Hallenser Neuropädiaterin erhält 1. Preis auf Internationaler Tagung

OÄ Dr. Steffi PatzerFrau OÄ Dr. Steffi Patzer, Neuropädiaterin der Kinderklinik des Krankenhauses St. Elisabeth und St. Barbara in Halle/Saale, hat bei der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen und Österreichischen Gesellschaften für Epileptologie und der Schweizerischen Liga gegen Epilepsie in Dresden den 1. Preis des Videoforums erhalten.

Die Neuropädiatrie ist eines der komplexesten Teilgebiete der Kinderheilkunde; sie lebt von klinischer Erfahrung, interkollegialem Austausch und Kontakt zu den Grundlagenwissenschaften. Aus diesem Grund haben sich videobasierte Fallkonferenzen zu einem zentralen Teil internationaler Tagungen entwickelt. Das Auditorium aus ca. 300 Epileptologen hat in diesem Jahr den Beitrag „Retardiert, fiebernd, 3 Tage bewußtlos“ zum 1. Preisträger gewählt. In diesem Beitrag wird das Krankheitsbild der alternierenden Hemiplegie mit einer nachgewiesenen Mutation in einem Kalziumkanal (CACNA-1) ätiopathogenetisch verknüpft und der erfolgreiche Therapieverlauf über 10 Jahre beschrieben.
Frau Oberärztin Dr. Patzer führt die Neuropädiatrie am Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara seit vielen Jahren; neben der stationären Diagnostik und Therapie gibt es am Hause eine zertifizierte Epilepsieambulanz für Kinder und ein EEG-Ausbildungszentrum der Pädiatrie in Sachsen-Anhalt.

Menschliche Hundehautwurm-Infektionen durch Dirofilaria repens in Sachsen-Anhalt

Aufgrund einer erstmalig in Deutschland aufgetretenen menschlichen Infektion mit dem von Stechmücken übertragenen Hundehautwurm Dirofilaria repens im sachsen-anhaltinischen Kreis Anhalt-Bitterfeld im Jahre 2014 und Funden des Parasiten im Jahre 2013 in Stechmücken in der Nähe, ist möglicherweise von weiteren humanen Fällen in der Region auszugehen.

Der Indexpatient erlitt zudem eine Re-Infektion in diesem Jahr. Menschliche Infektionen sind aus Südeuropa, Afrika und Asien bekannt. Klinisch treten sie meist durch eine schmerzlose subkutane Knotenbildung in Erscheinung, die die Filarie enthalten. Gravierende Fälle, wie jener einer Meningoenzephalitis durch den Parasiten bei einer Importinfektion aus Sri Lanka sind selten. Die Diagnose wird durch den histologischen und nachfolgenden molekularbiologischen (PCR) Parasitennachweis aus exzidiertem Gewebe gestellt. Therapeutisch kommt neben der Exzision die Anthelminthika-Gabe mit Ivermectin zur Anwendung.

Exzidierte Hautknoten mit histopa-thologischem Verdacht auf einen Helminthen können zu Dr. med. Peter Herrmann-Trost, amedes MVZ für Pathologie und Zytodiagnostik, Albert-Einsteinstraße 3 in 06122 Halle (Tel. 0345-231100) gesendet werden.

Das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg übernimmt kostenfrei zu wissenschaftlichen Zwecken die weiterführende molekularbiologische Untersuchung (Ansprechpartner: PD Dr. med. Tappe, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Neu besetzter Lehrstuhl für Gastroenterologie an der Klinik für Innere Medizin I (Gastroenterologie, Pneumologie), Universitätsklinikum Halle (Saale)

Eine Einrichtung stellt sich vor

Zur Person
Seit 01.03.2015 bin ich als Nachfolger von Prof. Dr. Thomas Seufferlein als Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin I tätig. Geboren und aufgewachsen in Augsburg, habe ich mein Medizinstudium an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, der University of California in Los Angeles und der Harvard Medical School in Boston absolviert. Meine bisherige berufliche Tätigkeit führte mich zunächst an die Universitätskliniken München-Großhadern und Ulm. Nach einem zweijährigen Forschungsaufenthalt in London wechselte ich im Jahr 2006 an das Universitätsklinikum Marburg, wo ich bis zu meinem Wechsel nach Halle tätig war, zuletzt als Leitender Oberarzt und stellvertretender Klinikdirektor. Zusammen mit meiner Frau und unseren drei Kindern bin ich zum Dienstantritt im März bereits nach Halle gezogen. Mein außerberufliches Interesse gilt der klassischen Musik, sowohl als Hörer als auch als passionierter Hobbyorganist.

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366 Tage für eine Entscheidung: Der ORGANPATEN-Kalender 2016 - Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung informiert über Organspende

Logo Bundeszentrale für gesundheitliche AufklärungIn dem neuen Tischkalender „366 Tage Leben“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) für das Jahr 2016 stellen 365 Organpaten mit Portraits und Zitaten ihre ganz persönliche Einstellung zur Organspende dar. Da das Jahr 2016 ein Schaltjahr ist, wurde das 366. Kalenderblatt mit einem Organspendeausweis versehen.

„Jeder sollte sich die Zeit nehmen, sich mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen“, so Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. „Bereits jeder Dritte in Deutschland hat seine Entscheidung zur Organ- und Gewebespende im Organspendeausweis festgehalten. Unser Ziel ist es, dass möglichst alle Menschen eine Entscheidung zur Organspende treffen, diese im Ausweis dokumentieren oder ihren Angehörigen mitteilen.“

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2+1 statt 3+1. Neue Impfempfehlungen der STIKO veröffentlicht

Logo Robert-Koch-InstitutDie Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut hat ihre aktuellen Impfempfehlungen im Epidemiologischen Bulletin 34/2015 veröffentlicht. Änderungen gibt es beim Impfschema für die Pneumokokken-Impfung im Säuglings- und Kleinkindalter, bei der Meningokokken-B-Impfung, bei der Gelbfieberimpfung und der passiven Immunisierung gegen Windpocken. Die ausführlichen wissenschaftlichen Begründungen erscheinen in den Bulletin-Ausgaben 35, 36 und 37. Zudem hat die STIKO die Masern-Impfempfehlungen redaktionell überarbeitet. Impfindikationen für bestimmte Situationen (zum Beispiel Ausbruchsgeschehen, Aufnahme in eine Kita) wurden bisher nur im Fließtext erwähnt und sind nun in den Tabellen 2 und 3 der Empfehlungen detailliert aufgelistet.

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