ausgangswerte angehoben und so Gangräne und Nekrosen verhindert werden.

Die Auszeichnung von PD Dr. Herold fand im Rahmen der 44. DGA-Jahrestagung vom 26. bis 29. September 2015 in Freiburg statt. Der mit 5.000 Euro dotierte CLI-Preis wird von der Firma medac GmbH unterstützt.

| Pi UKM