5. Geriatrietag am halleschen Universitätsklinikum: Gebrechlichkeit – wenn die Kräfte im Alter schwinden

Logo Universitätsklinikum Halle (Saale)Am Freitag, 17. April 2015, fand der 5. Geriatrietag am Universitätsklinikum Halle (Saale) statt. Die Geriatrietage beschäftigen sich immer mit einem anderen Schwerpunkt. Als Hauptthema haben die Organisatoren – die interdisziplinäre Arbeitsgruppe „Geriatrischer Patient“ am UKH –,  diesmal „Frailty“ gewählt. Der Begriff „ Frailty“ wird allgemein als Gebrechlichkeit ins Deutsche übersetzt. Hierunter ist jedoch nicht  nur die chronische altersabhängige Herabsetzung der individuellen Leistungsfähigkeit, gepaart mit einem Kraftverlust, zu verstehen.  Genau genommen handelt es sich bei Frailty um ein Syndrom, was sich aus unfreiwilligem Gewichtsverlust, objektivierter Muskelschwäche, subjektiver Erschöpfung, Immobilität, Instabilität, Gang- und Standunsicherheit mit Sturzneigung und herabgesetzter körperlicher Aktivität zusammensetzt. Dies führt in Kombination mit Organ- und Funktionsstörungen zu einem erhöhten Aufwand an diagnostischen, pflegerischen und therapeutischen Maßnahmen.

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Zertifiziertes Endoprothetikzentrum

Logo Städtisches Klinikum DessauDessauer Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie erhält Qualitätssiegel

Dem Städtischen Klinikum Dessau wird mit der Zertifizierung als Endoprothetikzentrum eine spezialisierte Versorgungsqualität bescheinigt. „Wir durchliefen über einen längeren Zeitraum ein mehrstufiges Prüfverfahren. Die Ernennung zum Zentrum garantiert den Patienten hohe Leistungsstandards innerhalb der Planung, Realisierung bis zur Nachsorge und Rehabilitation bei der Gelenkersatzoperationen an Hüfte und Knie“, bestätigt Dr. med. Joachim Zagrodnick. Der Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie arbeitete mit seinem Team und allen beteiligten Abteilungen sowie Bereichen langfristig auf dieses Ziel hin.

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Hallesches Brustzentrum führt neuen Test zur Therapieplanung bei Brustkrebs ein – Vermeidung von unnötigen Chemotherapien

Foto (v. r.): MTA Kathrin Stückrath, MTA Sandy Kaufhold und Dr. Martina Vetter
Foto (v. r.): MTA Kathrin Stückrath, MTA Sandy Kaufhold und Dr. Martina Vetter

Mit einem neuen Testverfahren kann das Brustzentrum des Universitätsklinikums Halle (Saale) das Rückfallrisiko einer an Brustkrebs erkrankten Patientin besser bestimmen und darauf die Therapie zielgenau ausrichten. Die herkömmliche Prognoseabschätzung allein anhand der klinischen Parameter, wie Tumorgröße, Lymphknotenbefall, Alter und Hormonempfindlichkeit bzw. Hormonrezeptorstatus kann gerade bei Frauen mit einem mittleren oder niedrigen Rückfallrisiko ihrer Krebserkrankung schnell zu einer Übertherapie durch eine Chemotherapie mit allen daraus resultierenden Nebenwirkungen und Beeinträchtigung der Lebensqualität führen. Mit dem „Prosigna®-Test“ wird sowohl das Rückfallrisiko der einzelnen Patientin abgeschätzt, als auch der Tumor einer bestimmten biologischen Subgruppe des Mammakarzinoms zugeordnet. Diese Informationen dienen der Entscheidung zur unterstützenden medikamentösen (sog. adjuvanten) Therapie nach der Operation. Neben dem hier schon lange etablierten uPA/PAI-1 Test bietet das Brustzentrum des Universitätsklinikums Halle (Saale) in Kooperation mit dem Institut für Humangenetik und dem Institut für Pathologie nunmehr einen zweiten modernen Test zur biologischen Charakterisierung von bösartigen Brusttumoren an. Beide Verfahren haben eine Empfehlung der AGO Kommission Mamma (Level of Evidence I, AGO+).

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Neuer Gastroenterologie-Professor trat seinen Dienst an – Prof. Michl erforscht neue Strategien gegen den Bauchspeicheldrüsenkrebs

Prof. Dr. Patrick Michl
Prof. Dr. Patrick Michl

Die Universitätsmedizin Halle (Saale) hat einen neuen Professor für Gastroenterologie berufen. Prof. Dr. Patrick Michl trat zum 1. März 2015 seinen Dienst als Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Innere Medizin I an. Die Gastroenterologie befasst sich mit der Diagnostik, Therapie und Prävention von Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts sowie der mit diesem Trakt verbundenen Organe Leber, Gallenblase und Bauchspeicheldrüse. Er freue sich darauf, eine gut etablierte Klinik weiterentwickeln zu können: „Ich werde mit meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besonders die Patientenversorgung und Forschung auf dem Gebiet der gastrointestinalen Krebserkrankungen ausbauen“, umreißt er eines seiner Vorhaben. Er stärkt damit einen der beiden Forschungsschwerpunkte der Medizinischen Fakultät: Die Molekulare Medizin der Signaltransduktion beschäftigt sich mit den molekularen Entstehungsmechanismen von Krankheiten – unter anderem in der Onkologie.

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