Generationswechsel in der universitären Nuklearmedizin des UKH

Eine Einrichtung stellt sich vor

Unter neuer Leitung erweitert die Abteilung für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Halle ihr diagnostisches und therapeutisches Spektrum und setzt dabei auf interdisziplinäre Kooperationen zur Verbesserung der Qualität in Patientenversorgung, Lehre und Forschung.

Seit Juli 2016 wird die eigenständige Abteilung für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Halle (UKH) von Dr. A. Odparlik geleitet. Gleichzeitig ist er Stellvertreter des derzeitigen geschäftsführenden Direktors (Prof. Dr. D. Vordermark) des neu gegründeten Departments für Strahlenmedizin, welchem ebenfalls die Klinik und Poliklinik für Radiologie und die Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie angehören.
Bereits unter seinem Vorgänger Prof. Dr. M. Bähre, dem vormaligen Direktor der Nuklearmedizin, war Dr. A. Odparlik ab dem Jahr 2012 als Leitender Oberarzt und stellvertretender Klinikdirektor tätig. Von Beginn an legte er dabei Schwerpunkte in der Einführung und Weiterentwicklung moderner nuklearmedizinischer Therapieverfahren sowie der Etablierung der Hybridbildgebung. Letztere erlaubt die kombinierte Darstellung von Stoffwechselvorgängen und Morphologie mittels Schnittbildgebung, was die Qualität der diagnostischen Aussagen entscheidend verbessert. Die Beschaffung eines modernen PET-Scanners mit einem volldiagnostisch nutzbaren 64-Zeilen-Computertomographen im Jahr 2014 und die Aufnahme der zusätzlichen Tätigkeit im MVZ des UKH war eine wesentliche Voraussetzung für diese Erweiterung des diagnostischen Angebots für interne und externe Partner.

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Roboter-assistierte Nierentransplantationen nach laparoskopischer Donornephrektomie in Halle (Saale)

Am Nierentransplantationszentrum der urologischen Universitätsklinik und Poliklinik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg wurden kürzlich die ersten zwei Nierentransplantationen mit dem OP-Robotersystem Da-Vinci in den neuen Bundesländern durchgeführt. Es handelt sich dabei, um die dritte und vierte in Deutschland, nach dem die ersten zwei an der von Prof. Dr. Michael Stöckle geleiteten Universitätsklinik und Poliklinik für Urologie, der Universität des Saarlandes einige Wochen zuvor durchgeführt worden.

Die roboter-assistierte Chirurgie ist in der Urologie mittlerweile Routine geworden, heute werden immer mehr komplexe onkologische Operationen roboter-assistiert durchgeführt, vorwiegend handelt es sich um funktions- und organerhaltende Tumoroperationen an Prostata und Niere. An ausgewiesenen Transplantationszentren konnte zwar die Entnahme einer Spenderniere entweder laparoskopisch oder roboter-assistiert durchgeführt werden, die Transplantation der Niere selbst blieb aber bislang Domäne der konventionellen offenen Chirurgie, laparoskopisch durchgeführte Transplantationen waren bisher nie gewagt worden, da sie als technisch äußerst schwierig gelten.

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Zweite Erxleben-Lecture

Akademischer Festakt zur Urkundenverleihung

Die meisten kennen einen Vertreter der Gattung Drosophila: die Fruchtfliege, die vor allem im Sommer herumschwirrt. Doch Drosophila sind auch sehr beliebte Insekten in der Forschung. Warum das so ist, erklärte Professorin Dr. rer. nat. Elisabeth Knust am 29. Oktober 2016 in ihrem Festvortrag „Klein, aber oho: Die Taufliege Drosophila in der Grundlagenforschung“ in der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Diese zweite Erxleben-Lecture hielt die Direktorin des Max-Planck-Institutes für Molekulare Zellbiologie und Genetik Dresden im Rahmen des akademischen Festaktes anlässlich der Urkundenübergabe an Habilitanden, Doktoranden sowie zum Goldenen Doktorjubiläum.

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Ständige Impfkommission veröffentlicht neue Impfempfehlungen

Logo RKIDie Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) hat ihre neuen Empfehlungen im Epidemiologischen Bulletin 34/2016 veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht die Überarbeitung der Empfehlungen zur Pneumokokken-Schutzimpfung für Senioren und andere gefährdete Risikogruppen. Außerdem gibt die STIKO erstmals Hinweise zur Verringerung von Schmerz- und Stressreaktionen beim Impfen.

Pneumokokken stellen in Europa die Hauptursache von bakteriellen Lungenentzündungen dar. Die STIKO schätzt, dass jedes Jahr mehr als 5.000 Menschen in Deutschland an den Folgen einer Pneumokokken-Erkrankung sterben. Besonders gefährdet sind Kinder unter 2 Jahren, Menschen ab 60 Jahren sowie Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit bestimmten Grundkrankheiten, z. B. Personen mit einer Immunschwäche oder mit chronischen Krankheiten des Herzens oder der Lunge.

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Tätigkeitsberichte der Transplantationszentren für 2015 veröffentlicht

Logo DSOPatienten finden relevante Informationen schneller

Die Tätigkeitsberichte der deutschen Transplantationszentren bieten den Patienten ab diesem Jahr einen schnelleren Zugang zu den für sie relevanten Informationen. Jedes Organ hat in den Berichten ein eigenes Kapitel erhalten. In ergänzenden Grafiken werden die Daten jedes Zentrums über den Verlauf der letzten acht Jahre dargestellt. Interessierte finden die Tätigkeitsberichte auf der Homepage der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO).

Die DSO hat nach dem Transplantationsgesetz (§11, Abs. 5) die Aufgabe, jährlich die Tätigkeitsberichte der Transplantationszentren zu veröffentlichen. Zusätzlich zu den Berichten zu einzelnen Zentren bietet die DSO auch illustrierte Berichte zu jedem Organ an. Die grafische Darstellung der Daten gibt einen Überblick über die Entwicklung der Wartelisten und der Transplantationen in Deutschland. Die Nutzer haben so die Möglichkeit, sich schnell einen ersten Überblick zu verschaffen und dann die Daten einzelner Transplantationszentren im Detail anzuschauen.

Die Tätigkeitsberichte sind unter dem folgenden Link einsehbar:

http://www.dso.de/servicecenter/krankenhaeuser/transplantationszentren.html

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